Aus der Geschichte des Priwalls April 2018

Aus der Geschichte des Priwalls


Die Geschichte des Namens:

Nach verschiedenen Quellen wird die erste Nennung des Priwalls im Jahr 1226 mit „priwolc“ angegeben. (Siehe u.a. „Reichsfreiheitsbrief Ein anderer Historiker benutzt den Namen „ priwole“. In der weiteren Entwicklung wird dann 1253 der Name „Priwalk“ angeführt, 1283 jedoch „ Prewloca“, das ausdrücklich als „portus“ (Hafen) angesprochen wird. 1343 wurde der Priwall dann nachweislich in Urkunden „Prywalke“ genannt. Fast alle Sprachwissenschaftler sind sich einig, dass der Name „Priwall“ eindeutig slawischen Ursprungs ist und bedeutet „ Landenge zwischen zwei schiffbaren Flüssen ( Trave und Pötenitzer Wiek). Ein anderer Forscher meint jedoch, dass es bedeutet „Stelle, wo man Schiffe an Land zieht“, oder ein weiterer „Schleifweg für Schiffe“. Die beiden letzten Erklärungen lassen es möglich erscheinen, dass einmal die Travemündung total zugesandet, also blockiert war, sodass die Schiffe auf ihrem Weg nach Lübeck über den Priwall in die Pötenitzer Wiek gezogen wurden und von dort ihren Weg nach Lübeck fortsetzten. Eine letzte Meinung ist einfacherer Art: sie besagt, dass die Travemünder Fischer ihre Boote nach erfolgtem Fischfang auf den Priwall gezogen haben und dort lagerten, weil die Liegeplätze an der Vorderreihe ständig durch Handelsschiffe blockiert waren, die nach Lübeck weiter segeln wollten.
Wie man sieht, ist das Namensrätsel bis heute nicht überzeugend gelöst.

1226
Im Juni des Jahres bestätigte der deutsche Kaiser Friedrich II. im Reichsfreiheitsbrief auch die Rechte der Stadt an Travemünde, an dem dortigen Hafen und an den umliegenden Ländereien. In dieser Urkunde wird auch die Halbinsel Priwall erwähnt, die seit dieser Zeit zu Lübeck gehört. „ Wir verleihen der Stadt Lübeck weiter die Insel, die der Burg Travemünde (Standort heutiges Kaufhaus Matzen) gegenüber liegt und Priwolc heißt.“

1245
brach die Stauffische Macht im Deutschen Reich zusammen und Lübeck musste versuchen, seine Selbstständigkeit gegenüber den Dänen und dem Holsteinischen Grafen selber zu sichern. Der Lübecker Ratschloss daraufhin 1247 einen günstigen Vertrag mit den Holsteiner Grafen Johann I. und Gerhard I. Diese wurden als Schirmherren von Travemünde anerkannt.

1247
kaufte die Stadt Lübeck den beiden Grafen die Burg Travemünde und die Ortschaft, sowie die beiden Fähren (Priwall- und Herrenfähre) ab, jedoch mit Ausschluss des Priwalls.

1286
brach eine Sturmflut durch den Nehrungshals des Priwalls und trennte diesen von Mecklenburg ab. So war der Priwall für kurze Zeit eine Insel. Der neue Zugang zur Pötenitzer Wiek wurde nun ebenfalls von Schiffen benutzt, so dass der Travemünder Hafen zwei Ein- bzw. Ausgänge hatte. : „ Nota, quod anno domini 1286 in insula priwalk aqua insulam ipsam in uno loco tantum penetraverat, quod portus travene habuit introitus et exitus“. Die Stadt Lübeck schüttete noch im gleichen Jahr den Durchbruch zu.Inhalt

1300
Die Holsteiner Grafen versuchten mehrfach, die Rechte der Lübecker zu beschneiden, und die Besitzverhältnisse wechselten ständig zwischen verschiedenen Holsteiner und Mecklenburger Grafen.

1307
Der Besitz des Turms zu Travemünde sowie einer Befestigung auf dem Priwall, die dem Fürsten von Mecklenburg gehörte, stellten für die Lübecker eine ständige Bedrohung dar. Ihr Ziel war die Zerstörung der Burg und die Inbesitznahme des Priwalls als strategische Maßnahme.

1310
verbündeten die Lübecker sich mit dem Herzog Erich von Sachsen, der dem Lübecker Senat versprach, bei der Zerstörung der Befestigungen von Dassow und dem Priwall zu helfen.

13.1. 1329
Lübeck hatte jetzt sein Ziel erreicht: Der Holsteinische Graf Johann III. verkaufte den Ort Travemünde, die Priwall- und die Herrenfähre sowie die Travemünder Feldmark, die kirchliche Schirmherrschaft und die Gerichtsbarkeit für den Ort für 1.060 Reichsmark .

1332
Immer wieder kam es vor, dass an der mecklenburgischen Grenze auf dem Priwall Befestigungsanlagen oder Burgen von Mecklenburgern erbaut worden sind, sehr zum Ärger Lübecks.

1337
Anscheinend blieb das Problem der Burg auf dem Priwall noch Jahre ungelöst. 1337 wurde wieder eine Burg von den mecklenburgischen Vögten errichtet. Endlich folgte dann der Durchbruch. Der Herzog Albrecht von Mecklenburg versprach dem Rat zu Lübeck, die Burg innerhalb von 4 Wochen abzubrechen, was dann auch geschah und 1343 und 1349 urkundlich besiegelt wurde.

1465
erfolgte der Bau der Südermole, und zwar wurden mit Steinen gefüllte Kästen aus Eichenstämmen vor der Hafeneinfahrt versenkt, um dadurch die zunehmende Verlandung der Hafeneinfahrt zu verhindern. Der angeschwemmte Sand stammte von den Abbrüchen am Brodtener und Mecklenburger Steilufer.
Um diesen Bau finanzieren zu können, wurden Zölle für die ein- und auslaufenden Schiffe erhoben.

1505
begann eine lübisch-mecklenburgische Fehde. Drei betrunkene mecklenburgische Bauern bepöbelten Lübecker Ratsherren, die den Traveverlauf bei Dassow besichtigen wollten. Sie ließen zwei der Bauern für kurze Zeit gefangen nehmen und ließen sie erst nach geraumer Zeit wieder laufen. Daraus entwickelte sich dann ein Streit zwischen der Stadt Lübeck und den Mecklenburgischen Herzögen, der noch größere Kreise ziehen sollte. Die Mecklenburger legten darauf bei Dassow eine Schanze an, woraufhin die Lübecker über den Priwall nach Mecklenburg einfielen. Erst am 15.7. 1508 kam es zum Friedensschluss. Die Lübecker erhielten ihre Rechte bestätigt (u.a. Fischereirechte auf dem Dassower See) und durften den befestigten Priwall behalten. Dort hatten sie eine mit Faschinenwerk umgebene Festungs-anlage errichtet.

1593
Tatsächlich war die Grenze zu Mecklenburg auf dem Priwall nicht klar definiert, zumal der Mecklenburgische Herzog immer wieder die Oberhoheit über den Priwall beanspruchte, was Lübeck immer wieder aufgrund seiner mittelalterlichen Privilegien zurückwies. Beide waren jedoch nicht in der Lage ihre Forderungen durchzusetzen, sodass beide den Priwall als Weidefläche nutzten. Jahrelang beschäftigte man sich mit dem Problem.

1596
beschlagnahmte der mecklenburgische Adelige Daniel von Buchwald drei Lübecker Viehherden auf dem Priwall und wollte diese ohne ein Lösegeld nicht wieder zurückgeben. Der Lübecker Rat protestierte, konnte jedoch nichts ausrichten, verfügte aber, sobald von Buchwald lübsches Gebiet betreten, man ihn sofort festnehmen sollte. Zwei Jahre später bot sich die Gelegenheit und von Buchwald wurde in Lübeck inhaftiert, konnte aber wenig später fliehen.

1733
Sehr wichtig war die Fähre zwischen dem Priwall und Travemünde, über die der Weg nach Mecklenburg führte, die bereits 1253 urkundlich erwähnt wurde. Besonders häufig wurden Lebensmittel per Fähre nach Travemünde eingeführt. Die Fähre war dem Stadthauptmann von Travemünde unterstellt, der in der Alten Vogtei residierte. Er betrieb die Priwallfähre, durfte die Fährgebühren kassieren, musste aber auf der anderen Seite das Fährpersonal entlohnen und für den ordnungsgemäßen Betrieb der Fähre inkl. Reparaturen sorgen. Da es mehrfach zu Beschwerden wegen der Fährgebühren gekommen war, wurden diese ab dem 12.3. 1733 urkundlich von Lübeck festgelegt. Es wurde zwischen Fußgängern, Wagen, Pferdeanzahl, Ladung, Tieren, sowie zwischen Sommer- und Winterbetrieb unterschieden.

1745
kam es zu einer Grenzprovokation an der Priwall-Grenze. Auf Mecklenburger Seite wurde an der engsten Stelle des Priwalls eine Baracke errichtet, in der einige bewaffnete mecklenburgische Soldaten Stellung bezogen. Daraufhin errichteten auch die Lübecker ein Holzhaus 200m von der Mecklenburger Baracke entfernt, rund um die Uhr besetzt mit jeweils einem Soldaten, ständig in Alarmbereitschaft, mit entsichertem, schussbereiten Gewehr. Der Senat wies den Kommandanten der Travemünder Festung an, die „Postierung“ solange aufrechtzuerhalten, bis das mecklenburgische Wachthaus aufgegeben wurde. Erst dann sollte auch die lübsche Hütte abgerissen werden.

1758
Es kam häufiger vor, dass bei Sturm Schiffe auf der Plate vor der Travemündung, auf dem Priwall oder an der mecklenburgischen Küste strandeten. Die Schiffe galten dann als Strandgut, und Arbeitsleute aus Travemünde und Fischer konnten sich bedienen. Um Plünderungen zu verhindern, sollten lübsche Soldaten vom Senat abgestellt werden, die das Strandgut bewachen sollten. Wegen der ungeklärten Hoheitsrechte auf dem Priwall kam es dazu jedoch nicht, und so bewachten dann die Travemünder Lotsen das Strandgut. Die geborgenen Sachen wurden in die Zitadelle nach Travemünde geschafft.

1763
hatten die Bediensteten des Gutes Johannestorf am Dassower See eine Hütte für die Hirten ihres Viehes auf dem Priwall errichtet. Schon wieder hagelte es Proteste des Lübecker Senats beim Mecklenburgischen Fürsten. Die Hütte wurde umgehend abgerissen.

1780/ 81
Die Errichtung einer Holzbretter-Hütte nahe des Fähranlegers auf der Priwallseite löste umgehende diplomatische Aktionen aus. Die ungeklärten Hoheitsverhältnisse verhinderten bisher den Bau eines Unterstandes zum Unterstellen der Reisenden bei schlechtem Wetter, wenn sie auf die Fähre warteten. Als der Lübecker Bauhof dann die Hütte errichtete kam es sofort zu einem Protest des Mecklenburgischen Grafen. Auf Grund dieses Protestes musste der Travemünder Stadthauptmann als Fährbetreiber den Unterstand wieder abreißen lassen.

1803
nahm der Streit um den Priwall ein Ende. Die Herzöge von Mecklenburg verzichteten auf ihre Priwallansprüche und erhielten dafür die Hoheit über einige Dörfer, die zuvor zum Lübecker Heiligen Geist - Hospital gehörten. Im März 1803 wurden die Grenzsteine auf dem Priwall gesetzt. 1862 kam es dann zu einer endgültigen Festsetzung des noch einmal korrigierten Grenzverlaufs.

1806
wurden Lübeck und Travemünde von Truppen des französischen Kaisers Napoleon eingenommen, die unter dem Oberbefehl von Marschall Bernadotte standen, dem späteren schwedischen König.

1813
Am Ende der französischen Besatzungszeit in Travemünde zerstörten die Franzosen an Michaelis das vom Zimmermeister Christoph Henck auf dem Priwall an der Fähre erbaute Wirtshaus. Henck erhielt einen neuen Pachtvertrag vom Lübecker Senat nach dem Abzug der Franzosen.

1815
Auf dem Priwall begannen erste Versuche einer Aufforstung. Laut eines Gutachtens des Lübecker Forstamtes eignete sich nur der mittlere Bereich der Halbinsel dafür. 1821 kam es zu ersten, nicht befriedigenden Versuchsanpflanzungen. 1826 /27 wurden weitere Tannen-, Birken- und Erlenanpflanzungen auf der Südseite des Priwalls durchgeführt, die jedoch auch ohne Erfolg blieben.

12.8.1826
Nachdem der Böttchergeselle Wilhelm Henckhaus beim Baden auf dem Priwall ertrunken war, wurde ein generelles Badeverbot im Hafenbereich bis zum Süderbollwerk (heutige Südermole) ausgesprochen.

1830
wurde das verfallene hölzerne Süderbollwerk durch einen steinernen Neubau ersetzt. Die Steine wurden von sogenannten Steinfischern angeliefert, die die Findlinge vor dem Brodtener Steilufer und vor der mecklenburgischen Küste aus dem Meer geborgen hatten. Die neue Südermole war nun 1.040 Fuß lang. Auf ihrer Spitze wurde eine Signalbake sowie eine Seilwinde errichtet, mit der auf der Plate festgefahrenen Schiffe in die Hafeneinfahrt gezogen werden konnten.

1832
wird bereits von einer „Chausseeordnung“ für einen „Weg“ über den Priwall nach Dassow und ins Mecklenburgische gesprochen. Dieser Weg war „chausseegeldpflichtig“, der Verlauf aber noch nicht festgelegt, wie die Klagen der Weideberechtigten aus dem Jahr 1838 zeigen. Diese beklagten ebendieses Fehlen eines eingezäunten Weges, wodurch sämtliche Fuhrwerke eigene Fahrspuren, zum Teil über die Weiden der Weideberechtigten wählten. Erst 1846 wurde ein fester Weg über den Priwall nach Dassow angelegt. 1863 wurde diese zur „Landstraße“, 1864 zur „Chaussee“. Die Aufsicht über diese sowie für das Kassieren des „Chausseegeldes“ oblag dem Pächter der Priwallfähre. 1909 wurde diese Straße „Dassower Chaussee“ genannt, Erst in den frühen 20-er Jahren setzte sich die Bezeichnung „Mecklenburger Landstraße“ durch.

1834
wurde im späteren Bereich der Mittelfähre der sogenannte Kohlenhof eingerichtet. Die dort gelagerte Steinkohle diente zur Befeuerung der Dampfschiffe der St. Petersburger Dampfschiffahrtslinie, die regelmäßig Travemünde anliefen. Auf dem Gelände wurden auch ein Aufenthaltspavillon für die Fährleute der Mittelfähre sowie Lagerhallen errichtet. Ab 1938 wurde dort die Kohle für die Lübeck-Stockholmer Dampfschifffahrtsgesellschaft gelagert.

1836
Nach dem Vorschlag vom Lübecker Forstinspektor Witthauser wurden auf dem seiner Meinung nach für land- und forstwirtschaftlichen Anbau völlig ungeeigneten Priwall Pappeln und Weiden angepflanzt. Erst ab 1860 bis 1890, besonders 1807/ 81 erfolgte eine planmäßige Aufforstung des bis dahin nahezu baumlosen Priwalls.

1838
Gastwirt Meinecke erbaute in der Nähe der Priwallfähre ein neues zwei-geschossiges Wirtshaus mit Wirtschaftsgebäuden. Jahre später übergab er die Wirtschaft seinem Schwiegersohn Otto Heinrich Böther, der zugleich Pächter der Fähre war.

1839
Der Fährpächter Johann Hinrich Buhse erhielt die Genehmigung, in der Sommersaison „Badegäste während der Badezeit ohne Bagage und Sachen gegen Bezahlung eines Fährgeldes“ hin- und zurück zum Städtchen zu rudern.

18.11. 1840
Der Senat genehmigte die Errichtung einer Heringssalzerei mit Räucherei auf dem Priwall, „dicht an der Pötenitzer Wiek“. Der Lübecker Kaufmann Johann Gottfried Krueck pachtete dieses Gelände für 10 Jahre.
Er ließ darauf ein 106 Fuß langes, 41 Fuß breites und und 9 Fuß hohes Fachwerkgebäude errichten (31.80m l, 12,30m br, 2,70m h). Am 20.2. 1843 ging das Geschäft an Adolph Heinrich Haacker über, der jedoch 1848 in Konkurs ging. Das Gebäude wurde am 3.7. 1850 versteigert. Da das Gebäude 1878 bei der Anlage des Katasters für den Priwall nicht mehr auftaucht, geht man heute davon aus, dass das Gebäude der Überflutung des Priwalls 1872 zum Opfer fiel.

1845
wurde die Priwall-Hauptfähre von der Stadt übernommen und anschliessend weiter verpachtet. Der Fährprahm wurde mittels eines starken Fahrseils über die Trave gezogen. Regelmäßig kam es vor, dass das Fährseil durch die Schiffsanker zerrissen wurde. 1846 kam dann die sogenannte „Kohlenfähre“, als „Mittelfähre“ dazu.

1846
Die neue Fährordnung löste die alte, am 23.4. 1788 erlassene Ordnung ab.

24.7. 1847
Die Travemünder „Bade-Direction“ teilte mit, dass ab dem 24.7. eine „zweite wohlfeilere Badeanstalt in der Kunkel auf dem Priwall“ eröffnet werden sollte. Der Preis für das Bad betrug 6 Schilling inkl. Nutzung eines Badekarrens. Der Pächter der Badeanstalt auf dem Festland, Heinrich Behrens, verlangte für die Einrichtung durch ihn auf dem Priwall, dass „ihm keine Konkurrenz gemacht würde und die Stadt ihm das garantiere“. Der Senat lehnte dies ab. Behrens nahm seine Forderung zurück und erhielt am 21.6. 1847 „ in der Entfernung von 1.200 Fuß vom Süderbollwerk (Südermole) eine 1.200 Fuß lange Strecke zu dem angegebenen Zwecke“ zugewiesen. „Die neue Badeanstalt auf dem Priwall hatte sich in den ersten Saisons niemals eines lebhaften Besuches zu erfreuen“, so die Lübecker Zeitung. Wofür es mehrere Gründe gab: schlechtes Wetter, eine sehr unangenehme Überfahrt und „ gänzlicher Mangel an Schatten auf dem Priwall, dazu die höchst primitiven Badeeinrichtungen, die nur in der Aufstellung von drei Badekarren bestanden, vor allem aber der Umstand, dass im Jahre 1851 am Festlandstrand Badehütten für 8 Schillinge eingerichtet wurden.“ In den Jahren 1849/ 50 wurden „ gar keine Badeeinrichtungen auf dem Priwall getätigt“. Ein erneuter Versuch 1879 scheiterte an den zu unterschiedlichen Vorstellungen der beteiligten Parteien.

4.10. 1848
Nachdem in Lübeck die Cholera ausgebrochen war, wurde am 3.10. der erste Cholerafall in Travemünde bekannt, der Tod des Erkrankten einen Tag später. Sofort wurde auf dem Priwall ein Cholera-Krankenhaus eingerichtet, u.a. auch für die von See kommenden Kranken. Zwischen dem 29.9. und 29.10. verzeichnete man 53 Kranke, von denen 13 starben.

17.6. 1861
Der Wirt J. Boether auf dem Priwall beantragte beim Amt „ein Topfschlagen für Dienstmädchen, verbunden mit Tanz“ veranstalten zu dürfen. Bis zum Jahre 1856 hatte das alljährlich auf dem Priwall am Strand stattgefunden. Dasselbe ist von den Mädchen veranstaltet worden, „ welche im Sommer auf dem Priwall weidendes Vieh zu melken hatten“.
Da es in den letzten Jahren immer weniger Melkmädchen auf dem Priwall gab, fand daher kein Fest statt, was sich nun jedoch ändern sollte. Das Lokal auf dem Priwall hatte anscheinend einen hervorragenden Ruf: „ Von allen drei Tanzböden ist unter der weiblichen dienenden Classe das Böthersche das beliebteste, seitens der Dienstherrschaften das gefürchteste.“ Der Amtsverwalter listete in einer Stellungnahme die Möglichkeiten zum Tanz auf: „ Im Winterhalbjahr fänden allsonntäglich abwechselnd beim Wirt Thiel und dem Branntweinbrenner von Qualen Tanzlustbarkeiten für die gedachte Classe von Leuten statt.“ Im Sommer jeden Sonntag zugleich und zudem auch bei J. Böther auf dem Priwall jeweils bis 10.30 abends. Dazu kamen noch Bälle, die gegen Gebühr und Erlaubnis bis in den Morgen gegen 5 / 6 Uhr andauerten, sowie an jedem Jahrmarktstag bei allen Wirten Es gab demnach genügend Vergnügungsmöglichkeiten für das Dienstpersonal. Der Antrag wurde abgelehnt. Die Knechte ihrerseits hatten ein eigenes anderes „Vergnügen“: sie organisierten für sich das Ringreiten, dass der Müller in Gneversdorf veranstaltete.

16. Juli 1862
Der Senat der Hansestadt Lübeck beschloss die Anlegung einer guten Fahrstraße über den Priwall. Von der Fähre bis zur Landesgrenze von Mecklenburg gab es nur einen unbefestigten Hauptweg, dessen Verlauf sich jedoch ständig veränderte. Forstinspektor Witthauer hatte dies bereits ausführlich 1836 geschildert, doch seitdem hatte sich überhaupt nichts geändert: „ Jetzt ist die Passage über den Priwall, namentlich im Dunkeln, wahrhaft fürchterlich. Man muss, wie es dem Verfasser dieser Zeilen vor mehreren Jahren begegnet ist, an einem stürmischen Decemberabend bei heftigem Schneegestöber von Mecklenburg nach Travemünde wollen, durchnässt bei Henk angekommen, und durch die Nachricht, die Fährleute setzten bei einem solchen Wetter auf keinen Fall über, in die Alternation versetzt werden, entweder in Henk’s schmutziger Behausung zu übernachten oder in dunkler Nacht wieder nach Mecklenburg zurückkehren zu müssen, um ganz das Grässliche dieser Passage über den Priwall für Andere unter leicht noch ungünstigeren Umständen beurtheilen zu können. Kein Baum, kein Strauch, selbst nicht einmal Pfähle, wie in der verrufenen Lüneburger und Segeberger Heide, deuten den Weg an, sondern stets ist man im Dunkeln in Gefahr, entweder in eines der tiefen Wasserlöcher zu stürzen oder an einem der vielen Hügel umgeworfen zu werden, oder doch wenigstens stundenlang umher zu irren.“

1865
Der Besitzer der Seebadeanstalt auf dem Festland unterhielt auf dem Priwall in der Kunkel ein „billiges“ Seebad, das „verschiedentlich Gegenstand amtlicher Thätigkeit und Untersuchungen war“. Mehrfach wurde das Seebad „auf einen ordentlichen Betrieb hin“ kontrolliert.

7.3. 1872
Beim Baden in der Nähe des Süderbollwerks auf dem Priwall ertrank am 3.Juli der Bäckergeselle Brüggemeier aus Cloppenburg. Daraufhin wurden erstmals für den Priwall strenge Badevorschriften erlassen. „ Zur Verhütung von Unglücksfällen beim Baden wurde dem Besitzer der Badeanstalt eine Reihe von Maßregeln, wie Anstellung eines zahlreicheren Aufsichtspersonals, Abgrenzung eines Badeplatzes für die des Schwimmens Unkundigen u.s.w. vorgeschrieben und auf deren Befolgung strenge geachtet.“

12./13.11.
Bei der verheerenden Sturmflut, die Travemünde heimsuchte, wurde auch der Priwall großflächig überschwemmt und dort viele Zerstörungen angerichtet.

