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Das Ende der Preisspirale ist nah - LN 17.12.2016 -

2 Jahre 10 Monate her - 2 Jahre 10 Monate her #942 von Erdmann Eckhard
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DIE WOCHE IM RATHAUS

Von Kai Dordowsky
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Das Ende der Preisspirale ist nah
Zwei Erwachsene und drei Kinder machen Urlaub auf dem Priwall und satteln an einem schönen Sommertag ihre Fahrräder. Zwei Mal geht es über die Fähre, die ruckzuck am anderen Ufer ist. Macht nach amtlicher Rechnung des Stadt-Verkehrs ab 1. April 2017 genau 19,60 Euro. „Dafür kann man auf Travemünder Seite fast schon essen gehen “, spottet der Vorsitzende der Priwallbewohner, Eckhard Erdmann. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern in einem Auto zahlt pro Überfahr künftig 8,30 Euro. Da wird sich so mancher überlegen, ob er nicht über Mecklenburg gen Priwall fährt.
Der Stadtverkehr als Betreiber der Fähren hat es wahrlich nicht leicht. Der Betrieb soll so wenig Defizit wie möglich machen. Die Fähren sollen so oft wie möglich fahren. Und lange Wartezeiten wie im Frühsommer sind indiskutabel. Also braucht es mehr Personal. Bei dieser Konstellation sind Tariferhöhungen alle paar Jahre geradezu unausweichlich. Problem: Man kann die Kunden nicht endlos zur Kasse bitten.
Die Bewohner der Halbinsel haben ja nicht allzu viel Wahl - sie müssen zahlen, was verlangt wird. Außer sie verzichten auf das Auto. Zu Fuß und mit dem Rad pendeln sie kostenlos. Die Touristen indes können woanders ihre schönsten Wochen des Jahres verbringen. Abschreckend hohe Fährpreise können die Bemühungen, Travemünde im Wettbewerb der Ostseebäder besser zu positionieren, nachhaltig beschädigen. Das Ende der Preisspirale ist nah. Es ist Zeit für neue Konzepte, sagt der Kurdirektor. Zu Recht.

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