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Priwall-Initiative will Zeltlager wie frueher - LN 04.07.2015 -

3 Jahre 11 Monate her - 3 Jahre 11 Monate her #661 von Erdmann Eckhard
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Priwall-Initiative will Zeltlager wie früher

Willi Altenburg sammelt Unterschriften. Er möchte Kindern und Jugendlichen die Abenteuer am Strand zurückgeben. Von Melina Ulbrich

Travemünde –
Noch heute leuchten Willi Altenburgs Augen, wenn er von seinen Kindheitserinnerungen erzählt. Besonders gerne denkt er an die Zeltlager auf dem Priwall zurück. Gefragt, was so schön daran war, zählt er eine lange Liste auf: ,, die Freiheit, die Unbeschwertheit, die Sonne, der Sand, das Spielen und das Meer”. Er habe es genossen, mit anderen Kindern zuspielen und zu toben. ,,Wir haben Festungsanlagen im Sand gebaut", erzählt er. Diese Naturerlebnisse, die ihn geprägt haben, blieben der Jugend von heute größtenteils verwehrt, moniert Altenburg. Aus diesem Grund hat der 72-Jährige eine Privatinitiative gegründet. Sie bemühe sich darum, allen Kindern und Jugendlichen ein Stück Priwallstrand zurückzugeben. ,, Ich habe eine Unterschriftenaktion gestartet, um wieder einen akzeptablen Zustand herzustellen", berichtet der Rentner. Er fordert das ,, Bleibe- und Aufenthaltsrecht der Kinder und Jugendlichen auf dem Priwal1“ vom Lübecker Senat zurück. ,, Erholungsstätten wie Zeltlager, Jugendherberge und so weiter müssten wiederkehren. Das ist die Stadt den jungen Leuten schuldig“, findet Altenburg. ,, Die Naturschutzbehörde hat das in der Hand. Bisher hatte die Initiative wenig Erfolg dabei, Unterstützer in der Politik und bei Institutionen zu finden. Er habe bereits Lübecks Kultursenatorin Kathrin Weiher [parteilos) angeschrieben und sie um Unterstützung gebeten. Bisher habe er keine Antwort erhalten. Auch mit dem Jugendring, dem Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer, der CDU und dem Kinderhilfswerk habe er Kontakt aufgenommen. Bislang ohne nennenswerte Ergebnisse. Er habe zwar Zustimmung erhalten, aber mehr auch nicht ,,Es bewegt sich kaum was ;. Diejenigen, die ich mit ins Boot holen will, stehen in ,Lauerstellung' und warten ab. ” Seine Kritik ,,Es geht immer nur ums Geld.“ Lübecks Pressesprecher Marc Langentepe weist darauf hin, dass auf dem Priwall gerade die große touristische Erschließung mit den Feriendörfern und dem Projekt Waterfront entstehe. In diesem Zusammenhang seien auch die gepachteten Flächen des bisherigen Zeltplatzes überplant worden, der Ende der Saison 2014 geschlossen wurde. ,,Das Campen am Strand ist aus mehreren Gründen nicht möglich”, so Langentepe. Dagegensprächen insbesondere der Naturschutz und der Hochwasserschutz.,, Für einen sehr begrenzten Zeitraum, beispielsweise während der Travemünder Woche, wird auf der Fläche der früheren Sand-World am Ende des Strandes zur Trave hin Camping erlaubt,“ Ansonsten gelten die Bestimmungen der Strandsatzung. Diese verbietet vieles, Was am Strand besonders Spaß maçht: unter anderem Reiten und Radfahren, Radio hören, Lagerfeuer, Grillen und Zelten, Ballspiele sind hingegen an den Stränden am Priwall und am Brodtener Ufer erlaubt. Wer gegen die Satzung verstößt, dem droht eine Geldbuße von bis zu 500 Euro. Der Kurbetrieb Travemünde kann jedoch ,,unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs ” Ausnahmen von den Vorschriften der Satzung genehmigen. Darauf baut Willi Altenburg. Uwe Kirchhoff, Kurdirektor in Travemünde, würde das begrü-ßen. Er sagt: ,, So ein Camp als temporäre Geschichte kann ich mir gut vorstellen So ein naturnaher Urlaub wäre für die Jugendlichen eine witzige Sache. So haben sie schöne Erlebnisse in der Natur und kommen mal weg von der X-Box. “

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