1873
verpachtete das Amt in Lübeck einem Interessenten eine Parzelle auf dem Priwall und die „ ward auf Ansuchen der Pachtkontrakt zum Zwecke einer Spargelcultur auf 12 Jahre mit Genehmigung des Finanzdepartements prolongiert“. Im folgenden Jahr sind 195 Parzellen für Kleingärtner auf dem Priwall neu verpachtet worden.

1878
Der Priwall wurde zunehmend als Badebereich erschlossen. Der Wirt J. Böther stellte einen Antrag auf „Überlassung eines Platzes auf dem Priwall“ zur Erbauung eines Verkaufspavillons. Man vermietete ihm diesen Platz. Gleichzeitig hat der Lübecker Kaufmann F. Ewers beim Amt die „Überlassung einer Strecke des Priwallstrandes zur Aufstellung von Badekarren“ beantragt, dazu lag jedoch keine Entscheidung des Senats vor.

8.12.1881
Ein Großprojekt für den Priwall, das bereits zur Badesaison 1882 eröffnet werden sollte, scheiterte. Für Familien zur Erholung sollte nach einem Plan des Kaufmanns H.P.Fr. Ewers eine Badeanstalt zweiten Ranges mit der Herstellung von Bassinbädern für Damen und Herren sowie ein Logierhaus mit mindestens 40 Stuben sowie Gartenanlagen auf
dem Priwall nahe der Mecklenburgischen Grenze entstehen. Das über 6 Hektar große Gelände konnte gegen Erbpacht genutzt werden.

21.4. 1883
Im kleinen Saal des Casinos in Lübeck trafen sich einige interessierte Pferdesportliebhaber, darunter der k.k. österreichische Konsul Herman Fehling und Senator Eschenburg, um den „Lübeck-Travemünder Rennclub“ zu gründen. Ziel des Vereins war die „Förderung der Lübeck-Travemünder Pferderennen im Besonderen und des Sports im Allgemeinen“. Als Austragungsort der geplanten Rennen hatte man das Strandgebiet auf dem Priwall unmittelbar hinter der Südermole ins Auge gefasst. 1884 fanden dann am 27. und 28.7. die ersten Pferderennen statt, die zu einer jährlichen Einrichtung unter Beteiligung tausender Schau-lustiger und Galoppsportfreunden führte. 1904 wurden für die Renntage speziell angefertigte zerlegbare Holztribünen angeschafft.

15.8.1886
Auf dem Priwall fand von 11 - 14 Uhr ein Pferderennen „ohne Unglück“ noch Störung“ statt. Etwa 500 Zuschauer hatte der Fährpächter Kolz mit seinen Booten auf den Priwall gebracht.

1892
Im Herbst wurde an der engsten Stelle des Priwalls, dem „Hals“, ein Damm nördlich der Landstraße entdeckt, der 100m lang und 12 m breit war. Er bestand aus Seegras, das mit Sand beschwert war. An den Außenkanten zur See hin lagen größere Findlinge als Schutz vor dem Wellenschlag. Der Damm schloss einen in Folge einer Sturmflut 1286 entstandenen Durchbruch zwischen Ostsee und Pötenitzer Wiek. (siehe 1286). Der alte Damm wurde mit Sand überdeckt.

15.6. 1898
Ab diesem Tag bis zum 15.8. verkehrte zum ersten Mal die sogenannte „Norderfähre“ vom neuen Lotsenhafen am Leuchtturm aus zum Priwall. Dazu mussten neue Fährstege angelegt werden. Die Personen wurden mit einem Ruderboot übergesetzt. Erst 1912 wurde der Saisonbetrieb mit einem Motorboot aufgenommen.

1900
Die Badeanstalt auf dem Priwall wurde erneut in Richtung Mole verlegt.

1904
An der Rennbahn auf dem Priwall ließ der Lübeck-Travemünder Rennklub neue feste Zuschauertribünen aus Holz errichten.

Erstmalig ist ein Motorboot auf der Mittelfähre vom Kohlenhof auf dem Priwall zur Vorderreihe zum Hotel „Deutscher Kaiser“ eingesetzt worden.
1911 kam ein weiteres Boot dazu. Beide Boote wurden 1915 verkauft. Nach dem 1. Weltkrieg taten ab 1922 zwei offene Motorboote ihren Dienst an, die wiederum 1928 und 1933 durch Motorbarkassen ersetzt wurden.

1905
wurde der hölzerne Restaurationspavillon der Stadt auf dem Priwall abgebrochen und durch ein Restaurationszelt neben der Rennbahn ersetzt.
In diesem Jahr verlegte Schlichting seine Werft vom gegenüberliegenden Gelände an der Siechenbucht auf den Priwall, südlich des Fähranlegers. Die Werft vergrößerte sich im Laufe der Zeit.

1909
Nachdem ein erster Bebauungsplan für den Priwall verabschiedet worden ist, meldeten sich Kaufinteressenten für einige Grundstücke.
1909 kaufte als erster der Seemaschinist Heinrich Klatt eine Parzelle. 1911 waren es neun Käufer, darunter Charles Coleman, Chef des Lübecker General-Anzeigers (später LN), der einen Bauplatz zur Errichtung eines Ferienheimes an der Dassower Chaussee (später Mecklenburger Landstraße) im Juni erwarb.

1911
Der neue „Concour Hippique“ auf dem Leuchtenfeld war für Polo-Turniere zu klein. Der Lübeck-Travemünder Rennclub beantragte daher Ende 1910 die Anlage eines Poloplatzes auf dem Rennbahn-Gelände auf dem Priwall. Dazu musste Mutterboden für die Rasenanlage aufgetragen werden. Der Senat bewilligte die dazu benötigten Gelder, und der Poloplatz konnte angelegt werden.

Schlichting kauft das 6.470 qm große Grundstück, auf dem sich seine Werft befindet. Bisher war das Gelände von ihm von der Stadt gepachtet worden.

1912
durften auf dem Priwall zum ersten Mal private Strandkörbe aufgestellt werden. Zusätzlich entstanden privat sogenannte „Strandhütten“, die offiziell als „Unterstellhütten“ galten, da Wohnen und Übernachten auf dem Priwallstrand grundsätzlich verboten war.
Zum 1. Juni wurde rechtzeitig zum Beginn der Sommersaison ein Familienbad mit anschließendem Damen -und Herrenbad eröffnet, dass die primitive Vorgängeranlage ersetzte. Ein Bademeister und eine Bademeisterin übernahmen die Aufsicht. In der Badeanstalt konnten auch Badeanzüge und Badelaken ausgeliehen werden. Fa. Karstadt aus Lübeck lieferte Badelaken und Handtücher mit der eingewebten Beschriftung „ Badeanstalt Priwall“, die Fa. Müller aus Lübeck 241 gestreifte Badehosen und 63 blaue Badeanzüge. Der Priwall wurde als Badeort immer beliebter. 1913 erwies sich die Anlage als zu klein und musste noch einmal vergrößert werden.

24.7. 1912
Um 1910 vermehrten sich die Anfragen nach dem Erwerb von Bauland auf dem Priwall. Da weite Teile des Priwalls als hochwassergefährdet eingestuft wurden, kam es zunächst zu keinem Verkauf von Bauland. Erst nachdem die Erhöhung des Nehrungshalses als Schutz vor Überflutung erfolgt war, legte Baudirektor Baltzer im November 1911 einen Bebauungsplan vor. Dieser sah eine Siedlung an der mecklenburgischen Grenze mit Strandpromenade vor. Dieser Plan hatte jedoch keinen Erfolg, stattdessen wurde die Bebauung südlich der Mecklenburger Landstraße vorgesehen. Das Gesetz wurde am 24.7. 1912 verabschiedet. Auf den Parzellen durften nur freistehende Häuser mit einem Obergeschoss (Sommerhäuser) erbaut werden. Ein Vorgarten war Pflicht. Diese Villenkolonie entwickelte sich jedoch nicht befriedigend. Trotz Herstellung der Stromversorgung auf dem Priwall konnten bis 1920 nur acht Bauplätze verkauft werden. Die Lärmbelästigung des nahen Flughafens und der Flugzeug-Werke sowie der Schlichting-Werft ließen den Standort zunehmend unattraktiver werden.

1.11. 1912
Hans Böbs, Bootsbauer in Travemünde, gründete die Fa. Hans Böbs, Yacht- und Bootswerft und schloss am 21.11. einen Vertrag mit dem Senat. Er erwarb ein 4.500qm großes Grundstück direkt neben der Schlichting-Werft auf dem Priwall südlich der Hauptfähre, um dort seine neue Bootswerft, „ die hauptsächlich für den Bau und Ausbesserung von Fischerbooten und sonstigen kleineren Booten bestimmt ist“, anzulegen. Die Werft diente auch als Winterlager für Segelboote. In diesem Jahr war auf dem Priwall an der Trave - dies nun allerdings nur für die Villenbewohner- ein Yachthafen angelegt worden.

1.2. 1913
Der Senat stimmte der Vergrößerung der Damenabteilung der Badeanstalt auf dem Priwall um einen Anbau mit 16 Badekabinen zu. In der Saison 1913 wurden 22.000 Badegäste in der Badeanstalt gezählt.

6.10. 1913
Der Kriegerverein Travemünde stellt einen Antrag, einen 300m langen Schießstand auf dem Priwall zu bauen, um die „Wehrfähighaltung seiner Mitglieder zu ermöglichen und die Vorbereitung junger Männer zum Militärdienst hier ebenso wie an anderen Orten in Lübeck auch betreiben zu können“. Gegen den Priwall als Standort wurden vom Senat schwere Bedenken erhoben. Die Bewohner dort würden schon genügend durch die dortigen Jagdpächter bei ihren Jagden belästigt, außerdem wurde geplant, dort eine Flugzeugwerft und eine Fliegerschule zu bauen. Der Antrag wurde abgelehnt.

Der Lübecker Staat übernahm die große Priwallfähre auf eigene Rechnung. Die Mittel- und Norderfähre blieben verpachtet und verkehrten weiterhin nur in der Sommersaison.

28.2. 1914
Ein Vertrag zwischen dem Lübecker Finanzdepartement und der durch den Bauunternehmer Bernhard Meyer von den Deutschen Flugzeugwerken Leipzig neugegründeten „Flugzeugwerft Lübeck-Travemünde GmbH“ auf 5 Jahre leitete den Beginn der Fliegerei und den Bau eines Flughafens auf dem Priwall ein. Zuvor waren Sondierungen vorausgegangen, um einen für das Deutsche Reich geeigneten kombinierten Land- und Seeflugplatz an der Ostsee zu finden. Dem Priwall wurde aus geographischen Gründen der Vorzug gegenüber Warnemünde gegeben. Hier gab die optimale Landemöglichkeit für Wasserflugzeuge auf der genügend großen und mit fast immer ruhigem Wasser aufwartenden Pötenitzer Wiek den Ausschlag für den Zuschlag für Travemünde. Am 9.3. 1914 stimmte der Lübecker Senat dem Vertrag zu. Es entstanden zuerst drei hölzerne Montagehallen, in denen 18 Techniker arbeiteten.
Während des 1. Weltkrieges sind hier zahlreiche Militärflugzeuge gebaut worden. Neben der Flugzeugwerft wurde auch eine Fliegerschule eingerichtet, die am 1.8. 1914 mit ihrem Ausbildungsprogramm begann. Am Tag darauf beginnt der 1. Weltkrieg.

1914 standen neben den Gebäuden der Schlichting-Werft, der Flugzeug-Werft und der Rennbahn 19 Wohnhäuser auf dem Priwall. 1925 waren es bereits 28 (mit 37 Haushaltungen und 104 Einwohnern), 1930 dann 46, von denen allerdings nur 22 ganzjährig bewohnt waren. Den Abschluss der bereits 1914 bestehenden Häuser bildeten zwei Heime und ein Gasthof. Bereits um die Jahrhundertwende bestand der langgestreckte, zweistöckige mit Pappe flach gedeckte Bau des Vereins für Ferienkolonien, und zwar ein Kinderheim an der Ecke Mecklenburger Landstraße /Fliegerweg Nr. 36. Ein weiteres Heim, das Charles-Colemann Heim, ein Erholungsheim für seine Angestellten, bestand ebenfalls bereits vor dem Ersten Weltkrieg an der Meckl. Landstr. Nr. 42.
Das Haus, das wohl als erstes an der Mecklenburger Landstraße stand, war „Krügers Gasthof“, Mecklenburger Landstr.12. Dieser Gasthof war am Ende der 1880-er Jahre erbaut worden; der Bau war zweigeschossig, mit Veranda und Balkon.

2.8. 1914
Der 1. Weltkrieg begann mit dem Einmarsch deutscher Truppen in Luxemburg ohne vorherige Kriegserklärung.

Auf dem Priwall machten die Vogelschützer mobil und wiesen auf die vielen Nistplätze auf der Halbinsel hin. Sie protestierten gegen die Ausbaupläne für den Flughafen.
Mit der „Erich-Rumpler-Taube“ startet am 5.6. das erste Flugzeug vom Flugplatz Priwall zu einem Rundflug über das Ostseebad Travemünde.

Seit Januar 1913 liefen die Verhandlungen zur Anschaffung einer neuen leistungsstärkeren Priwall-Fähre, die auch die Caspar-Werke für ihre vielen Mitarbeiter forderten, die zum Dienstantritt vom Festland auf den Priwall über die Trave übersetzen mussten. Das Übersetzen erfolgte immer noch im Handbetrieb und dauerte 15-20 Minuten, je nach den Strömungsverhältnissen. Eine Kommission von Fachleuten schlug die Anschaffung einer Motorkettenfähre vor, die mit Rohöl betrieben werden konnte. Der Senat bewilligte die Gelder, so dass die neue, 21m lange, 7m breite Fähre mit zwei Motoren je 8 PS am 4.7. in Betrieb genommen werden konnte. Die Baubehörde Lübecks wurde als Betreiber bestimmt. Dieser Kettenfährprahm war bis 1934 im Dienst und wurde danach durch ein neueres Gefährt ersetzt, das bis 1943 fuhr.

1915
Der Priwall wurde in diesem Jahr weiter zu einem Flughafen mit Flugzeugwerft ausgebaut.

1916
lag das am 28.4. 1916 in Dienst genommene Lazarettschiff „Stuttgart“ in Travemünde am Priwall vor Anker.

In diesem Jahr wurde - offenbar allen Villenkolonieplänen zum Trotz – einigen Fischern aus Travemünde die Aufstellung eines Lohkessels in der Nähe des Teer- und Lohkessels der Fischereigenossenschaft gestattet; dieser lag auf dem Kohlenhof an der Mittelfähre.

1918
Nach der Verlegung der Schlichting-Werft und der Anlage der Böbs-Werft wurde in diesem Jahr eine dritte große Fläche auf dem Priwall zur gewerblichen Nutzung vergeben: eine ca. 3.000 qm große Fläche für die Bergungsreederei Drägerwerk, gelegen zwischen der Haupt- und der Mittelfähre. Dabei gab es Streitigkeiten mit den Travemünder Fischern, die auf der vergebenen Fläche Trockenplätze für ihre Netze hatten.
1922 wurde durch eine Kommission festgestellt, dass noch genügend Platz für das Trocknen der Netze zwischen den beiden Fähren bestand, und der Streit wurde beigelegt.

1919
Die Priwallbewohner forderten den Anschluss an das Elektrizitätsnetz, das die Flugzeugwerke versorgte. Um auch dem enorm gestiegenen Elektrizitätsverbrauch der Flugzeugwerke gerecht zu werden, ließ die Betriebsbehörde für die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke Lübeck und Travemünde einen Verteiler bauen, der an das Grevesmühlener Leitungsnetz angeschlossen wurde.
Im Verlauf des Jahres 1920 wurde eine an der Mecklenburger Landstraße entlangführende Freileitung errichtet und die Häuser daran angeschlossen.

1919/1920
Die Pläne für den Neubau einer größeren Badeanstalt auf dem Priwall scheiterten an den zu hohen Kosten.

1920
geriet nach dem Ende des 1. Weltkrieges der Ausbau von Travemünde ins Stocken. Bauplätze standen genügend zur Verfügung, aber das Geld zum Bauen fehlte. Auf dem Priwall gab es 7 Bauplätze an der Mecklenburger Landstraße. Für die Halbinsel gab es Pläne, bis zur Landesgrenze 60-70 weitere Parzellen sowie 31 Parzellen hinter der Rennbahn anzulegen. Baudirektor Baltzer legte am 21.6. einen dritten Bebauungsplan für Travemünde und den Priwall vor.

8.4. 1920
Die Flugzeugwerft auf dem Priwall wurde nach dem Namen des neuen Besitzers Karl Caspar in „ Caspar-Werke GmbH“ umgetauft. Nach Inkrafttreten des Versailler Vertrages nach dem verlorenen 1. Weltkrieg stellte man nach außen hin offiziell Möbel und Haushaltsgeräte her, fertigte aber insgeheim weiter Flugzeug-Bauteile an, die nach Schweden exportiert und dort zu kompletten Flugzeugen zusammengesetzt wurden.

1921
Nach dem Krieg änderten sich die Badegewohnheiten vor allem der jüngeren Gäste. Sonnenbäder und Freibaden vom Strand aus wurden trotz Verbot immer beliebter. Die traditionell abgeschottete Herren- und Damenbadeanstalt galt als äußerst unmodern. Die Kurverwaltung stellte diesen Trend in einem Bericht an den Senat fest: „ Mit den Badeverhältnissen in Travemünde und besonders auf dem Priwall ist es übel bestellt. Die große geräumige Badeanstalt am Hauptstrand an der Strandpromenade mit ihren vielen Einzel-Umkleidekabinen wird leider nur sehr wenig benutzt, weil dort keine Gelegenheit gegeben ist, auch Luft- und Sonnenbäder zu nehmen. Der Hauptstrom der Badenden geht deshalb zum Priwall. Diese Anstalt ist aber räumlich sehr beschränkt. Im dortigen Herrenbad sind 8 Umkleidekabinen und 110 Schränke vorhanden, im Damenbad stehen 10 Kabinen und 80 Schränke zur Verfügung. Bei gutem Wetter baden dort aber weit über 500 Personen. Man forderte nun dringlich die Einrichtung einer größeren Badeanstalt auf dem Priwall mit Flächen zum Sonnenbaden, „ 20 m rechts und links am Strand“. Ganz dem zukünftigen Trend öffnen wollte die Obrigkeit sich dann doch nicht: „ Das Freibaden außerhalb der Anstalt hat auf dem Priwall in den letzten Jahren einen bedenklichen Umfang angenommen. Schon aus sittlichen Rücksichten muss alles nur Erdenkliche getan werden, um das Freibaden soweit als möglich zu verhindern“. Der Senat beschloss am 16.3.1921 auf dem Priwall und auch auf dem Festland ein Luft- und Sonnenbad einzurichten, sowie die Erweiterung der Priwall-Badeanstalt nach Plänen von Wasserbaudirektor Leichtweiß. Dieser sollte die notwendigen Arbeiten möglichst vor Saisonbeginn fertig haben.

6.9. 1921
Auf Anregung einiger Herren aus Hamburg gründete man in Travemünde den Lübeck-Travemünder Golf-Klub. Der Lübecker Senator Friedrich Ewers wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der neue Verein wollte auf dem Gelände des Rennklubs auf dem Priwall einen Golfplatz einrichten. Dem Plan wurde vom Senat zugestimmt. Die Anlage des 6-Löcher-Platzes bereitete aber wegen des sandigen Untergrunds große Probleme; so konnte die Anlage erst Anfang 1922 eröffnet werden. Aber das junge Unternehmen stand wegen der Inflationszeit unter einem ungünstigen Stern: am 5.3.1923 wurde der Spielbetrieb auf Grund der zu hohen Kosten eingestellt.

1921
Schlichting erwarb weiteres Land vom Senat, um seine Werft zu vergrößern.

Die Hansestadt Lübeck vermietete dem Verein der Naturfreunde zum Bau eines Vereinsheims ein 3.755 qm großes Gelände für 100 Mark pro Jahr an der Pötenitzer Wiek in unmittelbarer Nähe zur Mecklenburgischen Grenze. Das dort erstellte Heim im Fachwerkhaus-Stil diente als Unterkunft für Arbeiterfamilien, die hier günstig Urlaub mit Frau und Kindern machen konnten.

1922
brannten auf der Böbs-Werft ein großer Schuppen mit wertvollem Material, Ausrüstungs-gegenständen sowie eine große Zahl von Jachten durch Brandstiftung ab.

Am 22.7. tritt eine neue Badeverordnung für den Priwall in Kraft. Das Baden war nun von der alten, nun völlig unzureichenden Badeanstalt bis zur Mecklenburgischen Grenze erlaubt. Zusätzlich wurden zwei Bedürfnisanstalten unmittelbar am Strand erbaut.

16.9. 1923
Ein „Groß-Flugtag“ auf dem Flugplatz Travemünde-Priwall lockte zahlreiche Besucher aus nah und fern in das Seebad. Rundflüge konnten vom Priwall aus gebucht werden. Nachmittags konnten die Gäste Fallschirmspringer beim Ausüben ihres Sportes erleben, Flugzeuge konnten aus nächster Nähe in Augenschein genommen werden. Sturzflüge, Loopings, Ziellandungen und Turnen am Trapez unter Flugzeugen, in der Luft unterwegs mit über 125 Std.Km , begeisterten das Publikum. An den öffentlichen Schautag schloss sich die Norddeutsche Segelflugwoche an, an der über 60 Segelflugzeuge teilnahmen.

1924
erfolgte auf einen Antrag der Priwallbewohner hin eine Beleuchtung der Mecklenburger Landstraße.

Im gleichen Jahr kam mit dem Restaurant „Strandperle“ ein zweiter gastronomischer Betrieb mit Halle auf dem Priwall dazu, der schon drei Jahre später erweitert werden musste.

1924 / 25
Das an der Pötenitzer Wiek erbaute Heim des Touristenvereins „ Naturfreunde Lübeck“ wurde bis zum Beginn des Nazi-Regimes vom Verein genutzt. Als die „Naturfreunde-Bewegung“ in den 30-er Jahren durch die Nazis verboten wurde, übernahm die Hitlerjugend das Heim. Das Haus wurde nach 1945 abgerissen.

1925
Die Hansestadt Lübeck richtete auf dem Priwall eine Jugendherberge am Fliegerweg ein, die von einem Lehrerehepaar geleitet wurde. Das Gebäude wurde nach dem 2. Weltkrieg verkauft. ( Grundstück Grommelt u. Reiterhof )

19.4. 1926
Die Eröffnung der Fluglinie Berlin-Lübeck/Travemünde-Kopenhagen-Malmö durch die am 6.1. 1926 gegründete Deutsche Lufthansa band den Flugplatz auf dem Priwall in den internationalen Flugverkehr ein. Ein hölzernes Abfertigungsgebäude mit Wartehalle und Schalter sowie kleinem Restaurant gehörte zu den ersten seiner Art in Deutschland.

