× Was auf dem Priwall so passiert ...

--- Flüchtlinge sollen auf den Priwall --- Lübecker Nachrichten 13.02.2015

4 Jahre 1 Monat her - 4 Jahre 1 Monat her #429 von Erdmann Eckhard
Flüchtlinge sollen auf den Priwall
Das Gebäude an der Wiekstraße könnte doch als Unterkunft dienen.

Travemünde
Gerade hat Bürgermeister Bernd Saxe das Rechnungsprüfungsamt mit einer Sonderprüfung
zum umstrittenen Verkauf des ehemaligen Asylheims in der Wiekstraße auf dem Priwall beauftragt (die LN berichteten), da plant Sozialsenator Sven Schindler schon die Anmietung des Objekts. Flüchtlinge will er dort unterbringen, denn die Lage ist dramatisch: Für die Ankömmlinge fehlen Unterkünfte. „996 Flüchtlinge müssen wir 2015 unterbringen", sagt Gitte Timmermann vom Bereich Soziale Sicherung. Vor allem aus Syrien, dem ehemaligen Jugoslawien und Afrika kommen sie. „Der Bedarf ist viel höher als unsere Kapazitäten“, sagt Schindler. Aber wir können nicht alle Turnhallen blockieren. Die Situation ist verschärft. "Deshalb kritisiert er vor allem die Maßgaben des Landes: Förderungen gebe es
erst für Unterkünfte, die mindestens 40 Plätze bieten. „Ansonsten bleiben wir auf den
Kosten sitzen", sagt Schindler. „Dabei ist es schwer, überhaupt etwas finden. "
Hoffnung setzt er nun in die Einrichtung in der Wiekstraße. „Wir haben von den Eigentümern ein Angebot." Das frühere Asylheim in der Wiekstraße steht leer.
Vor einem Jahr äußerte sich der der Sozialsenator noch etwas anders. Die Unterbringung auf dem Priwall sei geprüft worden. Aber: „Wir wollen Asylsuchende in der Mitte der Gesellschaft unterbringen. " Die Einrichtung läge zu weit entfernt von Infrastruktur und Behörden. Das merken auch die Travemünder selbst an. Und sie sehen weitere Probleme.„Dort ist die Berufsschule“, sagt ein Anwohner. „Das Benehmen der Schüler liegt
häufig weit unterhalb der Grasnarbe. “ Sollte es mit den kommen Jugendlichen zu Konflikten
, sei keine Polizei vor Ort. Eckhard Erdmann von der Gemeinschaft der Priwallbewohner sieht dagegen vor allem die Fähre als Problem:
„Wie sollen Kinder zum Beispiel zur Schule kommen?" Zumindest dafür hat der Sozi-alsenator eine Lösung parat.„Flüchtlinge sind Bewohner des Priwalls“, sagt Sven Schindler. „Als Fußgängerkönnen sie also umsonst die Fähre nutzen.

Lübecker Nachrichten 13.02.2015
Erdmann

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