1926 – 1928
Der Priwall-Flughafen wurde kontinuierlich weiter zu einem kombinierten See- und Landflughafen ausgebaut, einer Einmaligkeit in Europa. Auftraggeber waren die Hanseatische Flughafengesellschaft m.b.H, hinter der die beiden Hansestädte Lübeck und Hamburg, sowie das Deutsche Reich anteilsmäßig standen. Die Kosten für den Bau des Flugplatzes trug zur Hälfte die Hansestadt Lübeck. Um ein ausreichendes Flugfeld von mindestens 1.000m Durchmesser zu erhalten, mussten umfangreiche Aufspülungen vorgenommen werden. Die Sandmassen stammten von den Ausbaggerungsarbeiten für die Trave-Fahrrinne. Um das nur 1m hohe Gelände des geplanten Flugplatzes vor Hochwasser zu schützen, musste zusätzlich ein 1m hoher sogenannter Sommerdeich am Südufer angelegt werden.

6.8. 1927
Der Hanseatische Flughafen Lübeck-Travemünde konnte in Anwesenheit von drei schwedischen Militärflugzeugen und dem Dornier-Riesen-Wasserflugzeug „Super-Val“ eingeweiht werden. Am 15.11. 1927 wurde der regelmäßige Flugverkehr aufgenommen. Die Flender-Werft aus Lübeck lieferte für Reparaturarbeiten das erste Schwimmdock der Welt für Wasserflugzeuge, das durch den „Super-Val“ am 2.11. in Betrieb genommen wurde. Durch ihr fast immer ruhiges und genügend großes und tiefes Wasser bot die Pötenitzer Wiek eine ideale Fläche zum Landen von Wasserflugzeugen.

15.12. 1927
Der neu erbaute, einstöckige Empfangspavillon auf dem Flugplatz brannte nachts um 21 Uhr völlig ab. Sofort wurde mit einem massiven Neubau aus Stein begonnen, der im Frühjahr 1928 fertig war.

März 1928
Rechtzeitig zum Beginn der neuen Flugsaison konnte nach einem Jahr Bauzeit die stützenfreie Flugzeughalle mit imponierenden Ausmaßen vollendet werden. Sie war die größte Flugzeugbergungshalle für Seeflugzeuge in Deutschland mit ihren Ausmaßen von 60m Breite, 60m Länge und 18m Höhe.
23.4. 1928
Mit der Eröffnung der Flugsaison in diesem Jahr richtete die Lufthansa sechs Hauptflugverkehrslinien ein. Travemünde war nun per Flugzeug mit Berlin, Kopenhagen, Göteborg, Oslo, Stockholm Hannover, Düsseldorf, Hamburg, Bremen und im Sommer sogar mit Westerland auf Sylt verbunden.

1928
Das Baden vom Strandkorb aus wird vom Lübecker Senat am Kurstrand und auf dem Priwall offiziell erlaubt.

Für die Familien der Mitarbeiter der ab 1929 tätigen Flug-Erprobungsstelle auf dem Priwall musste neues Bauland für den Bau von Mehrfamilienhäusern erschlossen werden. Die hierfür vorgesehenen Grundstücke an der Strecke der Eisenbahn nach Niendorf zwischen Fehlingstraße, Steenkamp und der Straße Am Fahrenberg kaufte die Stadt von Privat an, nach Zustimmung der Bürgerschaft vom 16.7. 1928.

1928/ 1929
Im Winter war es so kalt, dass sich Packeis bildete, die Trave zufror, und die Travemünder zu Fuß vom Festland zum Priwall wandern konnten.

4./5.5. 1928
Ein Fußball-Turnier auf dem Rasen der Priwall - Rennbahn erfreute Tausende von Besuchern. Neben Werder Bremen und Borussia Mönchen -Gladbach trat u. a. auch der L.B.V Phoenix aus Lübeck an.

1929
Die „Erprobungsstelle für Seeflugzeuge des Reichsverbandes der Deutschen Luftfahrtindustrie (RDL), kurz E-Stelle genannt, nahm ihre Tätigkeit auf dem Gelände der Caspar-Werke auf. Die Caspar-Werke waren aufgelöst und das gesamte Vermögen dem Reichsfinanzministerium übertragen worden. Von der E-Stelle wurden alle Neuentwicklungen der großen deutschen Flugzeugwerke für Wasserflugzeuge wie Dornier, Heinkel, Junkers, Rohrbach und Arado erprobt, sowie die Verbesserungen von Start- und Rettungsmöglichkeiten getestet. Hier war auch der Lloyd-Dampfer „Westfalen“ stationiert und wurde für seinen Einsatz als schwimmende Auftankstation im Südatlantik für die ersten Schwimmflugzeuge erprobt, die Flugpost von Deutschland nach Südamerika befördern sollten.

6.7. 1930
Der „1. Hanseatische Seeflugtag Travemünde“ auf dem Priwall war einer der Höhepunkte der Badesaison 1930. Für 9 Reichsmark pro Person konnte Gäste an ½ stündigen Rundflügen über die Lübecker Bucht teilnehmen.

14.5. 1931
Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ unter der persönlichen Führung von Dr. Eckener nebst Graf Zeppelin selbst, besuchte Lübeck und Travemünde zur Eröffnung des „Ostsee-Jahres“. Von Travemünde aus trat das Luftschiff seine Fahrt über die Ostsee nach Dänemark an, von der es am Abend nach Travemünde zurückkehrte, um von dort aus am nächsten Tag nach Friedrichshafen, seinem Stamm-Liegeplatz am Bodensee, zurückzukehren.

4./5.7. 1931
Der 2. und letzte „Hanseatische Seeflugtag“ fand auf dem Flugplatzgelände des Priwalls statt. Alfred Mahlau entwarf dazu ein Plakat.

6.12. 1931
verunglückte der 29 jährige Travemünder Testpilot Karl Wiborg bei einem Testflug über dem Priwall tödlich. Beim Landeanflug stürzte er mit seiner Maschine in eine Flugzeughalle. Wiborg flog einen Zweisitzer-Zweischwimmer-Doppeldecker von Heinkel neuester Konstruktion, der auf dem Priwall erprobt werden sollte. Dies war der erste tödliche Unfall seit Bestehens des Hanseatischen Seeflughafens Travemünde.

21.7. 1931
Das größte Seeflugzeug der Welt, die 1929 entwickelte Dornier „DO X“ traf am 21.7. nachmittags in Travemünde ein und landete um 15.30 Uhr auf der Pötenitzer Wiek. Die „DO X“ wurde vom Lübecker Bürgermeister begrüßt und mit einem abendlichen Empfang mit „Buntem Programm“ im Spiegelsaal des Kurhaus-Hotels geehrt.

1932
Die Aufstellung von festen, leicht zerlegbaren Wochenendhäusern aus Holz ist erstmals auf dem Priwall gestattet worden. Vorwiegend waren es Handwerker, Facharbeiter und kleine Gewerbetreibende, die sich ein Wochenendhäuschen zulegten.

6.11. 1933
Auf dem Flug von Danzig nach Kiel zu einer Wahlkampfrede in der Ostsee-Halle, musste die Militärmaschine von Hitler mit dem Führer an Bord auf dem Travemünder Flugplatz zwischenlanden. Ein aufkommender Orkan zwang den Führer zu dieser quasi Notlandung. Bei seiner Ankunft auf dem Travemünder Flughafen stand schon seine gepanzerte Mercedes-Limousine bereit, die ihn umgehend in die Ostsee-Halle nach Kiel brachte, wo bereits 20.000 ungeduldige Fans auf den Führer warteten.

1934
Neben Segelyachten, Rettungs- und Fischerbooten entstanden ab 1934 auf der Schlichting-Werft für die Reichsmarine 17 Räumboote, 11 Torpedofangboote, 37 Fluchtsicherungsboote und 54 Schnellboote.

In diesem Jahr wurde ein neues Trinkwasser-Pumpwerk mit zwei Tiefbrunnen für den zunehmenden Bedarf Wasserbedarf der industriellen Anlagen auf dem Priwall gebaut. Bis dahin gab es nur die Wasserversorgung durch Hausbrunnen.

Am 14.6. wurde der zivile Flugverkehr auf dem Priwall eingestellt. Der Flugplatz ist danach bis 1945 ausschließlich militärisch genutzt worden.

1935
Auf Grund der allgemeinen Aufrüstung in Deutschland und der zunehmend militärisch ausgerichteten Forschungen in der E-Stelle unter Aufsicht des Reichsluftfahrtministeriums entstanden zahlreiche Neubauten. Neben Flugzeughallen,Werkstätten und Barackenlagern sind auch Kasernen an der Mecklenburger Landstraße für die Soldaten der Seeflieger-ausbildungsschule gebaut worden. Die Beschäftigungszahlen stiegen rasant an. 1939 gab es in der E-Stelle 1.200, im Luftwaffenzeugamt im nahen Mecklenburg 1.400 und bei der Lufthansa auf dem Priwall 150 Mitarbeiter.
Die Pötenitzer Wiek wurde nach Errichtung des Seeflughafens für die Fischer gesperrt. 22 von 35 Travemünder Fischern verkauften daraufhin dem Deutschen Reich ihre Fischereirechte auf Rentenbasis, oder ließen sich in bar auszahlen.

1937
Das Zelten auf dem Priwall und die Errichtung von leichten Holzhäusern auf dem Priwall wurde immer beliebter. Schließlich musste die Hansestadt genaue „Bestimmungen für die Aufstellung von Holzhäusern und Zelten in der „Zeltstadt“ auf dem Priwall erlassen. Die Kurverwaltung wies die Plätze an. Gegen Zahlung einer jährlichen Gebühr konnte man vom 1.4. bis 30.9. in seinem Zelt oder Holzhäuschen wohnen. Im Winter überwachte und bewachte ein Wächter der Kurverwaltung die Behausungen, um herbst- und winterliches Bewohnen der Holzhäuser wegen Brandgefahr beim Heizen mit Öfen zu unterbinden.
1931 = 180 Wochenendhäuser
1963 = 375 Wochenendhäuser
2005 = 438 Wochenendhäuser

4.9. 1939
Ein Standortbefehl des Seeflug-Horstkommandanten Oberst Witte unmittelbar nach Ausbruch des 2. Weltkrieges vom 3.9. lautete: „ Es ist bekanntzugeben, dass ab morgen, 4.9., 10 Uhr, der Priwall einschließlich Zeltstadt von allen Nichtangehörigen der Wehrmacht zu räumen ist. Ausgenommen sind die Familien aller Wehrmachtsangehörigen einschl. der Angestellten und Arbeiter der Wehrmacht. Weiterhin wurde der Betrieb der Mittel- und Norderfähre eingestellt, der Durchgangsverkehr gesperrt und eine Personenkontrolle eingeführt. Der Strand, die Zelt-stadt und die Ferienhäuser konnten somit während des 2. Weltkrieges nicht mehr aufgesucht werden.
Mit Kriegsbeginn und dem weiteren Ausbau der Erprobungsstelle/ Luftwaffenzeugamt Priwall entstehen auf dem Priwall Baracken für Kriegsgefangene und Fremdarbeiter, im Bereich des heutigen Kohlenhofes und im Bereich des jetzigen Großparkplatzes des „Vereins der Wochenendhausbesitzer „ an der Pötenitzer Wiek. Insgesamt waren während des Krieges bis zu 800 Kriegsgefangene und Fremdarbeiter in den Baracken untergebracht.

Die Gefangenen kamen aus Lettland, Niederlanden, Polen, Jugoslawien und aus der Ukraine. Die Toten wurden auf dem Friedhof auf der Travemünder Seite bestattet.

1942
Im Frühjahr wurde auf dem Priwall zwischen Kohlenhof und Südermole ein U-Boothafen angelegt (heutiger Liegeplatz der PASSAT und Priwall- Marina). Um das Hafenbecken herum entstanden Backsteinhallen für Montage - und Lagerzwecke.

1943
Die Kettenfähre zum Priwall wurde durch die freifahrende, mit Propeller angetriebene Fähre, HANS WESTPHAL ersetzt, die die Luftwaffe auf dem Priwall zum Transport von Schwergerät und Schwerlasten benötigte. Sogar Eisenbahnwaggons und Lasten bis zu 75 Tonnen konnten damit transportiert werden. Diese in der Unterhaltung zu teure Fähre verkaufte die HL 1951 nach Göteborg und setzte bereits ab 1948 wieder eine Kettenfähre ein.

1943 / 45
Vom Nordwestdeutschen Kraftwerk in Siems wurde eine 30.000 Volt- Einspeiseleitung nach Travemünde gelegt und ein Umspannwerk am Mühlenberg/Gneversdorfer Weg errichtet. Drei neue 6.000 Volt- Unterwasser-Flusskabel lieferten danach Strom auf den Priwall.

April 1945
Es erfolgten mehrere Luftangriffe auf Travemünde. Ziel war der U-Boothafen und der Flugplatz auf dem Priwall. Im U-Boothafen wurde am 8.4. das U-Boot-Begleitschiff WILHELM BAUER getroffen und versenkt. Dabei kamen 1 Marinesoldat und 17 italienische Militärinternierte ums Leben. Am 23./24.4. fiel bei einem weiteren Bombenangriff eine Bombe in die 1939 erbaute neue Handelsbank-Filiale in der Vorderreihe, detonierte aber Gottseidank nicht. Der Blindgänger konnte entschärft, die Bank aber erst 1942 wieder bezogen werden.

2.5. 1945
Ab 14 Uhr wurden Lübeck, später auch Travemünde und der Priwall von englischen Besatzungstruppen besetzt. Auf dem Fährplatz vor der Vogtei an der Priwallfähre versammelten sich über 10.000 deutsche Wehrmachtsangehörige, die es in letzter Minute geschafft hatten, sich vor den heranrückenden Sowjettruppen nach Travemünde zu retten, die dann von amerikanischen und englischen Soldaten gefangengenommen wurden. Von Travemünde aus wurden die deutschen Kriegsgefangenen dann in die Gefangenenlager in ganz Norddeutschland weitergeleitet. Schon wenige Tage darauf begannen die britischen Besatzer mit der Demontage der militärischen Anlagen, der Flughafengebäude und der E-Stelle auf dem Priwall. Bis 1947 wurden der größte Teil der Gebäude und die Flughafenanlagen gesprengt.

3.5 1945
Britische Bomber der 84. Gruppe der RAF griffen die in der Lübecker Bucht vor Neustadt liegenden, mit Häftlingen der KZs Stutthoff und Neuengamme überfüllten Schiffe CAP ARCONA, DEUTSCHLAND und ATHEN an. Die Schiffe kenterten und über 7.000 hilflose Menschen fanden den Tod. Viele Tote wurden dabei auch am Priwallstrand angetrieben, wie Einwohner vom Priwall berichteten.

Mai 1945
Auf dem Priwall trafen immer mehr Flüchtlinge ein, die sich vor den heranrückenden Sowjettruppen retten konnten. Da der Fährbetrieb eingestellt worden war, mussten Tausende auf primitive Weise im Freien auf dem Priwallstrand campieren. Die in den Wehrmachtsbaracken auf der Halbinsel untergebrachten jugoslawischen Fremdarbeiter holzten den dortigen Baumbestand in großem Umfange ab und verkauften das Holz an die Flüchtlinge. Weihnachten 45 zündeten die Jugoslawen eine Baracke und mehrere Wochenendhäuser an. Die Grenze nach Mecklenburg wurde schließlich von den sowjetischen Besatzern abgeriegelt und blieb bis 1989 geschlossen.

Nach der Kapitulation wurden die nicht zerstörten Betriebe (Werften), die für die Kriegsproduktion eingesetzt waren, von den britischen Besatzern beschlagnahmt. Für die Reparatur englischer Marinefahrzeuge gaben die Engländer die Fa. Hagelstein auf dem Baggersand sowie die Schlichting-Werft auf dem Priwall relativ schnell wieder frei. Letztere baute bis kurz nach 1948 deutsche Marineschiffe zu KFK-Kuttern von 21 – 23 m Länge um.

Das an der Vorderreihe liegende Marinewohnschiff KNURRHAHN diente zunächst als Quartier für Heimatvertriebene und wurde dann zum ersten zivilen Krankenhaus für Travemünde eingerichtet. Da die englischen Besatzer das Schiff für eigene Belange einforderten, verlegte man Ende 1945 das „schwimmende Krankenhaus“ in das Kurgartenhaus am Lotsenberg. Dort konnten bis zu 90 Patienten stationär versorgt werden.
1947 übernahm die Hansestadt Lübeck das Krankenhaus, 1948 erfolgte dann der Umzug in die ehemaligen Kasernen auf dem Priwall.

1945/46
Aus dem im Travemünder Hafen auf Grund liegenden Motorschiff DEUTSCHLAND konnten eine Menge Lebensmittel geborgen werden, die das Ernährungsamt unter der hungernden Bevölkerung im Ort und auf dem Priwall verteiltet.

August 1946
Die englische Militärregierung führte bei allen Einwohnern Travemündes auf dem Festland und auf dem Priwall Hausdurchsuchungen durch, bei denen nach Wehrmachtseigentum wie Waffen, Uniformen etc. gesucht wurde, „ wobei etliche Einwohner“ zur Rechenschaft gezogen wurden.

Winter 1946/47
Der ungewöhnlich lange und strenge Winter vergrößerte die Not in Travemünde und auf dem Priwall enorm. Am 16.3. 1947 fror die Trave zu, sodass auch der Fährverkehr eingestellt werden musste, und der Priwall vom Festland abgeschnitten war. Die Travemünder Fischer konnten erst Anfang April 1947 wieder zu ihren Fanggründen in der Lübecker Bucht und bei Fehmarn auslaufen.

1948
Der aus Ostpreußen vom Gut Brückendorf stammende Pferdezüchter Karl Friedrich Grommelt pachtete auf dem Priwall ein Stück Land vom Bundesvermögensstelle, baute dort mit den Trakehnerpferden, die er vor den heranrückenden Sowjettruppen aus Trakehnen nach Travemünde hatte retten können, eine Trakehnerzucht auf und baute einen Reiterhof auf. Die frühere Waffenmeisterei des Fliegerhorstes und die ehemalige Jugendherberge am Fliegerweg 11 baute er zu einem Wohnhaus mit Ställen um. Ende März 1995 wurde das große Grundstück nach Ablauf des Pachtvertrages und dem Tod von K.F. Grommelt von der Travemünder Familie Matzen erworben, die den idyllisch gelegenen Reiterhof von Grund auf renovierte, modernisierte, mit modernen Appartements für Reiterferien ausstattete und mit großem Erfolg weiterführte.

16.11. 1948
Die Besetzung des Priwalls durch die Engländer wurde im Frühjahr beendet und die Luftwaffen-Kasernen an der Mecklenburger Landstraße Nr. 49-59 wurden nach langen Verhandlungen von den Besatzern geräumt, damit die Gebäude zu einem Krankenhaus umgebaut werden konnten. Von September bis November 48 wurden die Verwundeten und Kranken aus den noch bestehenden Hilfskrankenhäusern aus Travemünde und dem Lübecker Raum hierher verlegt. Am 16.11. wurde das Priwall-Krankenhaus offiziell mit dem Haus III eröffnet. Es gab 63 Betten im Parterre und 58 Betten im 1. Stock, dazu eine Röntgenabteilung und eine Entbindungsstation. In den übrigen Häusern wurden ein Altersheim und ein Kinderheim mit je 240 Betten, sowie ein Mütter- und Säuglingsheim mit 80 Betten untergebracht. Ende 1949 ließ der Strom der Heimkehrer aus russischer Kriegsgefangen-schaft nach, so dass das Krankenhaus um 120 Betten zugunsten des Altersheims verkleinert werden konnte. Später erfolgte die Verlegung des Mütter- und Säuglingsheims nach Lübeck (Krankenhaus Ost) und das Kinderheim wurde aufgelöst.

1949
wurde in einem ehemaligen Wehrmachtsgebäude im Pötenitzer Weg eine Zweigstelle der Stadtschule eine Schule mit 6 Volksschulklassen auf dem Priwall eingerichtet, in der der Unterricht vorwiegend für 6-10 jährige Flüchtlingskinder stattfand.

Im gleichen Jahr gründeten das Ehepaar Hans und Gerda Lempe auf dem Priwall eine Jugendherberge mit Zeltunterkünften. Daraus ging 1953 die Trägerschaft „Gesellschaft für Jugendpflege und Jugendförderung Lübeck e.V.“ hervor, die die Einrichtung und den Betrieb als „Jugend-Freizeitstätte Priwall“ unter Leitung von Ehepaar Lempe betrieb. Bis Ende der 50-er Jahre nutzte man alte Wehrmachtszelte, die dann von sogenannten Hauszelten mit festen Fußböden abgelöst wurden. 1952 entstanden in festen Gebäuden 2 Toilettenanlagen und 1958 ein Toiletten- und Waschgebäude sowie ein Wärterhäuschen. 1961 kam dann das große Haupthaus mit Schlafsälen; Speise- und Aufenthaltsräumen dazu.

Die Priwall-Wochenendhaus-Siedlung wurde wieder ihrer Zweckbestimmung zugeführt. Eine Reihe von Häuschen dienten als Notunterkünfte für Flüchtlinge.

3.7. – 7.7. 1949
Zur 1. Travemünder Woche nach dem Krieg waren 150 Jachten am Start. Am 5.7. kenterten bei einer Regatta infolge einer Gewitterbö um 13 Uhr etliche Boote. Sieben Jollen trieben ans sowjetisch besetzte Ufer ab, direkt hinter der Grenze auf dem Priwall. 5 Boote konnten, bedrängt durch Vopos, nach der Bö wieder vom Ufer ablegen und sich paddelnd zur Trave retten. 2 „Piraten“, 1 Kieler und 1 Hamburger Boot, wurden jedoch von der Volkspolizei festgenommen, ihre Boote an Land gezogen und nach Rostock abtransportiert. Alles dies geschah unter den Augen von vielen Schaulustigen auf der Westseite des Priwalls, die sich das Spektakel nahe der Kette der Demarkationslinie nicht entgehen lassen wollten.
Nach endlosen Verhören wurden die Segler dann nach 2 Tagen aus DDR-Haft entlassen und ihre Boote erst nach längerer Zeit und Zahlung einer Strafgebühr völlig ausgeräubert zurückgegeben.

Die Wasserwacht des „Deutschen Roten Kreuzes „ ist auf dem Priwall stationiert, in den Jahren 1953 und 1961 wird der jetzige Wachturm errichtet bzw. der Anbau erstellt. In den Jahren 73/75 wird der hölzerne Miniturm durch den Betonturm ersetzt.

1950
gründete sich der „Verein der Priwall- Wochenendhausbesitzer e.V. “, der die Interessen der Mitglieder gegenüber der Stadt vertreten sollte. Die Siedlung galt zu der Zeit als wild gewachsen und illegal. Aus feuerpolizeilichen und gesundheitsbedenklichen Überlegungen heraus überlegte die Stadt, ob die Siedlung komplett abgerissen und neu gebaut oder weiter geduldet werden sollte. Unter massiven Protest der Priwallianer und mangels vorhandener Entwicklungspläne wurde der „Status quo“ beibehalten bzw. die bestehende Pacht um jeweils 10 Jahre verlängert. Schließlich verzichtete die Stadt auf weitere Maßnahmen und förderte den infrastrukturellen Ausbau in Bezug auf Elektrizität, Wasser- und Abwasserleitungen.

Im gleichen Jahr gründete sich der Verein der „Naturfreunde Lübeck e.V.“ neu, und noch im gleichen Jahr wurde im Mai das neue „Haus der Naturfreunde“ eingeweiht. Noch heute steht es an der Meckl. Landstr. Nr. 128 und wurde in Eigenarbeit des Vereins ständig modernisiert und den heutigen Verhältnissen und Bedürfnissen angepasst.

29.12. 1950
Die 100 m lange Karosseriehalle der Schlichting-Werft brannte ab. Einen Teil des Betriebes hatte man nach 1945 aus Mangel an Aufträgen für Schiffsneubauten auf den Karosseriebau umgestellt. Nach dem Brand wurde dieser Produktionszweig eingestellt. Die Geschäftsleitung konzentrierte sich ab jetzt ausschließlich auf den Schiffbau und begann mit dem Aufbau der Stahlschiffbau-Produktion.

1951
Auf dem Priwall in der Wiekstraße wurde die Landesberufsschule eingerichtet mit Fachklassen für sogenannte Splitterberufe (Berufe mit zu geringer Lehrlingszahl, die keine eigenen Fachklassen in Kreis- und Stadtberufsschulen bilden konnten). Dazu gab es eine Gewerbeschulklasse für Schwerbeschädigte zur Umschulung auf das Metallgewerbe. Später kamen Umschulungsmaßnahmen für körperbehinderte Erwachsene und eine überbetriebliche Lehrlingsausbildung dazu.
Heute verfügt die Berufsbildungsstätte Priwall der Handwerkskammer Lübeck über 446 Werkstattplätze sowie 162 Theorieplätze in 35 Werkstätten. Die Landesberufsschule verfügt über 336-Klassen-, 104 Labor- und 186 Werkstattplätze. Für auswärtige Lehrgangsteilnehmer stehen 430 Internatsplätze zur Verfügung. Die Speisesäle umfassen 250 Plätze. Unterricht und Ausbildung umfassen folgende Sparten:
Lehrlingsunterweisung in folgenden Handwerksberufen:
Metall- Elektro- Installateur- und Heizungsbau, Kfz, Nahrungsmittel, Glaser, Bootsbauer, Segelmacher, Augenoptiker, Schuhmacher, Kfz- Mechatroniker.
Überregionales Kompetenzzentrum für maritime Aus-Fort und Weiterbildung sowie für Kfz-Diagnose, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.
Träger von Bildungsmaßnahmen der Bundesarbeitsagentur in den Sparten: Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Berufsausbildung von benachteiligten Jugendlichen, Anpassungsfortbildung für arbeitslose Fachkräfte sowie Aktivierung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen.
Anbieter von Fortbildungs- und Vorbereitungslehrgängen zur Meisterprüfung in den o.a. Ausbildungsberufen.
Der Bau- und Ausbau, die Ausstattung sowie die Modernisierung der Berufsbildungsstätte werden aus Mitteln des Landes, des Bundes und der EU gefördert.

10.6. 1951
Die beiden Viermastbarken PASSAT und PAMIR lagen für ein paar Tage im Travemünder Hafen. Sie wurden vom Lübecker Reeder Schliewen von dem finnischen Reeder Gustav Eriksson erworben und so vor dem Abwracken gerettet. Anschließend wurden sie auf der Howaldts-Werft in Kiel zu frachttragenden Ausbildungsschiffen umgebaut.

5.5. 1952
In dem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Fliegerhorstes auf dem Priwall neben der Landesberufsschule richtete das Land Schleswig-Holstein die „Landesausbildungsstätte Priwall für seemännischen Nachwuchs“ (kurz: „Schiffsjungenschule“) ein. In dem angeschlossenen Internat konnten 90 Jungen in drei Lehrgängen untergebracht werden. Monatlich verließen so 30 Jungen die Schule, heuerten auf Schiffen an und begannen so als geprüfte Schiffsjungen ihren seemännischen Werdegang. Ab dem 15.4.1958 kam dann noch ein vierter Lehrgang hinzu. Ab Mitte 1960 dauerte die Ausbildung dann 3 Monate: 2 Monate in der Ausbildungsstätte und 1 Monat Ausbildung auf der seit Januar 1960 am Priwall liegenden Viermastbark PASSAT. Die Jugendlichen mussten einen umfangreichen Lehrplan absolvieren, so gehörten u.a. Bootsdienst, Schiffskunde, Signaldienst, Wetterkunde, seemännischer Unterricht sowie Sicherheitstraining dazu.

1953
konnte auf der Schlichting-Werft mit der „ Antonia“ das erste Motorschiff abgeliefert werden. Finanzielle Schwierigkeiten führten dann jedoch zur Übernahme der Schiffswerft durch die Bugsier- und Bergungsgesellschaft Alwich Harmstorf aus Hamburg. Sie kauften auch die Trayag-Werft auf der Festlandseite und konnten nun Reparaturen und Neubauten vornehmen. Es konnten nun Schiffe von über 100m Länge gebaut werden. Spektakulär waren die Stapelläufe, weil die Neubauten nach der Schiffstaufe quer zur Trave ins Wasser glitten. Hunderte von Travemündern und Gästen bestaunten diese spektakulären Stapelläufe. Für Interessenten wurden einmal in der Woche Führungen auf der Schiffswerft veranstaltet.

Februar 1953 – September 1955
lag die „arbeitslose“ PASSAT in der Siechenbucht vor Anker. Reeder Schliewen war Konkurs gegangen, und erst im September 1955 ging die Viermastbark wieder auf Ausbildungsfahrt, diesmal im Auftrag der „Pamir und Passat-Stiftung“ unter Führung der Landesbank SH, die das Schiff aus der Schliew’schen Konkursmasse erworben hatte. Die letzte Reise der PASSAT endet im November 1957, nachdem 2 Monate vorher am 21.September 1957 die PAMIR bei einem Orkan vor den Azoren gesunken war. 80 Seeleute ertranken, nur sechs Schiffsjungen konnten gerettet werden.

6.3. 1954
Der Priwall erhielt seine eigene Feuerwehr unter der Leitung von Brandmeister Erich Siemer, Chef von Siemers Gaststätte an der Mecklenburger Landstraße. Anlass hierfür war ein Zimmerbrand im Hause Ortgies, zu dem die Feuerwehrleute vom Festland nicht gelangen konnten, weil der Fährverkehr wegen Eisgangs eingestellt war. Weitere Ursache war das Hochwasser 1954, das große Teile des Priwalls unter Wasser setzte. Heute besteht die Feuerwehr vom Priwall aus 12 freiwilligen Feuerwehrleuten, denen ab 1968 2 Lösch-fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Juli 1955
Der letzte Singabend des Männerchores der Travemünder Liedertafel von 1843 vor der Sommerpause wurde in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Priwall an der Zonengrenze vor einer Vielzahl von Zuhörern „dies (Einheimische und Sommerurlauber) und jenseits der Zonengrenze (Vopos)“ abgehalten. Dies wurde zur lieben Tradition und wurde in den folgenden Jahren mit großem Erfolg wiederholt.

1.4. 1959
Der städtische Priwall-Fährbetrieb wurde an die Stadtwerke Lübeck übertragen. Gleichzeitig konnte die neue, freie motorgetriebene Fähre MECKLENBURG in Dienst gestellt werden.

8.1. 1960
Die PASSAT traf frühmorgens am Haken eines Schleppers im Travemünder Hafen ein. Die Hansestadt Lübeck hatte das außer Dienst gestellte Schiff für 326.00 DM erworben und so ein letztes Mal vor dem Verschrotten gerettet. Die Viermastbark lag dann im Fischereihafen an den Dalben und wurde ½ Jahr lang zu einer schwimmenden Ausbildungsstätte für die Schiffsjungenschule auf dem Priwall umgebaut. Ab 1960 versah sie ihren Dienst als stationäres Ausbildungsschiff bis zum Sommer 1965.

10.6. 1960
ist auf dem Priwall das vom Hochbauamt geplante, zweigeschossige „Haus des Kurgastes“ am Dünenweg 20 eröffnet worden. Es umfasste eine großzügige Lesehalle sowie Verwaltungsräume der Kurverwaltung. 1963 erfolgte eine Erweiterung um einen 470 qm großen Saal für 350 Gäste mit Bühne, dazu Sanitäranlagen, ein Foyer mit Garderobe und Kiosk. Seit Ende der 1980er Jahre stand es leer, verfiel zusehends und wurde dann im Zuge des Baues der Ferienhaus-Kolonie abgerissen. Die als „singende Wirtin“ bekannt gewordene Paula Rüterbusch fiel vor kurzem einem mysteriösen Mord zum Opfer.

1961
konnte die neu erbaute, um einen Innenhof gruppierte, pavillonartige Anlage der Jugendfreizeitstätte Priwall eingeweiht werden. Das Haupthaus an der Mecklenburger Landstraße 69 umfasste 120 Betten, eine Großküche und diverse Aufenthalts- und Speiseräume. Das Haus wurde dem DJH-Verband angeschlossen.1962 erfolgte der Bau eines Nebengebäudes zur Aufnahme von Fahrrädern und Zeltzubehör. 1967 wurde ein Erweiterungsbau mit Gruppenräumen und technischen Räumen hinzugefügt und Ende der 60-er Jahre die ersten festen Holz-Blockhäuser auf dem weitläufigen Terrain errichtet. 1988 standen 34 Blockhäuser und 66 große Hauszelte mit Holzfußboden zur Verfügung.

1963
Der Priwall-Fährbetrieb der Stadtwerke wurde mit einer neuen Fähre ausgestattet: SCHLESWIG-HOLSTEIN.

24. April:
Gründete sich die „Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V.“ „ im Nachfolgendem Priwallverein genannt - Ziel des Vereins ist es, sich für die Anliegen der Bewohner einzusetzen und Planungssicherheit gegenüber dem städtischen Liegenschaftsamt zu erreichen. Selbst zu diesem Zeitpunkt stehen die Fragen der Fährkosten für die Priwallbewohner im Mittelpunkt der beginnenden Auseinandersetzungen mit der Stadt, dies zieht sich bis zum heutigen Datum als Kernproblem für die Priwaller hin.

1963/ 1964
Für die Priwall-Autofähre entstanden neue, moderne Anleger. Zudem wurde das Fahrwasser verbreitert. Dazu musste das Ufer auf der Priwallseite zwischen Anleger und Passathafen landeinwärts verlegt werden, wobei das alte Gebäude des „Kohlenhofes“ am Mittelfähranleger abgerissen wurde. An der neu erbauten, 150 m langen Spundwand bzw. Kaianlage, dem sogenannten „Kohlenhof-Kai“, konnten seitdem Angelkutter, Gastyachten und Privatboote anlegen.
Direkt neben dem Fähranleger am „Kohlenhof-Kai“ befindet sich seitdem eine "Tankstelle“ zum Betanken der Freizeitschiffe etc.

1964
wurde die Krankenhausanlage auf dem Priwall der Hansestadt Lübeck entschädigungslos übergeben und damit konnten endlich dringend notwendige Investitionen getätigt werden. Nach dem Umbau 1964/65 waren im Haus III die Chirurgische Klinik, im Haus I die Innere Klinik, im Haus II verwaltungs- und Wirtschaftsbereiche, im Haus IV ein Altenheim und im Haus V das Pflegeheim mit insgesamt 400 Betten untergebracht.

Der 1. Vorsitzende des Priwallvereins erläutert die Bemühungen bei Land und Bund wegen der Fährfreiheit für Fahrzeuge der Priwallbewohner. Um den Priwall wieder zu bevölkern und dadurch den Gewerbetreibenden die Existenz zu sichern, gab es Gespräche mit den Bürgerschaftsfraktionen.

Im Flächennutzungsplan ist daraufhin ein Gebiet zum Bau von Wohnungen ausgewiesen.

1965
da die PASSAT für die Schiffsjungenausbildung zu klein geworden war, wurde sie vom Land Schleswig-Holstein an die Hansestadt Lübeck zurückgegeben und versah nun als schwimmendes Museum ihren Dienst, nachdem sie unter Denkmalsschutz gestellt wurde. Zudem wurde sie dem Deutschen Seglerverband als Ausbildungsstätte für den Segelnachwuchs übergeben. Ständiger Gast war das Deutsch-Französische Jugendsegelwerk e.V., das Segelkurse für deutsche und französische Jugendliche mit Übernachtungsmöglichkeit an Bord anbot. Zudem diente die Viermastbark den Rettungsschwimmern von DLRG und der Wasserwacht vom Deutschen Roten Kreuz als Unterkunft während der Sommersaison. Rechtzeitig zur Badesaison wurden auf dem Priwall zwei Beobachtungstürme aus Holz für die Rettungsschwimmer der Wasserwacht errichtet.

Der Verein fordert 30KM/H Zonen auf dem Priwall auszuweisen

20.März
Priwall muss Lübecks Volksbad bleiben, bis in die späten 90ziger Jahre bleibt dies eine auch von der Politik unterstützte Position. Weniger einkommensstarke Lübecker sollen preisgünstig auch dem Priwall Ferien machen können.

20.August
Gegen 23 Uhr ertrank ein Flüchtling aus der DDR in der Pötenitzer Wiek, beim Versuch, das rettende Priwallufer zu erreichen. Ein Holzkreuz mit einer kleinen Gedenktafel an der ehemaligen Grenze erinnerte an den erfolglosen Fluchtversuch.

1966
Im Sommer 1966 wurde auf der PASSAT ein Projekt ins Leben gerufen, das der Förderung der deutsch-französischen Freundschaft im Bereich des Jugendaustausches zwischen beiden Staaten dienen sollte: das „Deutsch-französische Jugendsegelwerk e.V.“ . Hier trafen junge Menschen aus beiden Ländern im Alter von 18 – 25 Jahren zusammen, um gemeinsam während der 3- wöchigen Kurse an Bord der PASSAT zu leben und die Grundkenntnisse des Segelns bis hin zum A-Schein zu erlernen. Gedacht war dieses Projekt zunächst für ein Jahr, wurde dann aber auf Grund des großen Erfolges bis 1985 verlängert. Dann wurde diese tolle Begegnungsstätte leider aus Geldmangel eingestellt. Geleitet wurde diese internationale Segelschule von dem gebürtigen Kücknitzer Günther Runge, der nach dem Einstellen der Segelkurse als Hafenmeister des Priwall-Segelhafens mit über 500 Liegeplätzen bis zum Erreichen seines 67. Lebensjahres im Jahr

1967
entstand auf der Priwallseite die neue Südermole. Im November 1966 war der vollständige Abriss der alten Südermole beendet, so dass ab dem 4.12. 1966 der Schwimmkasten gesetzt und mit Ballastsand gefüllt werden konnte. Im Frühjahr 1967 konnte die Mole in Betrieb genommen werden.

1968
Die Wochenendhausbesitzer auf dem Priwall erhielten Pachtverträge von 10 Jahren Laufzeit. Damit wurde die endgültige Endscheidung über die Zukunft der Siedlung wiederum erneut vertagt.

Bausenator Kresse hat neue Pläne für die Gestaltung des Priwall und möchte mit dem Priwallverein Gespräche führen.

Die Nebenstrassen werden im Winter nicht geräumt durch die Stadt, der Priwallverein möchte einen Schneepflug anschaffen, es soll ein Kostenvoranschlag eingeholt werden.

1970
Der zuständige Senator für Travemünde Hr. Paul Brümmer ist Gast auf der Herbst-versammlung des Priwallvereins.

9. Oktober und 12.November
Auf der Schlichting-Werft brannte es zweimal kurz hintereinander, die Brandursache konnte nicht aufgeklärt werden.

Die Mecklenburger Landstraße soll neu asphaltiert werden.

1971
Im Oktober 1971 wurde mit dem Bau des längst geplanten Klärwerks auf dem Priwall begonnen.

1972
Im April 1972 folgte der Bau des Pumpwerks auf dem Baggersand und im November der Bau des 440m langen Dükers hinüber zum Priwall.

1973
1.Mai erneute Fährgelderhöhung. Die Stadt ist angehalten sämtliche Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen, um den Haushalt auszugleichen.Ein Einspruch ist nicht mehr möglich,,da der neue Tarifschon zur Genehmigung in Kiel liegt.

Der Priwall-Fährbetrieb der Stadtwerke Lübeck setzt eine neue Priwall- Fähre ein: die BERLIN.

Das Südsee-Cafe „Samoa“ auf dem Priwall, früher „Strandperle“, brannte ab

Ein Bewohner strengt einen Prozeß gegen die Schlichting - Werft wegen Lärmbelästigung und Vergrößerung der Werft an.

18.12. 1973
Die neue Kläranlage auf dem Priwall konnte in Betrieb genommen werden. Seit diesem Zeitpunkt wurden sämtliche Abwässer Travemündes durch Rohre auf den Priwall geleitet. Die Sickergruben und das unkontrollierte Abfließen von Brauchwasser konnte somit beendet werden.

1974
Klage gegen die Schlichting-Werft wegen Lärmbelästigung ist abgewiesen worden.

5. Mai
Ein verheerender Nord-Ost-Sturm (Anstieg 1,25m über Normal) überflutete den Strandbereich und drang bis zu den ersten Ferienhäusern am Strandweg vor, ohne große Schäden anzurichten.

1975
Gründung des Deutsch-Französischen Segelclubs Passat e.V. 1975 abgekürzt DFSC "Passat" durch Beschluss der Satzung am 25.Juli 1975. Gegründet wurde der Club von Teilnehmern an Segel-Lehrgängen des Deutsch- Französischen Jugendwerkes. Eintragung ins Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn am 29. Oktober 1975, das Vereinsheim ist seitdem an der Wiek.

Die beschlossene Resolution gegen die Auflösung des Krankenhauses wurde an die Bürgerschaft weitergeleitet.

Begehung des Priwalls mit der CDU zur Gestaltung des B- Planes.

1976
3./ 4. Januar
Ein schwerer Orkan mit Windgeschwindigkeiten von 150-170 km pro Std./km fegte über Travemünde hinweg und entwurzelte auch auf dem Priwall zahlreiche Bäume.

Juli 1976
In diesem Monat gab es bei ständigen Ostwinden und um die 30 Grad im Schatten am Priwallstrand eine Invasion von Marienkäfern.

1977
Der Bau eines Jachthafens in der Wiek mit ca. 400 – 500 Plätzen wird durch die Gemeinschaft der Priwallbewohner abgelehnt, die Planungen werden nicht weiter verfolgt.

Kein Einspruch gegen den Standort des Dt. Franz. Segelclub an der Wiek.

Gründung der Gymnastikgruppe auf dem Priwall, die Gruppe muss sich 2015 auflösen,da es keinen Übungsraum mehr auf dem Priwall gibt.

1978
28. Dezember
An diesem Donnerstag setzten orkanartige Stürme und langanhaltende Schneefälle in ganz Schleswig-Holstein ein. Es kam über Silvester zu einer Schneekatastrophe. Erst nach 14 Tagen normalisierte sich die Lage. Die Nachttemperaturen betrugen – 20 Grad, tagsüber blieb es bei – 15 Grad. Haushohe Schneeverwehungen und Packeis führten zur Einstellung der Priwall-Fährbetriebs. In Schleswig-Holstein wurde im Januar Katastrophenalarm ausgelöst.

1979
Nach dem Altstadtfest in Lübeck, das unter dem Motto „Rettet die Passat“ stattfand, wurde der Verein „Rettet die PASSAT“ gegründet, der sich zum Ziel setzte, Geld für die Sanierung und Instandhaltung der Viermastbark zu sammeln.

15.12.1979
Mit dem 17.000 to großen Containerschiff Sriwijaya für die Djakarta Lloyd lief der bisher größte Neubau der Schlichting-Werft vom Stapel.

Das Krankenhaus bleibt auf dem Priwall erhalten.

Die Gründung des Ortsrates Travemünde soll weiterhin beobachtet werden und ggf. tritt der Verein bei.

1980
07. August: Jugendleiter schieben Wache auf dem Priwall. An den Wochenenden stiften Rowdys Unfrieden

Der Priwallverein ist Mitglied im Ortsrat Travemünde

Das Wasserwerk auf dem Priwall wird geschlossen,da der Salzgehalt im Wasser zu hoch wurde.


1981
Die Südspitze des Priwalls wird aufgeschüttet.

Es gibt Überlegungen den KFZ – Verkehr zu beruhigen, z.B. ab 22.00 keine KFZ mehr zum Priwall, KFZ auf dem Baggersand abstellen.Für Priwaller gilt „Für Anlieger frei“.

1982

1983
Fährgeldfreiheit

In 1984 werden Messungen bzgl. der Luftverschmutzung stattfinden.

Der Verein hat ein 2.400 qm großes Grundstück an der Wiek gepachtet, zum Wohle der Mitglieder und als kleiner Schutz gegen Spekulationen.

1984
Fährgeldfreiheit

Juni
Protest gegen eingezäunte Ufer an der Wiek „Priwaller“ fordern: die Öffentlichkeit muss hier künftig freien Zugang haben

12. Juli. – 11. September:
Schadstoffmessungen auf dem Priwall „Schadstoffbelastungen durch den Fährverkehr“
Hr. Dipl.-Ing. Dörre berichtet über die Ergebnisse.

1985
Fährgeldfreiheit

Auf dem Priwall werden flächendeckend Unterschriften zum Erhalt des Krankenhauses gesammelt.

Das 1983 gepachtete Grundstück des Priwallvereins an der Wiek wird aufgekündigt.

1986
Fährgeldfreiheit

Vor dem Priwall-Krankenhaus wurde die 4m hohe Marmorskulptur „Zahn der Zeit“ vom Kieler Bildhauer Ben Siebenrock aufgestellt. Das Kunstwerk war im Rahmen eines Bildhauer-Symposiums in Lübeck entstanden.

Juli:
Untersuchungsausschuss zur „Priwall Affäre“ soll die Vergabe von 35 Grundstücken für Ferienhäuser in der Wochenendhaus-Siedlung durch den Bereich Liegenschaften der Stadt klären. Zu klären ist die Rolle der Bauverwaltung und des Liegenschaftsamtes, von den 35 Ferienhäusern/Grundstücken sind 12 an Mitarbeiter der Verwaltung veräußert worden, ebenso wurden einige Grundstücke an Nichtlübecker verkauft.
Ins Zwielicht gerieten die SPD – Senatoren Egon Hilpert Inneres, Gerard Krüger Liegenschaften und Hans Dietrich Schmidt Bauwesen.

Aktion Sauberkeit läuft, die Campingplätze Katt, Howold, Naturfreunde und DLRG säubern ihr Gelände. Ein Glascontainer wird vor der BBT augestellt.

1987
Fährgeldfreiheit

Die Schlichting-Werft geriet im Sog der internationalen Werftenkrise in finanzielle Schieflage und musste Konkurs anmelden.

Verkehrberuhigung auf dem Priwall Tempo 30 wird eingeführt.

Die Einführung des Kabelfernsehens auf dem Priwall ist Ende 87/Mitte 88 abgeschlossen

1988
Fährgeldfreiheit

Einweihung des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Fliegerweg auf dem Priwall. Die Feuerwehr klagt über Nachwuchsmangel.

Die Fähren fahren zeitweise nicht mehr, zu dichter Eisgang. Die Bewohner werden tagelang mit dem Schlepper Axel von der Schlichting-Werft zum Festland übergesetzt.

Die Zukunft der Schlichting-Werft ist völlig offen.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung 30KMH wird nicht eingehalten. Im Bereich der Wochenendhausbesitzer gibt es sehr viele Fremdparker dass 7. Polizeirevier macht sporadische Messungen ist aber überlastet.

1989
Fährgeldfreiheit

9. November
Öffnung der Mauer in Berlin

18. November
Die ersten zwei Ausflugsdampfer aus der DDR legten nach dem Mauerfall und der Gewährung von Reisefreiheit für DDR-Bürger mit Ausflüglern aus Wismar und Warnemünde am Travemünder Ostpreussenkai an.

Auf der Herbstversammlung präsentiert Hr. Gädecke, Geschäftsführer der Rosenhof – Gruppe, Pläne zum Bau des Rosenhofes.

Die Schlichting –Werft ist verkauft. Ehemaliges Wohnheim der Schlichting – Werft in der Wiekstr. wird mit 26 Aussiedler – Familien belegt

Die ehemalige Schule, im Pötenitzer Weg, auf dem Priwall steht zum Verkauf

Vespa – Treffen fand statt, Priwallbewohner wurden bedroht, an der Wiek wild gezeltet, Lagerfeuer gemacht, wild geparkt und unter Alkoholeinfluss mit den Rollern über den Priwall gerast. Die Polizei ist nicht eingeschritten.

21. November
Schreiben des Justizministerium des Landes Schleswig-Holstein keine Justizvollzugsanstalt auf dem Priwall

28. Dezember:
Priwall: Der Durchgangsverkehr rollt, immer mehr Autofahrer benutzen Ausweichroute- Lübecks Polizei machtlos – Regelung unklar.

1990
Fährgeldfreiheit

Auf der Herbstversammlung stellt Dr. Hagelstein den Gemeinnützigen Verein Travemünde vor, es wird eine enge Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft der Priwallbewohner und dem Gemeinnützigen Verein Travemünde vereinbart.

3. Februar
Auf dem Priwall wurde nach dem Fall der Mauer in Berlin und der Öffnung der Staatsgrenze der DDR die innerdeutsche Grenze um 9.35 Uhr unter großer Anteilnahme der Bevölkerung von beiden Seiten geöffnet.

3. April
Die gelbe Grenztonne, die von 1974 bis 1990 die innerdeutsche Grenze auf dem Wasser vor dem Priwall markierte, wurde eingeholt und als Mahnmal vor der Lotsenstation an der Nordermole auf dem Festland aufgestellt.

12. Aporil
Der Grenzübergang an der Mecklenburger Landstraße wird, obwohl per Hinweisschild „keine Zufahrt für Kraftfahrzeuge nach Pötenitz“ intensiv durch Kraftfahrzeuge genutzt.

3. Oktober
Am ersten „Tag der Deutschen Wiedervereinigung“ trafen sich Travemünder und Pötenitzer Bürger vor dem Pötenitzer Herrenhaus und pflanzten eine Eiche zur Erinnerung an diesen historischen Tag.

Beginn des Abbruchs der Schlichting – Werft.

Problem: Alkohol Jgdl. BBT etc. , Rennstrecke Mecklenburger Landstr., Gespräche mit der Polizei Tr’de, Örtliche Polizei und div. Ämter wollen ständige Kontrollen durchführen – ist aber nicht geschehen

Dezember 1990 der Durchgangsverkehr über die Verlängerung der Mecklenburger Landstr, hinaus nach Pötenitz/Dassow läuft.

1991
Fährtarife: Sondertarif ab 26.08.1991 120.- DM

Badeverbote in Travemünde und auf dem PriwallMögliche Ursachen Verklappung der Fährschiffe und fehlende Kläranlagen in der ehem. DDR.

Senator Halbedel referiert: Lübeck bewirbt sich um die Austragung der Segelwettbewerbe für die olympischen Spiele 2000.

Der Senat fasst den Beschluss, der Priwall braucht ein neues Image. Die Konkurrenz der Ostseebäder untereinander, aber speziell die Bäder in M-V, es muss ausreichende Parkplätze auf dem Priwall geben.

Es wird eine 4köpfige Senatskommission eingesetzt um vorhandene Probleme zu bearbeiten
Fährproblematik, Verkehrberuhigung, Badeverbote, Zustand der Mecklenburger Landstr., ständiger LKW –Verkehr, die Straße nach Mecklenburg Vorpommern ist zu eng

16. April:
Podiumsdiskussion: Thema Kohliebakterien , Badeverbote und deren Ursachen

Oktober:
Dr. Kusserow referiert zum Thema „Juristische Spitzfindigkeiten im Verwaltungsprozess
„Wir klagen gegen die Fährgebühren „

1992
Auf der Mitgliederversammlung des Priwallvereins wird beschlossen die Privatperson finanziell zu unterstützen, die gegen die Fährgeldgebühren klagt. Der Verein kann nicht klagen. Eine Klage bzgl. der Fährgebühren wird beim zuständigen Gericht eingereicht.

Zur Sicherung der Gasversorgung erfolgte der erste Abschnitt des Baues einer Hochdruckleitung auf dem Gebiet von Mecklenburg-Vorpommern zum Priwall. Im Jahr darauf folgte der zweite Abschnitt.

Durch die Grenzöffnung gibt es ein erhöhtes Verkehraufkommen, Staubildung an den Fähren, Gefährdung von Radfahrern.

Diverse Ämter und Ministerien werden angeschrieben, die Unterbringung der Asylanten wird trotz Widerständen auf dem Priwall erfolgen.

19. Februar:
Straße nach Pötenitz wird ausgebaut. Mecklenburgische Behörden wollen jetzige Behelfsstrecke befestigen – Skepsis auf dem Priwall.

17. August:
Erfolgte nach dem Abriss der Schlichting-Werft und der 2 jährigen Bauphase der Senioren-Wohnanlage „Rosenhof“, die feierliche Eröffnung. In der mehrflügeligen Anlage sind Senioren-wohnungen im gehobenen Bereich mit einer Pflegeabteilung entstanden. Zur Anlage gehören außerdem Ferienwohnungen sowie ein eigener Bootsanleger mit Marina

Erneute Badeverbote in Travemünde und auf dem Priwall

1993
Fährtarife: 01.03.1993 120.- DM

01. Oktober:
Die Klage „Fährgebühren für Priwallbewohner“ abgewiesen
Durch die Grenzöffnung sind die Stadtwerke berechtigt Gebühren für die Priwallbewohner zu erheben.

Der neue Kurdirektor Nerger referiert auf der Herbstversammlung der Gemeinschaft der Priwallbewohner zum Thema „ Entwicklung in den nächsten Jahren in Travemünde und speziell des Priwalls „

Erneute kurzzeitige Badeverbote in Travemünde und auf dem Priwall

Verkehrsprobleme seit Öffnung der Grenze haben dramatisch zugenommen. Stadt plant die neue Straße Richtung ehemalige Grenze

Bausenator Zahn wird die Neugestaltung des Priwall in einer Versammlung vorstellen.

Die Idee einen Bürgerbus auf dem Priwall einzurichten wurde nach gründlicher Überlegung durch den Priwallverein und durch dem Gemeinnützigen Verein zu Travemünde abgelehnt.

1994
Fährtarife: 01.07.1994 120.- €

14. Juni
Eingabe zum Thema Fährgebühren beim Landgericht wurde nicht zugelassen, zu geringer Streitwert. Gutachter raten von einer weiteren Klage ab.

Gespräche mit Stadtwerken, SPD und CDU – Fraktion, Termin beim Stadtsteueramt, unentgeltlicher Vorteil (verdeckte Gewinnausschüttung) (begrenzter Personenkreis/Priwallbewohner), bis Ende März Rückmeldungen der Parteien

Stadtverkehr muss klare Aussagen darüber geben, sind alle Jahreskarteninhaber Priwaller, woher kommen 580 Jahreskarten, aus Sicht des Vereins sind 580 Karten zu hoch, da es nicht so viele Priwaller mit Jahreskarten gibt.

Die Bebauung von Reihenhäusern Wiekstr. und Fliegerweg hat begonnen.

1995
Fährgebühren: 133.- DM Auto 17.- DM Fußgänger 10.- DM Fahrrad

3. Februar
An der ehemaligen Grenze zur DDR auf dem Priwall wurde ein Gedenkstein mit der Inschrift „ Nie wieder geteilt 3. Februar 1990“ aufgestellt. Den Stein stiftete die Lübecker Possehl-Stiftung.

29.Mai
Die Kläranlage auf dem Priwall nahm nach einer grundlegenden Modernisierung wieder ihren Betrieb auf. Die Klärleistung wurde durch den Einbau einer neuen Filteranlage deutlich erhöht.

3. /4. November
Anfang November zog aus Westen ein starker Orkan über Travemünde hinweg. Der Sturm schwenkte dann um, und ein starker NNO-Sturm drückte das Wasser in die Trave. Die Folge war eine schwere Überschwemmung von Teilen der Strandpromenade und des Priwallstrandes. Der Fährbetrieb konnte zeitweise nur eingeschränkt laufen.

Frage an den Stadtverkehr, wieso gibt es div. PKW mit Kennz. OH, GVM, HRST, die im Besitz von 120.-DM Jahreskartenkarten sind.

1996
26. März:
Sitzung von Firmen vom Priwall und den Stadtwerken, Organisation und Wirtschaftlichkeit der Fähren: „Der Priwall ist kein Verkehrproblem, sondern ein Fährproblem“ Eine Sonderspur zur Fähre für Priwaller ist nicht möglich.

Der Verein lässt Findlinge entlang der Mecklenburger Landstr. bis zur Straße „Am Priwallhafen“ auf eigene Kosten verlegen, um das Parken zu unterbinden.

Anträge an den Petitionsausschuss des Bundestages und auch des Landtages über Fährgeldfreiheit für Bewohner mit 1. Wohnsitz sind noch nicht bearbeitet.

Aussage des Wirtschaftsministerium: bei der Gestaltung des Fährtarifes sind die Priwallbewohner angemessen zu berücksichtigen.

Die Einrichtung einer Sonderspur zur Fähre/an der Fähre ist rechtlich nicht möglich.

1997
Fährtarife: 12.03.1997 133.- € PKW Erwachsene 17.- € Fahrrad 10.- €

Staubereich der Fähre: An der Einmündung des Kohlenhofes in die Mecklenburger Landstraße
entsteht ein Fußgängerüberweg mit Fahrbahnverengung.

3. August
Die Viermastbark PASSAT wurde mit Schlepperhilfe zur Flender-Werft nach Lübeck verholt und dort aufwendig renoviert. 7 Millionen kostete die Sanierung, wovon die Stadt Lübeck 6 Millionen und der Verein „Rettet die Passat“ 1 Million Euro übernahmen.

Petitionsausschuss und der Landtag Schleswig – Holstein haben in Bezug auf die Fährgebühren negativ entschieden

Buslinie 38 wird durch die Stadtwerke Lübeck eingesetzt

1998
Zum Bau des Wohnparks Priwall: Auf dem Priwall entsteht derzeit der "Wohnpark Priwall" (Wiekstr.), das heißt rund 250 Wohnungen, die als altersgerechte Wohnungen geplant sind. Fertig gestellt sind derzeit etwa 125 der 150 Wohnungen des ersten Bauabschnitts. Der Bezug erfolgt schleppend. Trotzdem sollen zusätzlich zu den derzeit sechs Komplexen des ersten Bauabschnitts vier weitere Blocks erstellt werden.

16.März
Begleitet von Hunderten von Segelbooten wurde die PASSAT nach ihrer Schönheitskur von Lübeck nach Travemünde begleitet und Tausende von Zuschauern bereiteten der Viermastbark eine triumphale Rückkehr an ihrem alten Liegeplatz im Priwallhafen, wo sie mit seewärtigem Bug festmachte.

Einbau von Rückschlagventilen im Bereich Kohlenhof, der Hochwasserschutz ist damit verbessert.

Erste Überlegungen zum Bau einer riesigen Ferienanlage, betroffen Campingplatz Howold und der Campingplatz der Kurverwaltung.

1999
09. Februar :
Reisen ohne Koffer: die Verwaltung bietet eine 14 tägige Seniorenerholung (Haus 4 des ehemaligen Krankenhauses ) auf dem Priwall an.

29. Mai :
Ein Fest für die neuen Priwallfähren. Am Sonnabend, 29. Mai, ist es endlich soweit: Die neuen Priwallfähren "Travemünde" und "Pötenitz" der Stadtwerke Lübeck werden eingeweiht.

12.November

Schlagzeile in der Ausgabe der Lübecker Nachricht „Neuer Priwall-Kanal soll den Hafen fit machen“

Hans-Gerd Gieleßen, einer der beiden Geschäftsführer der Lübecker Hafengesellschaft will an der schmalen Stelle des Priwalls kurz vor der Landesgrenze zu Mecklenburg – Vorpommern einen Durchstich graben lassen. Die Lübecker Kommunalpolitiker lehnen das Projekt ab, die Reeder begrüßen die Vision.

 

 

 

 

 

 

 

 


21. Nov.:
Priwallbegehung mit BÜ Saxe und Bausenator Dr. Zahn: Themen: Sauberkeit, Abfahren Seetank, Marina, Feriendörfer

17. Dez.:


50 Jahre weihnachtliches Singen im Krankenhaus
Der Passatchor bringt am, 18 Uhr, den Patienten des Krankenhauses Priwall ein Ständchen mit stimmungsvollen Shanties und Liedern.

2000
Mai:
Warmwasser und Strom von der Sonne. Vergangene Woche hat Umweltsenatorin Dr. Beate Hoffmann auf dem Strandcampingplatz der Familie Katt auf dem Priwall eine Solar- und Photovoltaikanlage eingeweiht. Das Projekt, auf dem Campingplatz Sonnenenergie zu nutzen, initiierte der Energie-Tisch Lübeck; beteiligt waren der Verein "Minus CO 2" und der Bereich Umweltschutz; Geld kam unter anderem von der Energiestiftung Schleswig-Holstein.

Die Priwallfähren aus den Stadtwerken werden ausgelagert, sie werden in einer Holding zusammengefasst. Mehrheitseigner bleibt die Stadt neben der Hamburger Hochbahn. Während der Stadtverkehr als Betreiber des ÖPNV die Mindereinnahmen durch den Überschuss der Stadtwerke ausgleicht, müssen die Nutzer der Priwallfähren seit Jahren die Mindereinnahmen der Priwallfähren durch die Erhöhung der Fährpreise ausgleichen

Die Gemeinschaft der Priwallbehner e. V. tritt dem Ortsrat Travemünde bei, es gilt die Interessen des Priwalls gegenüber Stadt und Verwaltung zu wahren.

Der Begriff des Volksbades Priwall tritt immer mehr in den Hintergrund, touristische Planungen in großem Umfang werden die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen in den nächsten Jahren auf dem Priwall prägen. Aussagen der Parteien zum Erhalt bzw. Neuanlegung von Campingplätzen/einer Jugendherberge erweisen sich nur als Luftschlösser, sie waren nie politisch gewollt.

2001
Im September beschloss die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck den Verkauf der Parzellen der Wochenendhaus-Siedlung auf dem Priwall. Die Pächter hatten bis Ende 2012 Zeit, sich für einen Kauf zu entscheiden.

Ebenso für Diskussionen sorgte der Beschluss der Bürgerschaft, auf dem Priwall einen Ferienpark für 100 Mill. DM bauen zu lassen. Der Stadtzeitung vom 30. Januar entnehmen wir, dass das Konzept der mit der Planung und Realisierung beauftragten Sarcon-Gruppe aus Hamburg einen in fünf Bereiche gegliederten Ferienpark vorsieht mit Wohnanlagen, Freizeit-, Sport- und Unterhaltungseinrichtungen, eine Marina mit Yachthafen und selbstverständlich
mit Geschäften und Restaurants.
Baubeginn soll im Jahre 2002 sein und bereits zwei Jahre später wird mit der Eröffnung gerechnet.
Die Priwaller werden durch die Gemeinschaft der Priwallbewohner, der BI „Rette den Priwall“ und anderen Vereinen und Institionen in Form einer AG an den Planungen beteiligt

In der Nacht vom 20. zum 21. Februar überraschte die Travemünder und Lübecker Bevölkerung ein sehr starkes Hochwasser. Der Sturm hatte den Pegelstand auf 6,86 Meter gedrückt, das sind 1,86 Meter über normal. (Zum geschichtlichen Vergleich: Der bislang höchste Wasserstand wurde im November 1872 mit 8,37 Meter gemessen. Im Dezember 1904 hatte das Trave-Hochwasser die 7,68 Metermarke erreicht.) Trotzdem waren weite Teile des Priwalles, der Vorderreihe und des Yachthafens in Mitleidenschaft gezogen.

25. Februar:
Die Geldgeber für das Priwall-Feriendorf , Hr. Sarcon und die Bayrische Hausbank, steigen aus den Planungen aus. Während nun nach Ersatz gesucht wird, wittern die Gegner des Projektes Morgenluft.

8.März:
Bürgerversammlung in der Passathalle. Die Bewohner des Priwalls wollen keinen Ferienpark am Strand, drohen sogar mit einem Bürgerentscheid.

13. März:
Bürgerinitiative „Rettet den Priwall „ hält „Marina Park“ für überdimensioniert .

5. Juni:
Die Verwaltung stellt Pläne für das Olympische Dorf vor. Zur Entwicklung der Ferienanlage wurden mit der Betreiber fünf Architektur- und Stadtplanungsbüros beauftrag.

Die Berufsbildungsstätte auf dem Priwall feierte ihr 50- jähriges Bestehen mit einem „Tag der Offenen Tür“.

12. Juli:
Sie fand erstmals vom 12. Juli bis zum 1. September 2002 in Lübeck-Travemünde auf dem Priwall statt. Nach der Eröffnung des Sandskulpturen-Parks „Sandworld“ auf dem Priwall an der Südermole entwickelte sich die Präsentation bis zum 25.8.zu einem großen Publikumserfolg. Dargestellt wurden u.a. Szenen aus der Geschichte der Hanse und
Lübecker Bauwerke wie die Marienkirche und das Holstentor. Auf einem Areal von rund 10.000 Quadratmetern besichtigten 450.000 Besucher die Skulpturen.

Juli:
Zoff auf dem Priwall Bewohner der Halbinsel streiten um das Feriendorf

22. / 23.September
Zusammen mit dem „Passat-Chor“, der seinen 25. Geburtstag feierte, wurde der 90 jährige Geburtstag der PASSAT mit Tausenden von Gästen im Rahmen eines Volksfestes gefeiert.

2002
Fährtarife: ab 01.01.200 PKW 258.- € fahrzeugbezogene Jahreskarte,ohne Fahrer/Insassen

Der Priwall soll überplant werden, die Informationspolitik der Stadt dazu ist dürftig.

2003
Die neue Halle für die Bootsbauer auf dem Gelände der Berufsbildungsstätte auf dem Priwall wurde mit einer Feier festlich eingeweiht.

23. Januar:
Wohin mit den Priwall-Campern. Die Verwaltung schlägt vor, die Wohnwagen ins Naturschutzgebiet „Nördlicher Priwall“ umzusiedeln.

Februar 2003
Die Hansestadt bewirbt sich um die Austragung der Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele 2012.

Mai 2003
Aus der Traum, und dies zum dritten Mal, keine Olympischen Segelwettbewerbe in Lübeck/Travemünde

Therapie – Klinik DO IT an der Mecklenburger Landstr. wird nach Umbau eröffnet

2004
Ebenfalls am 12. Mai konnte man in den LN lesen, daß die Lübecker Politiker wieder einmal begeistert waren, und zwar über einen neuen Priwall-Bebauungsplan, der vom dänischen Ferienhausvermieter Dan-Center vorgelegt wurde. Vorgesehen für die Bebauung sind verschiedene Typen von Holzhäusern im dänischen Stil und unterschiedlichen Größen. Die Privateigentümer, die die Häuser erwerben können, sollen zur Vermietung verpflichtet werden. Sowohl Richard Schrader, 1. Vorsitzender des GVT und des Ortsrates, und Michael Lempe, der die 250 Mitglieder des Vereins der Priwallbewohner vertritt, fanden die geplanten Hauseinheiten als durchaus ansprechend.

Am 9. August wurde mit 31,7 Grad in Lübeck ein Hitzerekord aufgestellt. In Travemünde waren die Strände an der Strandpromenade und auf dem Priwall voll besetzt.

Am 18. November erfahren die Travemünder aus den LN, dass die dänische Firma Planet-Haus auf dem Priwall bauen will. Geschäftsführer Sven Hollesen bestätigte das Interesse seines Unternehmens. Insgesamt sind 120 Häuser, die ausschließlich touristisch genutzt werden sollen, geplant.

Im August wurde die Holzstatue „Fiete“, eine vom Bildhauer Claus Görtz aus Holz geschnitzte 3m hohe Skulptur, auf einem Dalben zwischen der PASSAT und der Südermole vom Verein „Rettet die PASSAT“ aufgestellt.

Das Priwall-Krankenhaus wird geschlossen. Dafür eröffnet 2005 die neue Sana Praxis-Klinik am Ortseingang von Travemünde am Dreilingsberg.

Schließung des Familiencampingplatzes der Kurverwaltung, er muss den Feriendörfern weichen. Der Minigolfplatz am Dünenweg wird geschlossen, das Grundstück wird für die Erstellung der Feriendörfer gebraucht

50 Jahre Freiwillige Feuerwehr auf dem Priwall,

Abriss des ehemaligen „Haus des Kurgastes“ am Dünenweg

2005
Am 4. Februar hatten mehr als 8000 Bürger in Travemünde, auch auf dem Priwall, kein Wasser. Bei Erdarbeiten an der Ivendorfer Landstraße war ein Hauptwasserrohr beschädigt worden. Nach kurzer Zeit stand die Ivendorfer Landstraße zwischen Teutendorfer und Rönnauer Weg unter Wasser. Auch der Bahnverkehr musste unterbrochen werden.

Am 14. April trafen sich Anwohner und Freunde des Priwalls zu einer Spontandemonstration gegen die Sperrung des ufernahen Weges entlang der Pötenitzer Weg. Angeblich soll diese unpopuläre Maßnahme wegen des Vogelschutzes getroffen worden sein.

Aus den Medien erfahren wir, daß ab der Saison 2006 die ersten dänischen Ferienhäuser auf dem Priwall bezugsfertig sein sollen. Viele Priwallianer protestieren gegen das „Luxus-Feriendorf“.

Dem neuen Wanderweg Südlicher Priwall wird nach langen Verhandlungen mit einem Kompromiss zugestimmt. Die Possehlstiftung hat die Planung finanziell unterstützt.

Informationsveranstaltung durch den Vorstand des „Priwallvereins“ zum Thema Fährgebühren

09. November:
Gespräch mit dem BÜ Saxe und Herrn Nibbe zum obígen Thema

2006
Fährtarife: ab 01.01.2006 PKW 320.- € fahrzeugbezogene Jahreskarte,ohne Fahrer/Insassen

Informationsveranstaltung durch den Vorstand des Priwallvereins: Hochwasserschutz auf dem Priwall mit der Freiwilligen Feuerwehr. Das Thema Küstenschutz ist ganz schwierig zu behandeln.

LN: Bericht zur Planung des Ausbau der Mecklenburger Landstr. die Anlieger sollen 50% der Kosten zahlen. Der Verein wird sich weigern etwaige Kosten zu tragen, damit der Ferien-hausbetreiber eine neue Straße bekommt.

Ab 23. März werden auf dem Priwall Pappeln gefällt, um das Waldkonzept umzusetzen. Ziel ist das Entstehen eines naturnahen Waldes.

Die Firma Planet-Haus GmbH baut auf dem Priwall eine Ferienanlage. Der erste Spatenstich am 23. Mai wird von Bürgermeister Saxe, Senator Boden, Geschäftsführer Sven Hollesen und Wilfried Doll gesetzt.

5. August:
Blaualgen in der Ostsee vorm Travemünder Strand bewirken ein Badeverbot. An mehreren Tagen im August verhindern die Algen das Baden.

30. Sept.:
Die Bürgerschaft schließt einen Optionsvertrag mit Hollesen ab. Es soll die Planung für das 2000 Betten-Projekt auf dem Priwall vorangetrieben werden.

21. Sept.:
Es wird bekannt, dass der Geschäftsführer der Planet-Haus GmbH, Sven Hollesen, ein Konzept für 90.000 qm Gelände auf dem Priwall, das überwiegend an der Trave liegt, entwickeln will. Hotels, Schwimmbad, Open Air Bühne und anderes sollen für Familienurlauber entstehen. Jetzt sucht man Investoren, für das 100 Mill. Euro teure Projekt.

1./2. Nov.:
In der Nacht bringt starker Nordwind den Pegelstand der Trave auf 6,73 m. Promenade, Vorderreihe und Fischereihafen sind überflutet, auch auf der Mecklenburger Landstraße steht Wasser. Die Fähre stellt ihren Betrieb mehrere Stunden ein.

16. Nov.:
Der Verein Priwall-Wochenendhausbesitzer protestiert gegen die Abholzung der Kiefern rund um das neue Feriendorf der Planet Haus GmbH. Die Bauverwaltung weist die Vorwürfe als ungerechtfertig zurück. Radikalrodung im Bereich

Campingplatz Howold, bis zu 200 Kiefern werden gefällt. Nach über 50 Jahren wird der Campingplatz geschossen, er muss den Feriendörfern weichen. Wo sind die Schwarzohreulen geblieben ? Es wird über Sinn und Zweck von Ersatzpflanzungen auf Rügen und bei Büsum, als Ersatz der Großfällaktion geredet.

2007
Fährtarife: ab 01.01.2007 PKW 336.- € fahrzeugbezogene Jahreskarte, ohne Fahrer/Insassen

3. Februar:
Projekt Waterfront Priwall: der optionale Kaufvertrag für das 70.000 Quadratmeter große Grundstück wird mit Hrn. Hollesen unterzeichnet.

B-Plan für Objekt Waterfront soll erstellt werden
Der „Priwallverein“ geht von zu vielen Betten aus, die negative Auswirkungen für den Priwall überwiegen. Die Problematik Verkehrssituation Fähre – Straße nicht gelöst, bei Neubau der ML müßten 60% der Lasten die Anlieger tragen. Bei 3000 Betten ist die Gefahr der mangelnden Auslastung sehr hoch. Kritik wird von Seiten der Verwaltung/Politik wird nicht zur Kenntnis genommen, man muss der Annahme sein, dass in Travemünde/Priwall mit aller Macht diese hohe Bettenzahl geschaffen werden sollen.

25. Februar:
Verkaufsstart für die Priwall-Dörfer 2 und 3 – Besichtigung der Musterhäuser erstmal möglich

19. März:
Projekt Waterfront: Hollesen stellt seine Pläne vor.

April: Kleine Havarie der Priwallfähren »Travemünde« und »Berlin«

21. April:
Priwall: SPD – Travemünde unterstützt Forderung der Interessengemeinschaft »Behutsame Priwallentwicklung.

22. April:
Eine bronzene Meerjungfrau sitzt auf einem Stein vor dem Priwallstrand

Mai:
Nach Jahrzehnten: Es gibt wieder eine Strandkorbvermietung auf dem Priwall. In früheren Zeiten rückten die Strandkorbvermieter jedes Jahr einen Schritt Richtung Priwall, so musste jeder Vermieter auch einmal auf den Priwall. Neben dem Standort Priwall war der Schattenbereich des Maritims bei den Strandkorb-Vermietern unbeliebt.

13. Juni:
Wasserflugzeug landet vor dem Priwall

3 .-7. Juli:
Es brennt viermal auf dem Priwall. Zwei Ferienhäuser im Landal-Park, ein Lagerschuppen, eine Holzgarage und eine Segelyacht wurden zerstört.

25.Juli:
Stadt sucht Käufer für das ehemalige Priwall-Krankenhaus.

20. August:
Die Serie von insgesamt sechs Bränden auf dem Priwall in Travemünde ist von der »Ermittlungsgruppe Priwall« aufgeklärt worden. Seit dem 3. Juli war es auf dem Priwall zu insgesamt sechs Bränden mit einem Gesamtschaden von über 400.000 Euro gekommen. Personen kamen glücklicherweise nie zu Schaden.

30. August:
Der heftige Sturm vom 21. August hat seine Spuren am Travemünder Strand hinterlassen, umfangreiche Aufräumarbeiten waren erforderlich

30. Sept.:
Die Jugendfreizeitstätte auf dem Priwall schließt. 59 Jahre lang boten Haupthaus, 46 Blockhäuser und 51 Zelte Ferienmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Alles wird abgerissen. Auf dem 20 ha großen Gelände werden Ferienhäuser des dänischen Investors Planet-Haus entstehen.

2. Oktober:
Die Projektgesellschaft Priwall Strand eröffnet offiziell das Feriendorf. 64 Holzhäuser sind gebaut, 70 sollen folgen

30. Oktober:
Die riesigen stinkenden Muschelberge auf dem Priwall können nicht entsorgt werden, weil nach Aussage von Kurdirektor Kirchhoff das entsprechende Budget aufgebraucht ist.

02. Dezember:
Priwallfähre »Berlin« bald wieder wie neu Grundüberholung läuft seit Wochen in unserem Fischereihafen

02. Dezember:
Die Seemannsschule auf dem Priwall wird für 800.000 € modernisiert.

11.Dezember
beauftragte die Hansestadt Lübeck, Bereich Wirtschaft, Hafen und Liegenschaften – den Sachverständigen für Altlasten Diplom-Ingenieur Mücke, mit der Untersuchung des nordöstlichen Priwalls zur Feststellung von Altlasten im Passathafen.

Die Sand World 2007 war die letzte ihrer Art. Die Besucherzahlen waren – nicht zuletzt infolge des verregneten Sommers – mit rund 140.000 deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

2008
Fährtarife: 01.01.2008 PKW - €

Spaziergänge der BIP mit allen Parteien aus der Bürgerschaft über das geplante Waterfront- Areal

06. Februar:
Priwall-Fähre: Wochenendhausbesitzer fordern Gruppenermäßigung bei den Fährpreisen

07. Januar:
16 Ferienhäuser aufgebrochen, Unbekannte stahlen auf dem Priwall Travemünde Flachbild-Fernseher im Wert von 20.000 Euro

11. Februar:
Unbekannte plündern Jugendfreizeitstätte Priwall

27. Februar:
Jugendfreizeitstätte: Abriss hat begonnen. Weitere Ferienhäuser nach Dänischem Vorbild entstehen.

01. März:
Ehemaliges Priwall-Krankenhaus vor dem Verkauf: Mit »Low-Budget-Hotel« bald wieder preiswerter Urlaub auf dem Priwall möglich

08.März:
Fährpreise rauf oder runter? Wochenendhausbesitzer wollen Rabatt – Stadtverkehr will Verluste ausgleichen

24. März:
Die „Neue Interessengemeinschaft " hat ihre Bürgerbefragung nun abgeschlossen und ausgewertet.

13. April:
Ab 2009: Priwall-Fähre wird noch teurer

19. April :
Neue Interessengemeinschaft protestiert: »Wald an der Mecklenburger Landstraße soll bleiben« »Der vordere Wald an der Mecklenburger Landstraße ist in Gefahr«, schreibt die »Interessengemeinschaft Behutsame Priwallentwicklung (IP)
Für das Priwall Waterfront Projekt sollen zwei Drittel des alten Baumbestandes abgeholzt werden, Zugunsten eines Winterliegeplatzes für Boote und einer besseren Sichtachse.

9. Mai:
Die Priwallfähre PÖTENITZ hat für eine Million Euro zwei neue dieselmechanische Antriebe erhalten. Ein Zweirichtungsfahrstand ersetzt den bisherigen traditionellen Führerstand. Im Herbst soll die Fähre PRIWALL modernisiert werden. Auch die Anleger sollen erneuert werden.

14. Mai:
Die BIP wurde am 14.5.08 von mehreren Priwallern als Verein gegründet. Er ist vom Finanzamt Lübeck als gemeinnützig anerkannt worden und hat inzwischen viele Fördermitglieder gewinnen können.

22. Mai:
Auf dem Priwall im Feriendorf werden 266 Betten von Landal Green Parks und 212 Betten von Novasol angeboten. Die Statistik gibt für 2007 397 861 Übernachtungen in Travemünde an, für 2008 werden über 10 % mehr erwartet.

24. Mai:
1. Bürgerversammlung der BIP
Die Bürgerbefragung ist abgeschlossen und ausgewertet. Die Ergebnisse werden auf der Bürgerversammlung den Priwaller vorgestellt.

30. Juni
Zum ersten Mal in Travemünde: Die neuen Gäste im Priwall-Feriendorf sind da.

16. Juli:
Der Bebauungsplan für das Waterfront-Projekt auf dem Priwall wird erst 2009 vorliegen. Fragen des möglichen Traveausbaus und der Schwimmhalle sind noch offen

16.August:
Eingeschränktes Badeverbot: Feuerquallen auf dem Priwall

18. September:
Der Stadtverkehr setzt den Preis für eine Jahreskarte für Autos auf der Priwallfähre nach Einspruch der Bürgerschaft auf 436 € statt der geplanten 630 € fest.

26. September:
Der Investor Sven Hollesen stoppt auf dem Priwall den Bau von weiteren Ferienhäuser, 89 von 135 geplanten Häusern sind fertig. Frühestens 2010 sollen die Arbeiten am Waterfront-Projekt beginnen.

05. Oktober:
Niedrigwasser auf der Trave zeitweise unter 4 Meter. Niedrigwasser lies so manches Boot auf Grund setzen und gab den Blick auf den Grund am Ufer der Trave frei

14. Oktober:
2. Bürgerversammlung der BIP „Rechtsanwalt Dr. Klinger kommt und stellt sich vor“

24. Oktober:
Priwallfähre "Travemünde" wird grundüberholt, neue Motoren und neues Steuerhaus sind die wichtigsten Änderungen an Bord der Travemünde

15. November:
Sven Hollesen erläutert der CDU-Fraktion seine Vorhaben auf dem Priwall. Er hat bereits mit allen anderen Fraktionen der Bürgerschaft gesprochen

19. November:
Zukunft der Priwall-Fähre gesichert

18. November:
Hollesen im Kurbetriebs-Ausschuss: Schwimmbad-Tür noch nicht geschlossen

30. November:
Priwall-Fähre: Wut über Erhöhung der Kfz-Jahreskarten. Verluste für Travemündes Einzelhandel durch Abwanderung der Kundenströme nach Mecklenburg?

10. Dezember:
Priwall-Fährtarife Infos, Meinungen, Diskussion in Halle II am Priwallhafen

19. Dezember:
Aufsichtsrat der Holding schwächt Preisanstieg für die Priwall-Fähre ab.

Durch Protest des „Priwallvereins“ sind die politischen Parteien überzeugt worden, dass eine Überarbeitung des B- Planes nötig ist, die Anzahl der Betten und die geplanten Bauhöhen sollen reduziert werden.
Es muss eine Bürgerbeteiligung (Versammlung) stattfinden,Überarbeitung der Pläne durch den Investor

2009
Fährtarife: 01.01.2009 PKW 436.- € fahrzeugbezogene Jahreskarte, ohne Fahrer/Insassen

Waldplausch 1 - 10 der BIP in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr

4. Februar:
Die „Bürgerinitiative Behutsame Priwallentwicklung“ (BIP) veröffentlicht den Waterfront - Vertrag der Stadt mit Planet House AG. Die Strafanzeige gegen die BIP „der Waterfront – Vertrag wurde veröffentlich „ wird von der Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt.

20. Februar:
3. Bürgerversammlung der BIP „Wie soll der Priwall in 10 Jahren aussehen?
Eine Podiums- und Bürgerdiskussion mit:
Mathias Beyer (Tourismusberatung mascontour, Berlin)
Prof. Dr. Klaus Dierßen (FB Ökologie der Universität Kiel)
Sven Schindler (Vorsitzender des Lübecker Bauausschusses)
Dr. Dirk Schubert (FB Städtebau der HafenCity Universität Hambur

12. April:
Am Karfreitag demonstrierten drei Stunden lang die „Gemeinschaft der Priwallbewohner“, der „Verein der Wochenendhausbesitzer“ und Bewohner des Rosenhofes gegen die Erhöhung der Fährpreise. Sie blockierten eine Fähre, indem 200 Personen ständig hin- und herfuhren.

22. April:
Neuer Leiter der Schleswig-Holsteinischen Seefahrtsschule auf dem Priwall ist Studiendirektor Holger Garbelmann.

29. April:
Bürgerversammlung BiP legt Bürgerleitbild für den Priwall vor.

1. Mai:
Mit zwei Demonstrationszügen an den Fähren zeigen die Priwallbewohner ihren Ärger über die Fährpreise

20. Mai:
Auf der Passat öffnet eine museale Funkbude

10. Juni
Bürgerversammlung Konzept Priwall: BiP stellt Maßnahmenkatalog den Fraktionen vor

16. Juni:
Der Umwelt- und Schulausschuss der Bürgerschaft vertagt das Priwall-Waterfront-Projekt.

Die schwedische Frachtfähre „TransPulp“ läuft am frühen Morgen auf der vor dem Priwall liegenden Sandbank auf. Nach zwölf Stunden wird sie von Schleppern freigeschleppt. Die Ursache der Havarie ist noch unbekannt. Am Abend kann das Schiff wieder auslaufen.

26. Juni:
Mehr als 1000 Unterschriften gegen eine Anhebung der Priwallfährpreise übergibt die Interessengemeinschaft der Priwallbewohner Bürgermeister Saxe.

03. August:
Priwall-Fährtarife: Bürgerversammlung.

26. Juli:
Die „Interessengemeinschaft Priwall-Bewohner und Rosenhof“ fordert Politiker und Bürgermeister auf, die neuen gesetzlichen Grundlagen umzusetzen. Die verdeckte Gewinnausschüttung, die gegen die Subventionierung der Fährgebühren sprach, sei gemäß der Auskunft des Finanzministeriums nicht mehr gültig für den öffentlichen Nahverkehr. Die Subventionierung der Fährtarife für Priwallbewohner sei möglich.

29. August:
Natürlicher Priwall meets Erlebnisort Travemünde - Ergebnisse des TEK stützen Positionen der BiP-
Die wesentlichen Ergebnisse des »Touristischen Entwicklungskonzeptes« (TEK) der Hansestadt Lübeck wurden gestern im Rahmen des »Marketingfiebers« der LTM vorgestellt und bestärken zentrale Positionen der Bürgerinitiative behutsame Priwallentwicklung.

11. August:
Sünnenwold: Fährgebühren unerträglich hoch

15. Sept.:
Auf dem Priwall ist eine 2004 ins Leben gerufene Stranddistelaktion gelungen. Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer säte Stranddisteln, die hier ausgestorben waren, zwischen Sanddorn in den Dünensand und kann jetzt ca. 20 cm hohe Pflanzen beobachten

19. Sept.:
Das Finanzministerium hält stark ermäßigte Priwall-Fährpreise für die Bewohner für rechtlich erlaubt. Die Stadt Lübeck bleibt vorerst bei ihren Forderungen von 1050 € für ein Jahr inklusive Autotransport.

02. Oktober
Possehl – Stiftung fördert BiP - Bürgerschaftliches Engagement wird unterstützt

03. Oktober
Priwaller lassen nicht locker Weiter »faire Fährpreise gefordert« – Bürgerversammlung

09. Oktober:
Priwaller im spontanen Kreisverkehr. Eine Demo war nicht angemeldet, und so herrschte zunächst leichte Irritation: Eine Gruppe Priwaller hatte sich am Donnerstagvormittag mit Fahrrädern auf dem Fährenvorplatz beim Rosenhof wohl zufällig getroffen.

27. November:
Priwallfähre: Aufsichtsrat setzt Preiserhöhung von Jahreskarten aus.
Der Aufsichtsrat des Stadtverkehr Lübeck hat auf seiner jüngsten Sitzung die Preiserhöhung für alle Jahreskarten der Priwallfähre bis Ende März 2010 ausgesetzt. Die Jahreskarten werden nicht erhöht – zumindest bis Ende März.
Ob die Priwaller Sonderpreise bekommen, wollte Marion Lembke-Stark (CDU) auf der Ortsrats-Sitzung vergangenen Dienstag von Willi Nibbe, Geschäftsführer des Lübecker Stadtverkehrs, wissen. »Vom Stadtverkehr wird es keine Sonderpreise für Priwallbewohner geben.

Das Rechnungsprüfungsamt rügt die Stadt Lübeck, sie habe die Flächen des Waterfront - Prokektes auf dem Priwall zu billig an den Investor Sven Hollesen verkauft
Es wird der geheime Bericht des Rechnungsprüfungsamtes veröffentlicht, einer Strafanzeige sieht die BIP gelassen entgegen.

2010
Fährtarife: 01.01.2010 PKW 436.- € fahrzeugbezogene Jahreskarte, ohne Fahrer/Insassen

Waldplausch 11 – 15 der BIP in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr

09./10. Januar:
Ein Nord-Ost-Sturm bis Windstärke 10 lässt die Trave über die Ufer steigen. Das Wasser überflutet den Strand, richtet Schäden an der Promenade an, zerstört Brücken und den Hundebadesteg. Der Wasserstand erreicht 6,48 m. Die Priwallfähre stellt zeitweise den Betrieb ein.

10.Januar
Seebrücke an der Travepromenade hält Sturm und Brandung nicht mehr stand. Anleger der Priwallpersonenfähre auf dem Priwall ist weitgehend zerstört.Inzwischen hat sich die Anlegebrücke der kleinen Priwallpersonenfähre priwallseitig zerlegt. Ein Teilstück ist etwas in Richtung Passat abgetrieben.

27.Januar:
Wintereinsatz an der Priwallfähre. Viele Travemünder haben mit dem nunmehr schon länger anhaltenden Winter alle Hände voll zu tun. Auch die Besatzungen der Priwallfähre kämpfen mit den Naturgewalten. Nach der Sturmflut vor zwei Wochen, tagelangem Schneeräumen ist nun der Verkehr auf der Trave seit Tagen durch erheblichen Eisgang stark behindert

30. Januar
Hochwasser im Keller, Rohrbruch auf dem Priwall beschädigt gleich vier Häuser. Die Feuerwehrleute der FF Priwall konnten zunächst gar nicht feststellen, wo das Wasser eigentlich herkam. Am Samstagmorgen waren die Freiwilligen wegen eines Rohrbruchs in die Straße »Helling« gerufen worden, wo viele Reihenhäuser stehen.

03. Februar
Heute vor 20 Jahren öffnete sich die Grenze auf dem Priwall. Plötzlich standen sich die Menschen aus dem geteilten Land am Priwall-Strand gegenüber

20. Februar:
Die Interessengemeinschaft Bewohner Priwall mit Rosenhof hat das Ergebnis ihrer auf dem Priwall durchgeführten Erhebung hinsichtlich der Fährbenutzung, speziell mit Jahres-fährkarten, veröffentlicht.

26. Februar
BiP veröffentlicht Alternativentwurf für den Priwall. Die BI behutsame Priwallentwicklung e.V. (BiP) hat heute ihren alternativen Entwurf für die Weiterentwicklung auf dem Priwall veröffentlicht und online gestellt ( www.bipriwall.de ). So soll der Priwall nach Plänen der BiP aus der Flugperspektive aussehen.

27. Februar:
Die „Bürgerinitiative behutsame Priwallentwicklung“ legt ihr Konzept vor. Es sieht 10 000 m² Baufläche statt 70 000 m² vor, 500 statt 3000 neue Betten und bessere Erlöse für die Stadt Lübeck als beim Waterfrontprojekt.

01. Mai
Berufsjubiläum: 25 Jahre in der Fischbratküche.
Die Gründer der »Fischbratküche Priwall«, Familie Cordes, kannte sie schon seit ihrem 6. Lebensjahr. Als Jugendliche hatte sie dann in der alten Fischbratküche die Tische abgeräumt. Inzwischen ist Gabriele Augustin selbst Chef und nun seit 25 Jahren.

02.April:
Fährtarife: Bürgerversammlung mit SPD und LINKEN die »Interessengemeinschaft »Interessengemeinschaft Bewohner Priwall mit Rosenhof«.

5. April:
4. Bürgerversammlung der BIP „Priwall ohne Waterfront“ stellt die BiP ihr Konzept für die weitere ßßßß

22. April
Leichenteile in Travemünde angespült entdeckte ein 76-jähriger Spaziergänger auf dem Priwall Leichenteile, die offensichtlich ans Ufer angespült wurden. Beim Schiffsanleger des dortigen Klärwerks lag auf den Ufersteinen der untere Teil eines Leichnams.

01. Mai:
Ostsee Card ist keine Fähr Card mehr:
Wer ist denn nun verantwortlich?
Seit Januar 2010 können Touristen mit der Ostsee Card (Nachfolger der Kurkarte) nicht mehr wie bisher kostenlos die Priwallfähre nutzen. Der Kurbetrieb Travemünde hatte dem Stadtverkehr Lübeck in den Vorjahren dafür entsprechend Gelder überwiesen.

12.-15. Mai:
Der 100. Geburtstag der Viermastbark Passat beginnt mit dem Einlaufen der eingeladenen Segelschulschiffe, Großsegler und Traditionssegler. Es werden mehr als 25 Schiffe erwartet, darunter viele Großsegler. Die Geburtstagsparty geht weiter mit einem umfangreichen Musikprogramm und maritimer Gastronomie. Höhepunkt ist die Lichtinszenierung der Passat mit Aufsehen erregenden Lichteffekten. Das Fest endet mit einer großen Auslaufparade der Großsegler

19.Mai:
Priwall-Vereine warnen vor wirtschaftlicher Verödung der Halbinsel, falls die ansässigen Camper, Segler und Kanuten ihr Gelände räumen müssen, bevor das Waterfront-Projekt endgültig nach evtl. langjährigem Gerichtsverfahren gebaut werden kann.

22. Mai:
Teerfunde am Passathafen. BiP: »Sachverständiger Mücke stellte vor 2 Jahren fest: Keine Altlasten«
Am 11.12.2007 beauftragte die Hansestadt Lübeck, -Bereich Wirtschaft, Hafen und Liegenschaften – den Sachverständigen für Altlasten Diplom-Ingenieur Mücke, mit der Untersuchung des nordöstlichen Priwalls zur Feststellung von Altlasten im Passathafen.

28. Mai:
Auf dem Priwall dürfen weitere neue Ferienhäuser gebaut werden. Die Bürgerschaft hat das neue Konzept des Investors Hollesen mit Mehrheit in der Bürgerschaft abgesegnet.

04. Juni
IHK Lübeck und BiP trafen sich zum Gespräch

18.Juni:
Waterfront mit öffentlichem Schwimmbad ? IG Priwall veröffentlicht Hollesen-Pläne »Waterfront kommt! Die Priwallentwicklung nimmt positive Gestalt an. Das Projekt macht Fortschritte«, schreibt Wolfgang Hovestädt, Sprecher Interessengemeinschaft Bewohner Priwall mit Rosenhof, in einer aktuellen Pressemitteitlung.

22. Juni:
Neues von der Priwall-Waterfront: Die Verhandlungen zwischen Hansestadt und Segelverein SVH sind gescheitert. Die Stadt will den Wassersportlern das Areal am Passathafen kündigen und das Heimfallrecht ausüben. Man hofft trotzdem immer noch auf eine außergerichtliche Einigung.

19. Juli
Waterfront: Erste Strafanzeige gegen Stadtspitze »Der schwebend unwirksame Vertrag zwischen der Stadt Lübeck mit der Priwall-Waterfront AG vom 20.12.07 stellt aus meiner Sicht einen groben Verstoß gegen geltendes Recht bzw. strafbares Verhalten zu Lasten der Hansestadt Lübeck dar.

28. Juli:
Priwallfähre Berlin wieder im Einsatz: Neuer Fahrstand bringt optimale Sicherheit.

20. Juli:
»Zukunft des Passathafen« Segler ruft zum Protest au »Was sich auf dem Priwall im Bereich des Passathafens von Seiten der Stadtverwaltung und der Politik an Ideen und Entscheidungen anbahnt, zeugt von absoluter Unkenntnis der Materie YACHTHAFEN und darf so nicht verwirklicht werden«, sagt Heino Haase,

04. August:
Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer hat auf dem Priwall in der Passathalle 2 eine Natur-Infostation eingerichtet. Ökologisch interessierte Touristen und Einheimische können sich hier weiterbilden.

05. August:
Wut auf Waterfront: Uferpromenade am geplanten Hotel soll für Öffentlichkeit gesperrt werden – Publikum pfeift Projekt aus.

10.August:
Gegenüberstellung des „Entwicklungskonzeptes für den Priwall“ von der Bürgerinitiative behutsame Priwall Entwicklung e.V. (BIP) (Stand: September 2010,mit dem „Städtebaulichen Konzept Priwall Waterfront“ von der Priwall Waterfront AG in Lübeck Travemünde (Stand 01.07.2010 )
Das Konzept der BIP ist für die Stadt nicht umsetzbar, da es keinen finanziell und inhaltlich verantwortlichen Projektentwickler gibt, der gegenüber der Stadt haftbar wäre und die Entwicklungskosten tragen wurde.“

17.August:
Umsatzkiller Ostsee Card: Gastronomiebetriebe auf dem Priwall leiden unter Wegfall der freien Fährnutzung für Urlauber und gestiegenen Fährpreisen.

20. Oktober:
»Berge von Giftflaschen« BiP untersucht Tunnel im Passathafen.
»Hier finden wir Berge von Flaschen, circa fünf Liter, mit dem Warnhinweis Gift« stellte Abfallexperte Günter Wosnitza am Mittwoch bei der Untersuchung eine Tunnels im Passathafen fest. Vor Ort waren auch Mitglieder der BIP.

29. Oktober:
5. Bürgerversammlung der BIP „ Passathafen erhalten oder Segel streichen wegen Waterfront?
Ein Diskussionsveranstaltung mit Heino Haase (Anlieger), Michael Voigt (SVH) und Andreas Stülcken (LYC).
19.15 – ca. 20.45 Uhr: Dr. Klinger kommt
Dr. Klinger, der Anwalt der BiP und vieler Mitstreiter gegen das geplante Waterfront- Projekt, erläutert die nächsten Schritte und steht für Ihre Fragen zur Verfügung

06. Nov.:
Die Stadtverwaltung lehnt das Konzept der Bürgerinitiative behutsame Priwallentwicklung BIP ab. Die Verwaltungbehörde bevorzugt das Waterfrontprojekt.

25. Nov.:
Die Bürgerschaft beschließt einen Flächennutzungsplan für den Priwall, der für das Waterfrontprojekt von Sven Hollesen die Voraussetzungen schafft. SPD, CDU, FDP und Bürger für Lübeck stimmen zu, die Grünen dagegen, die Linken enthalten sich. Im kommenden Jahr wird der Bebauungsplan für den Priwall aufgestellt. In diesem Jahr wird es beim Priwall Waterfront Projekt keinen Baubeginn geben. Der Chef der Stadtplanung, Herbert Schnabel, und der Chef des Liegenschaftsamtes, Claus Strätz, geben als Grund das fehlende Planungsrecht an.

28. Dez.:
Eis zerquetscht Brücke: 20.000 Euro Sachschaden Der Eiswinter hat sein erstes Opfer gefunden. Die Brücke am südlichen Wanderweg auf dem Priwall ist beim letzten Eisgang zerstört worden. Das Eis hat die massive Holzbrücke regelrecht zerquetscht.

2011
Fährtarife: 01.01.2011 PKW 483.- € fahrzeugbezogene Jahreskarte, ohne Fahrer/Insassen

Waldplausch 16 – 18 der BIP in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr

29. Januar:
6. Bürgerversammlung der BIP „Priwall – jetzt im Sonderangebot“
BiP startet 2. Spendenkampagne zum Einwerben der Prozesskosten. Die Puzzle – Aktion 1000 Teile des Priwalls werden für jeweils 10.- € verkauft.

04. Februar:
Kaputte Priwall-Brücke: Schaden durch Eisgang höher als gedacht

04. März:
7. Bürgerversammlung der BIP „Hurra, hurra – der Verkehr ist da“
Wie viel Verkehr würde Waterfront zusätzlich auf den Priwall bringen? Was passiert, wenn ein Krankenwagen kommen muss? Was kostet der Ausbau der Mecklenburger Landstrasse die Anwohner ? Mit Ulrich Pluschkell Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtverkehrs Lübeck, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Dietrich Stempel, Entwickler des Verkehrskonzeptes der BiP

04. März:
Ortsrat tagt: Waterfront-Projekt Thema in der Mai-Sitzung.
Der Travemünder Ortsrat lädt zur öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 11. Mai 2011, um 19.00Uhr im Gesellschaftshaus, Torstraße 1. Thema ist das touristische Großprojekt »Priwall Waterfront«.

25. März:
8. Bürgerversammlung der BIP „Wer soll das bezahlen – wer hat soviel Geld?
Welche Vorteile hat das Entwicklungskonzept der BiP für die Travemünder Geschäftswelt und für Lübeck?
Ist der Tourismus auch genug berücksichtigt? Ist euer Konzept nicht nur etwas für Reiche?
Diese und anderen Fragen wurden dis mit Volker Spiel, Gründer und Inhaber der Lübecker Projektberatungsgesellschaft Conplan GmbH,

08.April:
Bereits auf dem ersten Kooperationstreffen der auf dem Priwall ansässigen Wassersportler, der Camper und der Bürgervereine wurde deutlich: Das geplante Waterfront-Projekt ist viel zu groß für den Priwall und seine Einwohner, vertreibt die jetzigen Nutzer.

08. Mai :
Priwall-Feriendorf: »Entwicklung stagniert seit 2008« Stadt will Vermietungsregeln für Hauskäufer lockern. Auf dem Priwall ist die Weltwirtschaftskrise offenbar immer noch nicht vorbei: »Die weitere Entwicklung und Realisierung der Häuser in den Dörfern 4 und 5 stagniert seit der Wirtschaftskrise 2008«, heißt es in einer Beschlussvorlage aus dem Fachbereich Planen und Bauen.

09. Mai:
Was das touristische Großprojekt Priwall-Waterfront für den Verein für Kanusport Lübeck e.V. bedeutet, hat der Vorsitzende Peter Voigt in einer Stellungnahme zusammengefasst, das Aus nach mehr als 80 Jahren dort dem Verein

10. März:
Camping-Gäste: Waterfront bedeutet das endgültige Aus für den von uns und vielen Gästen aus dem In- und Auslands - Gäste beliebten Camping-Platzes Katt .
Das Gelände soll für das touristische Großprojekt »Priwall Waterfront« geräumt werden.

20. Mai:
Zeltplatz Katt für 2012 gesichert Wirtschaftssenator bestätigt Vertragsverlängerung. Dies bestätigt ein Schreiben des Wirtschaftssenators Sven Schindler an die BI behutsame Priwallentwicklung e.V. (BiP).

Mai:
Priwall-Vereine warnen vor wirtschaftlicher Verödung der Halbinsel, falls die ansässigen Camper, Segler und Kanuten ihr Gelände räumen müssen, bevor das Waterfront-Projekt endgültig nach evtl. langjährigem Gerichtsverfahren gebaut werden kann.

25. März:
Entwicklung ja, aber . Wochendhausbesitzer und Priwallbewohner zum Thema Waterfront, »Waterfront bedeutet für uns, dass die Möglichkeit besteht, den Priwall und Travemünde insgesamt als Erholungsgebiet zu verbessern.
Deshalb sind wir nicht grundsätzlich gegen das Projekt Waterfront«, schreiben der Verein der Priwall – Wochenendhausbesitzer

28. Mai:
Auf dem Priwall dürfen weitere neue Ferienhäuser gebaut werden. Die Bürgerschaft hat das neue Konzept des Investors Hollesen abgesegnet

04. Juni:
Travemünde erwartet einen Menschenansturm: Gegen 7 Uhr läuft das Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth“ in Travemünde ein. Am Ostpreußenkai macht die „Costa Marina“ fest. Beide Schiffe werden am frühen Abend mit großem Jubel verabschiede

22. Juni:
Neues von der Priwall-Waterfront: Die Verhandlungen zwischen Hansestadt und Segelverein SVH sind gescheitert. Die Stadt will den Wassersportlern das Areal am Passathafen kündigen und das Heimfallrecht ausüben. Man hofft trotzdem immer noch auf eine außergerichtliche Einigung

23. Juni:
Auf den Fähren zwischen Travemünde und dem Priwall hat zum ersten Mal eine Frau das Sagen. Herzlichen Glückwunsch Frau Ulrike Quanz zur bestandenen Fahrprüfung.

16. August:
Hr. Hollesen tritt von seiner Option zum Kauf des Krankenhausgeländes zurück

13. September:
Kollision auf der Trave. Augenzeugen berichten von drei Warnsignalen, die die Priwallfähre am Montagabend noch abgegeben haben soll, aber da war es schon zu spät: Ein lautes Krachen folgte, die Fähre war mit einem russischen Frachter kollidiert. Zum Glück wurde niemand verletzt.

07. Okt.:
Der Verein der Wochenendhausbesitzer auf dem Priwall kämpft mit einer Unter-schriftensammlung um den Erhalt der Nahversorgung. Die kleinen Einzelhändler und Gastronomen sollen ihre Grundstücke zu einem sehr hohen Quadratmeterpreis kaufen, die Mietverträge mit der Hansestadt laufen aus.

13. Okt.:
Auf einer sehr gut besuchten Ortsratssitzung erläutert Sven Hollesen sein auf dem Priwall geplantes Bauprojekt. 150 bis 200 Millionen € will er investieren, 2500 bis 3000 Betten sind für den Tourismus geplant. Am 25. November wird die Bürgerschaft über den Flächen-nutzungsplan entscheiden.

15. Nov.:
Dem alteingesessenen Verein „Gemeinschaft der Priwallbewohner“ droht die Auflösung mangels Unterstützung der Mitglieder. Nach Bekanntwerden des Problems finden sich doch noch Bewerber für den Vorstand.
1 Vorsitzender Hr. E. Erdmann
2. Vorsitzende Fr. V. Kerschl
3. Kassenwart Fr. B. Kokemohr
Schriftwart Fr. D. Siemer
1. Beisitzer F. J. Rosenwald
2. dito Hr. M. Hinz
3. dito Hr. F. Thierfeldt

15./16. Nov.:
Die Fahrpreise der Priwallfähren sollen 2012 nicht erhöht werden. Trotzdem muss das bisherige Tarifmodell neu überdacht werden. Die kostenfreie Überfahrt der Priwallbewohner geht zu Lasten der Besucher und Touristen.

19. Dezember:
Abbruchbagger auf dem Priwall.
BiP bedauert Abriss der Passat-Terrasse

Priwall Vereine beginnen sich zu organisieren – Kooperationstreffen der Vereine auf dem Priwall "Manifest gegen Waterfront" Priwaller Vereine bilden Kooperationsbündnis und veröffentlichen Manifest

Reeder gegen Waterfront: Nadelöhr bremst den Hafen/Travemünder Enge

2012
Fährtarife: 01.01.2012 PKW 553.- € fahrzeugbezogene Jahreskarte, ohne Fahrer/Insassen

Waldplausch 19 - 23 der BIP in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr

03. Februar:
»Man konnte sehen, aber nicht hin« Vor 22 Jahren wurde die Grenze auf dem Priwall geöffnet – Infotafel enthüllt

09. Februar:
Eis bedrängt Priwall-Fähre Die Priwallfähre konnte am Donnerstag wegen des Eisgangs und des Sturms zeitweilig nicht fahren. Sie drohte, in den Fischereihafen gedrückt zu werden.

07./17. Feb.:
Bei Temperaturen von minus 17 Grad friert sogar die Ostsee zu. Dicke Eisschollen und Eispanzer sind an den Brücken am Strand zu sehen. Die Priwallfähren mussten zeitweise ihren Betrieb einstellen, weil Eisschollen, starker Wind und Strömungen die Überfahrt unmöglich machten.

03. März:
Rehe lieben Rosen: Travemündes neuer Stadtjäger Bernd Böstrow zum Thema Wild auf dem Priwall.

08. März
Neues Leben im Passathafen Andrea Grube übernimmt die bekannte Seglermesse. Jeden Samstag und Sonntag, soweit Wetter und Heringssaison das zulassen, brät Andrea Grube vor der Seglermesse im Passathafen grüne Heringe. Auch am Restaurant selbst tut sich einiges: Offiziell zum 31. März übernimmt die Wirtin des beliebten Priwall-Treff.

05. April:
Priwallfähre: Die ersten beiden neuen Fähranleger sind montiert Seit geraumer Zeit steht den Priwall-PKW-Fähren im sogenannten vis-à-vis-Verkehr nur ein Anlegerpaar auf der Priwall und der Travemünder Seite zur Verfügung. Im November letzten Jahres wurden in einem ersten Schritt zur Erneuerung aller Anlegerpaare.

Mai:
Auch die Priwallfähre war heute zum wiederholten Male in diesem Jahr von Streiks betroffen. PKW’s und LKW’s wurden nicht befördert, dagegen fuhr eine Fähre stündlich für die Fußgänger. Auch Brummis müssen umdrehen. Die Gewerkschaft fordert mehr Lohn für die Beschäftigten im ÖPNV.

13. Mai:
Familienbetrieb in vierter Generation: Restaurant Pension Siemer feierte mit vielen Gästen 80. Geburtstag

28. Mai:
Eigentor nach Verlängerung – Vertragsverlängerung Waterfront die Zweite – Ohne politischen Beschluss – ohne Nachfrage an die Bürgerschaft – ohne Auflage. Der Vertrag für das geplante Waterfront-Projekt ist zum zweiten Mal vom Leiter des Liegenschaftsamtes verlängert worden. Diesmal bis Ende 2014. Grund ist das lange Planungsverfahren.
Schneller voran geht es beim Waterfront-Projekt auf dem Priwall. 2013 soll der Bebauungsplan verabschiedet werden, 2014 wäre dann Baubeginn.

12. Juni:
Mit der HYLA zur Seeschwalbeninsel. Im Sommer 2010 haben zum ersten Mal seit fast 50 Jahren wieder Flußseeschwalben im Lübecker Stadtgebiet gebrütet: Auf der künstlich angelegten »Seeschwalbeninsel« in der Pötenitzer Wiek.

08. Juni:
»Punkt eins setzte er die Flex an und machte den Asphalt kaputt« Priwall-Camper genervt von Baustellenlärm – Erste Gäste reisen ab.

06. Juli:
Wegweiser zur BiP: Absperrbänder sollen Dimensionen des Waterfront-Projektes verdeutlichen

13.-18. Juli:
So schlecht war der Sommer selten. Regen, Sturm, Gewitter und schlechte Laune machen sich bei Temperaturen um die 18 Grad breit. War's das schon? Die Gefahr einer gefährlichen Algenblüte der Rot- und Braunalgen ist gebannt.

Die Algen wurden in großen Mengen abgefahren, der Wind drehte ablandig und die kühlen Temperaturen verhindern eine weitere Blüte.

23.Juli:
Geschichte des Priwall Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Der große Travemünde Zyklus« hält Rolf Fechner regelmäßig Vorträge zur Geschichte Travemündes.

07. August:
»Wir vom Priwall« nennt sich die neue Zeitung der »Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V.«. Die erste Ausgabe ist am Freitag in einer Auflage von 700 Exemplaren erschienen.

09. August:
Fähre kollidierte auf der Trave mit Sportbooten um 06.40 h, fuhr die einlaufende norwegische Ro/Ro Fähre »Antares« bei dichtem Nebel im Fahrwasser der Trave zu weit nach steuerbord und kollidierte im Bereich der Autofähre zum Priwall mit 8 Sportbooten, einem Leuchtpfahl

16. August:
Priwallfähre für Fahrzeuge über sechs Tonnen gesperrt Aufgrund von notwendigen Reparaturarbeiten für die Hauptanleger der Priwallfähre wird ab sofort aus Sicherheitsgründen eine Lastreduzierung für Fahrzeuge bis sechs Tonnen Gesamtgewicht maximal und einer Achslast von vier Tonnen ausgesprochen.

19. August
Priwall saß zweieinhalb Stunden auf dem Trockenen Auf dem Priwall – hinter dem Rosenhof in Richtung Südspitze – ist am Donnerstag eine 30 Zentimeter starke Trinkwasserleitung gebrochen. Dadurch kam es in ganz Travemünde zu einem kompletten Druckabfall.

22. Oktober:
Infoveranstaltung »Regeneration des Seevogelschutzgebietes Priwall« Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e.V. lädt in Kooperation mit dem Gemeinnützigen Verein Travemünde zu einer Infoveranstaltung über die geplante »Regeneration des Seevogelschutzgebietes Priwall«

25. Oktober:
Tschüss, Priwall: Künstlerin Sabine Arndt räumt ihr Atelier – Waterfront- Unsicherheit macht Abschied leichter»Tschüss, Priwall«, steht auf dem Flyer, den Malerin Sabine Arndt ins alte Zollhaus im Passathafen gehängt hat.

27. September:
Eine Aufgabe für Jahrzehnte: Landschaftspflegeverein will Info-Zentrum im Fliegerweg errichten und das Seevogelschutzgebiet Priwall wieder aufleben lassen.

02. November:
Schafe statt Sense, 400 Tiere halten Sanddorn auf dem Priwall kurz.

15. November:
Letzter Bauabschnitt:
Priwall-Feriendörfer sollen im März 2013 komplett sein. Über 100 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen am Donnerstag am feierlichen Spatenstich für den letzten Bauabschnitt der Priwall Strand Ferienhäuser teil.

29. November:
Priwallverein zur Fährfreiheit :
Eckhard Erdmann erklärt für den Vorstand der Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V. zur Diskussion über die mögliche Aufhebung der Fährfreiheit für Priwallbewohner: »Auf der Tagesordnung der Bürgerschaftssitzung vom 29.11.12 taucht der Tagesordnungspunkt auf.

Nov.:
Die Neugestaltung der Priwall-Promenade soll den Planungsausschüssen im Februar 2013 vorgestellt werden. Man hofft auf einen Beginn des ersten Bauabschnittes im gleichen Jahr. Ab 2014 soll es Baurecht geben für das Waterfront-Projekt hinter dem Passathafen.
Wird das ehemalige Krankenhaus vielleicht sogar eine Jugendherberge?

Die Priwall-Fähranleger werden modernisiert. Einige der tonnenschweren 40 Jahre alten Klappen wurden abmontiert und Richtung Herrenwyk abtransportiert. Der Fährbetrieb ist eingeschränkt. Fährpreiserhöhungen ab Januar 2013 sind vorgesehen, um die Kosten auch auf die Fahrgäste umzulegen.

15. Dezember
Naturschutz-Vision: Drei Hektar große Brutinsel in der Pötenitzer Wiek Es sollte eine kleine Spendenübergabe auf dem Priwall werden: Der Gemeinnützige Verein zu Travemünde wollte seiner Satzung entsprechend den Naturschutz fördern, hatte für das Boot »Hyla« des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer einen »Fischfinder«.

14. Dezember:
BIP – Entwicklungskonzept für den Priwall , Präsentation des neuen Konzeptes auf dem Priwall.

Ihren 60. Geburtstag feiert die Schleswig-Holsteinische Seemannsschule mit einem bunten Programm auf dem Priwall.

Grenzöffnung vor 22 Jahren: Freigabe der neuen Infotafel

2013
Waldplausch 24 - 26 der BIP in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr

06.03.2014
Waterfront und Feriendörfer: Hollesen legt Zahlen vor
Möglichst schon Ende November soll der erste Spatenstich für »Priwall Waterfront« erfolgen.

01.April:
Ostereiersuche auf dem Priwall.
Ein wenig umdisponieren musste am Ostermontag die Priwall-Feuerwehr: Witterungsbedingt fand die traditionelle Ostereier-Suche im Haus statt.

06. April:
Priwall-Mord vor Gericht. Im vergangenen Oktober wurde das als „singende Wirtin vom Priwall“ bekannte Opfer brutal getötet. Der angeklagte Sohn äußerte sich bislang nicht zum Tathergang

17. April:
Ein Beobachter machte die Polizei auf mehrere tot auf der Weide liegende Rinder aufmerksam. Die übrige Herde sei in erbärmlichem Zustand. Das Veterinäramt ermittelt.

01/02. Mai:
Der nördliche Hauptanleger der Priwallfähre wurde nach 40 Jahren saniert und feierlich mit maritimem Gesang des PASSAT-CHORES eingeweiht.

04. Mai:
Die Rinder, die auf dem Priwall tot aufgefunden wurden, sind verhungert und waren hochträchtig. Auch der Rest der Herde war unterversorgt. Die Amtstierärzte schalteten sich ein.

12.Mai:
Die beste Werbung für den Priwall:
Kuchen bei Eis Klaus im Passathafen. Es gibt Bewohner im Maritim, die gucken zum Priwall rüber um zu sehen, ob Eis Klaus schon aufhat. Andere kommen von weiter her, an der Bude im Passathafen treffen sich Gäste aus Lübeck wie aus Australien. Und natürlich die Priwallianer.

Das Jugendherbergswerk Nord möchte eine Herberge auf dem ehemaligen Gelände des Priwall-Krankenhauses errichten. Bestehende Gebäude sollen mit einbezogen werden. Jetzt müssen nur noch Politik und Verwaltung den Weg frei machen für eine Jugendherberge mit Sportanlagen und Schwimmbad

07. Juni :
Ein Grund zum Feiern: Die Gemeinschaft der Priwallbewohner e. V. besteht seit 50 Jahren Jahren und feiert seinen Geburtstag im Passathafen.

18. Juni:
Das Urteil im Priwall-Mordprozess ist gefällt. Zwölf Jahre Haft wegen Totschlags für den angeklagten Sohn des Mordopfers.

16. Juli:
Seit 45 Jahre ist das DRK auf dem Priwall jeden Sommer auf Strandwache

18. Juli:
Aufgrund der guten Witterung und der vorherrschenden Strömung haben sich in der Ostsee vor dem Strand in Travemünde Blaualgen stark vermehrt. Daher hat der Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV) der Hansestadt Lübeck am Donnerstagnachmittag ein Teilweises Badeverbot vor Travemünde/Priwall erlassen.

05. August:
Die Sanierungsarbeiten für das zweite Anlegerpaar der Priwallfähre beginnen. Bis Oktober rollt der Verkehr über den bereits erneuerten ersten Anleger.

09. August:
Aus drei mach eins Drei gleichrangige Preisträger im städtebaulichen Wettbewerb für »Priwall Waterfront«
Die Stadtplaner und Architekten der Büros eins:eins architekten (Hamburg), GPK Architekten GmbH (Lübeck) und DFZ-Dinse Feest Zurl Architekten (Hamburg) sind die drei gleichrangigen Preisträger im städtebaulichen Wettbewerb »Priwall Waterfront«.

10. - 13. September:
Seit sieben Jahren wird das Waterfront-Projekt auf dem Priwall geplant. Das Jury-Ergebnis des Architektenwettbewerbes setzt auf drei Entwürfe, die zusammengeführt werden sollen. Ende Dezember sollen die Pläne den Bürgern vorgestellt werden. Mit der Fertigstellung wird es wohl bis 2020 dauern.

28. September:
Der Priwall soll ein riesiges Vogelparadies werden. Naturschützer planen, eine künstliche Insel in der Pötenitzer Wiek zu errichten. Dazu soll ein Betreuungs- und Infozentrum gebaut werden. Darf so der Priwall touristisch aufgewertet werden?

09. Oktober:
Der zweite neue Brückenanleger für die Priwallfähre ist eingetroffen. Die Montagearbeiten beginnen umgehend bei laufendem Fährbetrieb.

23. Oktober:
Elektro-Zaun für Kiebitz-Kolonie Landschaftspflegeverein plant im kommenden Jahr Versuch im Rahmen der geplanten Regeneration des Seevogelschutzgebietes Priwall

28. Oktober:
Sturm an der Küste
Seit den Nachmittagsstunden hat der Wind kontinuierlich zugenommen. Gegen 16:00 Uhr wurden knapp 9 Wind-stärken mit Böen über 10 Windstärken erreicht. Der Sturm weht von Süden her und treibt das Wasser der Trave auf die Ostsee hinaus.

15. November:
Priwallfähre: Sanierungsarbeiten an beiden Brückenanlegern beendet
Die Ingenieure des Stadtverkehrs können aufatmen: ein einjähriges Sanierungsprojekt ist wie geplant abgeschlossen. »Die Sanierungsarbeiten sind reibungslos erfolgt«, berichtet sichtlich erleichtert Jens Lottmann, eite Pressemitteilung,

18. November:
Priwallfähren: Es ist vollbracht! Zwar fuhren zum jetzt fertiggestellten südlichen Fähranlegerpaar die Fähren und Fahrzeuge schon einige Zeit, doch ganz offiziell erst seit Montag,

Priwall 2015
BiP präsentiert überarbeitetes Konzept für Passathafen und Krankenhausgelände
»Entwicklungskonzept Priwall 2015« hat die »Bürgerinitiative Behutsame Priwall-Entwicklung« (BiP) ihre Alternative zum Waterfront-Konzept genannt. Am Montagabend wurde es auf einer Veranstaltung der GRÜNEN im Travemünder Gesellschaftshaus vorgestellt

05./06. Dezember:
Das Orkantief „Xaver“ sorgt für extremes Niedrigwasser in den Travemünde Häfen. Im Fischereihafen liegen Boote auf dem Trockenen, die Skandinavienfähren laufen nicht aus, und die Priwallfähre musste zeitweise ihren Verkehr einstellen.

14. Dezember:
9. Bürgerversammlung der BIP „Das neue BIP Konzept gegen Waterfront „ Sie möchten nicht, dass der Priwall zugebaut wird? Sie möchten nicht im Verkehr ersticken? Sie möchten die Natur erhalten? Sie wollen wieder eine Jugendherberge auf dem Priwall?

2014
Fährgeld

Waldplausch 27 - 29 der BIP in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr

21. Januar:
Leerstand statt Verkauf: Stadt lässt ehemaliges Schlichting-Wohnheim zum Schandfleck verkommen

04. Februar:
Segelmacher Volker Martel zahlt jährlich Bettensteuer an die Stadt und kassiert für die Stadt die Kurtaxe von seinen Gästen. Seine Gäste wiederum blicken aus ihrer Ferienunterkunft auf dem Priwall auf ein zunehmend verwahrlostes Gebäude der Stadt.

Waterfront: Stadt stellt Konzept vor. Ziemlich genau sechs Jahre ist es jetzt her, dass der Kaufvertrag für das Waterfront-Gelände unterzeichnet wurden. Nun wird das Konzept für den Teilbereich I „Priwall- Waterfront“ vorgestellt

10. Februar:
Die Naturwerkstatt Priwall des Dummersdorfer Ufers kann gebaut werden, der Wirtschafts-ausschuss gibt grünes Licht.

03. März:
Priwaller drohen mit Sperrung des Ostseeküstenradwanderweges Die Höchstgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern gilt für Radfahrer wie Autofahrer, Parken ist verboten, Hunde sind anzuleinen und auf spielende Kinder ist Rücksicht zu nehmen: Mit einem Schild voller Piktogramme weisen die Eigentümer der Wochenendhäuser.

07. März:
Das große Fest: 1954 – 2014; 60 Jahre Freiwillige Feuerwehr Priwall

21./22. März:
Wegen sehr starker einlaufender Strömung und stürmischen Winden musste die Priwallfähre ihren Betrieb gegen 18 Uhr für ca. drei Stunden einstellen. Das Hochwasser stieg sehr schnell.

12.April :
»Wir brauchen diese Fläche definitiv im nächsten Jahr schon« Stadt zahlte 275.000 Euro Abfindung für Auflösung eines Mietvertrages, der 2016 ohnehin ausgelaufen wäre. Im Dezember 2011 rissen Abbruchbagger auf dem Priwall das Restaurant »Passat-Terrassen« ab. Auf dem Priwall erzählt man sich, der Pächter hätte über die Abfindung gut verhandelt. Ein Kostenaufstellung der Stadt zeigt, wie gut: 275.000 €

10./12. April:
Eine Segelkommission, besetzt aus DOSB-Vorstandsmitgliedern, dem Hamburger Sportsenator und anderen Funktionären des Segelverbandes und Wassersports, besucht Travemünde, um dann zu entscheiden, ob der Ort für Olympia als Partner von Hamburg gerüstet sein wird.
Die Kommission entscheidet sich für Kiel-Schilksee als olympisches Segelrevier. Das Lübecker Konzept hat nicht überzeugt. Es gab viele offene Fragen z. B. hinsichtlich des privat zu errichtenden Feriendorfes auf dem Priwall, Sicherheitsbedenken am Grünstrand. An den Projekten „Wellenbrecher vor dem Grünstrand“ und „Regattazentrum am Mövenstein“ soll lt. Travemünder Woche-Chef und Seglerverband weiter festgehalten werden.

22/23. April:
Ein Sonderausschuss soll den Verkauf eines städtischen Grundstückes in der Wiekstraße/Priwall klären. In der ersten Sitzung wurde zwei Stunden über das Verfahren gestritten

Die Gebäude I bis III des ehemaligen Priwallkrankenhauses sind fast abgerissen. Auf der Fläche soll ein Supermarkt entstehen. In die übrigen Gebäude sollen eine Jugendherberge, die Magazine der Stadtbibliothek sowie die Rezeption der Ferienanlage Waterfront einziehen.

28. April:
Schluss mit dem wilden Parken an der Strasse »Am Passathafen« sollen Baumstämme für Ordnung sorgen

01. Mai :
Eis Klaus jetzt am Badehaus. Da hat ein Anlaufpunkt gefehlt im Passathafen, nicht nur für die Menschen, sondern auch für Tiger »Mauzi«: Jetzt ist »Eis Klaus« wieder da, mit neuem Standplatz beim ehemaligen Badehaus.

27. Mai:
Sturm: Erhebliche Schäden an Strandkörben. Am Montag hatten Strandbesucher sich noch in der Sonne aalen können, am Dienstag schlug dann der Sturm zu: Besonders die Strandkorbvermietung auf dem Priwall traf es. Auf dem Priwall standen Strandkörbe im Wasser, bei einem Korb brach die Rückwand.

3. Juni:
Priwall: Schafe kamen per Landungsboot. Der Priwall-Wanderweg wird attraktiver: An der Pötenitzer Wiek wurde eine neue Uferkoppel angelegt, die seit Dienstag von einer kleinen Schafherde beweidet wird. Die Tiere reisten recht spektakulär mit einem kleinen »Landungsboot« über die Pötenitzer Wiek ein.

03./06. Juni:
Die Pläne für die Neugestaltung der Priwall-Promenade zur Flaniermeile liegen vor. Baubeginn soll im Frühjahr 2016 sein, Fertigstellung im Laufe des Jahres. Zuvor muss aber Baurecht für das Waterfront-Projekt geschaffen werden. Die Vorarbeiten für die Uferbefestigung beginnen im Oktober 2015.

08. Juni:
Und Tschüss! Letzter Camping-Sommer auf dem Priwall »Es tut uns leid, dass wir nach so langen Jahren aufgeben müssen«, steht auf einem Aushang an der Rezeption des »Strandcamping Priwall«. Ende September ist Schluss. »Da von der Stadt Lübeck eine negative Antwort auf die Anfrage nach dem Erhalt kam.

15. Juni:
Flieger-Denkmal in der Wiekstr. wächst zu, ausgerechnet im Jubiläums-Jahr – Neue Initiative vom Priwall sucht Unterstützer.Im Juni 1914 begann die Ära der Seefliegerei auf dem Priwall, eine Ausstellung im Kreuzfahrt-Terminal erinnerte kürzlich daran. Doch das Fliegerei-Denkmal auf dem Priwall ist ausgerechnet im Jubiläums-Jahr in traurigem Zustand.

16. Juni:
Nach 10 Jahren Leerstand:
Priwall-Krankenhaus teilweise einsturzgefährdet – 600.000 Euro Abbruchkosten
Seit dem Jahre 2005 stehen die Häuser stehen die Häuser I-III des ehemaligen Priwall-Krankenhauses leer. So etwas bleibt nicht ohne Folgen für die Gebäudesubstanz: Die Häuser seien seit dem Leerstand »dem Verfall durch die jahreszeitlichen Abfolgen ausgesetzt.

20. - 22. Juni:
Die mit großer finanzieller Hilfe von Stiftungen entstandene Naturwerkstatt auf dem Priwall öffnet ihre Pforten. Das zukünftige Betreuungs- und Informationszentrum hat sich zwei große Projekte vorgenommen: Die Regeneration der Großen Salzwiese auf dem südlichen Priwall sowie die Schaffung einer Düneninsel in der Pötenitzer Wiek für die Küstenvögel.

27. Juni:
10. Bürgerversammlung der BIP „ Neuer Ortsteil „ Waterfront – Priwalls ?
Auf dem Podium erwarten Sie Vertreter von SPD, CDU, FDP, Die Linke, Bündnis90/Die Grünen und Freie Wähler

29. Juni:
Brand auf Gelände der geplanten Naturwerkstatt Am frühen Sonntagmorgen ist ein Haus auf dem Priwall komplett heruntergebrannt, mehrere Feuerwehren waren stundenlang mit den Löscharbeiten beschäftig.

Aufgrund des gefährlichen Sogs der auslaufenden Fähren an der Südermole erwägt die DLRG-Wasserwacht die Badebegrenzung weiter Richtung Osten zu verlegen. Viele Badegäste, vor allem Kinder, unterschätzen die Strömung und geraten in Lebensgefahr.

Die Investoren der Waterfront AG auf dem Priwall und des Aja-Hotels mit Apartmenthaus neben der Verkehrsleitzentrale haben sich zusammengetan, um ihre Projekte besser zu vermarkten, damit gemeinsam in 2018 eröffnet werden kann.

13. Juli:
Boot versenkt Auto. Am Sonntag gegen 12 Uhr kam es zu einem Unfall an der Slipanlage des Priwallhafens. Ein Bootsbesitzer wollte sein Schiff aus dem Wasser holen. Er fuhr mit seinem Audi mit Anhänger ans Wasser. Dann machte sich der Wagen selbstständig.

20. Juli :
Die BIP informiert auf dem Priwall flächendeckend die Bürger zum anstehenden B-Plan – Verfahren.

24. Juli:
Waterfront: Partei-Piraten-Fraktion informiert im Passathafen , Halle 2.

01. August;
Waterfront: Verbaut sich Travemünde seine Olympiade? »Wir sind dabei, Priwall-Waterfront zu realisieren«, sagt der Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) im Interview mit Radio Travemünde. »Und ich bin sicher, dass Priwall-Waterfront dann sich hervorragend eignet auch für die Unterbringung der Olympischen Teilnehmer

2. September:
Eis-Klaus packt ein »Badehaus« im Passathafen soll abgerissen werden Kaffee, Kuchen, Kecke Sprüche: Eis-Klaus ist mit seinem Verkaufswagen längst eine Institution auf dem Priwall. Als Treffpunkt für Priwallianer hat er auch eine soziale Funktion. Doch nun muss er zum zweiten Mal dem Waterfront-Projekt weichen.

8/10. September:
Die umstrittene Immobilie Wiekstraße auf dem Priwall ist immer noch nicht freigegeben zur Anmietung von Flüchtlingsunterkünften. Der Käufer konnte bisher keinen Investitionsplan nachweisen, damit einem entsprechenden Mietvertrag mit der Stadt Lübeck zugestimmt werden kann

11./15. Sept.:
Die „Bürgerinitiative Behutsame Priwallentwicklung“ - BIP - feiert siebten Geburtstag und stellt dem Bauausschuss ein selbsterstelltes Modell der geplanten Priwall-Waterfront zur Verfügung, um noch einmal die Dimensionen des Projektes zu veranschaulichen und neu zu diskutieren.
Der Investor stellt zum letzten Mal seine Pläne auf einer außerordentlichen Sitzung des Ortsrates Travemünde in der Aula der Stadtschule vor.

21./24. Sept.:
Der Bauausschuss stimmt mit großer Mehrheit für das Priwall-Waterfront-Projekt.
Die Bürgerschaft der Stadt Lübeck hat Baurecht für das 126-Millionen-Projekt geschaffen.

07. August:
Das große Fest: 1954 – 2014 60 Jahre Freiwillige Feuerwehr Priwall Wehrführer und Oberbrandmeister der Frei-willigen Feuerwehr Priwall, Thorsten Clausen freute sich »… dass so eine kleine Feuerwehr so viel auf die Beine stellen kann!«

01. Oktober:
Der Priwall-Strandcampingplatz Katt ist nach 55 Jahren geräumt worden, um Platz für das Waterfront-Projekt zu machen, es gibt jetzt keinen öffentlichen Campingplatz mehr auf dem Priwall.
Das Campen bei den Naturfreunden bzw. auf dem Campingplatz der DLRG bleibt Mitgliedern vorbehalten.

01. Oktober:
Diskussion über Fährpreise »Kein Ende in Sicht bei den Fährpreiserhöhungen!!« lautet der Titel einer Informations-veranstaltung, die von der Gemeinschaft der Priwallbewohner e. V. und dem Verein der Wochenendhausbesitzer e. V. organisiert wird.

Die Berufsbildungsstätte auf dem Priwall erhält eine halbe Million Euro Fördergelder für die Modernisierung der Ausbildungsbereiche. Jährlich werden dort rund 7000 Teilnehmer in 20 Lehrberufen ausgebildet.

06. Oktober:
Priwallfähre: Mit Waterfront zur schwarzen Null. Eine einfache Fahrt mit der Priwallfähre kostet Fußgänger 1,10 Euro. Für das Auto sind es 3,40 Euro, Insassen gehen extra. Denn zum 1. Januar sollen die Fährtarife erhöht werden.

25./31. Oktober:
Der Stadtverkehr hat eine neue Norderfähre in Auftrag gegeben. Mit dem neuen Schiff können auch Rollstuhlfahrer und Radler transportiert werden

28. Oktober
Berufsschüler auf dem Priwall.
Priwallverein lädt zur Herbstversammlung mit Diskussion, Thema diesmal: »Konflikte mit Teilnehmenden an beruflichen Maßnahmen auf dem Priwall«

Der Priwall-Reiterhof hat neue Besitzer. Mit neuen Ideen und einer Verjüngungskur wird die Anlage ab Januar 2015 weitergeführt

11. November:
Klimawandel an der Ostsee »Wenn wir so weitermachen wie bisher, ist ein ungebremster Klimawandel die Folge.« Fr. Dr. Insa Meinke, Leiterin des Norddeutschen Klimabüros des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und Dr. Dr. Ursula Kühn, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde Lübeck informieren zu dem Thema.

19./21. November:
Das Waterfront-Projekt verzögert sich weiter. Jetzt soll Spatenstich Ende Mai 2015 sein, es könnte aber auch Ende 2015 werden. Die Stadt Lübeck muss beim Naturschutz nachbessern.

05. Dezember:
Baubeginn des ersten Gebäudemoduls der Naturwerkstatt Priwall

07. Dezember
Adventskaffee auf dem Priwall. Gemütlich-besinnlicher Nachmittag in der Seglermesse Traditionsgemäß eröffnet der Verein der Priwallbewohner e.V. den Reigen der Weihnachtsfeiern in Travemünde. Viele Mitglieder trafen sich am gestrigen Samstag vor dem 2. Advent in der Seglermesse auf dem Priwall.

17./18. Dezember:
Das ehemalige Wohnheim an der Wiekstraße auf dem Priwall, das ohne Ausschreibung an einen Lübecker verkauft wurde, wird vom Käufer saniert und dann lt. Stadtsprecher an die Stadt Lübeck als Unterkunft für Flüchtlinge/Asylbewerber vermietet.

Wem nützt Waterfront?
Die »Bürgerinitiative behutsame Priwall-Entwicklung« (BiP) hatte am Samstag zur Bürgerversammlung im Passathafen geladen. Es ging um das Touristische Großprojekt »Priwall Waterfront«. Vertreter von SPD, GRÜNEN, CDU, FDP und BFL folgten dem Ruf.

2015
Waldplausch 30 - 33 der BIP in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr

Fährgebühren 01.01.2015 – 31.12.2016 610.- € Jahreskarte fahrzeugbezogene Jahreskarte

PKW- Fußgänger incl. Fahrrad, Erstwohnsitz auf dem Priwall, kostenlos.

01./03. Januar:
Die Tarife für die Priwallfähre sind wieder erhöht worden. Zum Teil werden die Fahrpreise bis zu 20 Prozent teurer. Die neuen Preise gelten bis Dezember 2016

03. Februar:
Der GVT lädt zu zwei Veranstaltungen anläßlich „25 Jahre Grenzöffnung und Mauerfall“ ein. Eine davon findet vor Ort in Pötenitz statt. Gedenkansprachen, Rückblicke und ein geselliges Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, organisiert von sehr gastfreundlichen Pötenitzer Bürgern, runden den denkwürdigen Tag ab.

11. Februar:
»Was passieren wird, wissen wir nicht« Nach mehr als 80 Jahren hat der Traditionsbetrieb »Siemer« auf dem Priwall geschlossen.

Wegen des fragwürdigen Verkaufs einer städtischen Immobilie auf dem Priwall hat ein Grünen-Politiker Strafanzeige gegen den Chef des Liegenschaftsamtes gestellt.

Die Abrissarbeiten auf dem Priwall für das Projekt Waterfront gehen weiter. Halle 1 wurde dem Erdboden gleichgemacht. Im März/April ist der Abriss des Krankenhauses geplant.

14. Februar:
Priwall-Naturwerkstatt wird in Lübeck vorgestellt Der »Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e.V.« errichtet eine »Naturwerkstatt« im Fliegerweg auf dem Priwall .Das Projekt soll jetzt auch den Lübeckern vorgestellt werden. Auf dem Priwall entsteht gleich neben der Feuerwache der Neubau einer Naturwerkstatt des Landschaftspflegevereines Dummersdorfer Ufer soll am 25. April auf dem Priwall eröffnet werden.

03. März:
Schilder-Streit: Priwaller drohen mit Sperrung des Ostseeküstenradwanderweges Die Höchstgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern gilt für Radfahrer wie Autofahrer, Parken ist verboten, Hunde sind anzuleinen und auf spielende Kinder ist Rücksicht zu nehmen: Mit einem Schild voller Piktogramme weisen die Eigentümer der Wochenendhäuser hin.

16. März:
Der Deutsche Olympische Sportbund hat eine Empfehlung für Hamburg als Austragungsort für Olympia 2024 gegeben. Damit will Lübeck-Travemünde als Mitbewerber für dier Segelwett-bewerbe mit ins Rennen gehen

21./22. März:
Wegen sehr starker einlaufender Strömung und stürmischen Winden musste die Priwallfähre ihren Betrieb gegen 18 Uhr für ca. drei Stunden einstellen. Das Hochwasser stieg sehr schnell.

Die Gebäude I bis III des ehemaligen Priwallkrankenhauses sind fast abgerissen. Auf der Fläche soll ein Supermarkt entstehen. In die übrigen Gebäude sollen eine Jugendherberge, die Magazine der Stadtbibliothek sowie die Rezeption der Ferienanlage Waterfront einziehen.

10./12. April:
Eine Segelkommission, besetzt aus DOSB-Vorstandsmitgliedern, dem Hamburger Sportsenator und anderen Funktionären des Segelverbandes und Wassersports, besucht Travemünde, um dann zu entscheiden, ob der Ort für Olympia als Partner von Hamburg gerüstet sein wird.
Die Kommission entscheidet sich für Kiel-Schilksee als olympisches Segelrevier. Das Lübecker Konzept hat nicht überzeugt. Es gab viele offene Fragen z. B. hinsichtlich des privat zu errichtenden Feriendorfes auf dem Priwall, Sicherheitsbedenken am Grünstrand. An den Projekten „Wellenbrecher vor dem Grünstrand“ und „Regattazentrum am Mövenstein“ soll lt. Travemünder Woche-Chef und Seglerverband weiter festgehalten werden.

02. Mai:
»Preise wie vor 35 Jahren« Michael Nath führt zusammen mit Ehefrau Manuela bereits seit dem Jahre 2008 den Dünen-Pavillon auf dem Priwall. Zuvor hatten die Eltern Marion und Werner Nath seit Mai 1980 die bekannte Gaststätte im Dünenweg zum Treffpunkt für Urlauber und Einheimische

03./06. Juni:
Die Pläne für die Neugestaltung der Priwall-Promenade zur Flaniermeile liegen vor. Baubeginn soll im Frühjahr 2016 sein, Fertigstellung im Laufe des Jahres. Zuvor muss aber Baurecht für das Waterfront-Projekt geschaffen werden. Die Vorarbeiten für die Uferbefestigung beginnen im Oktober 2015.

20. - 22. Juni:
Die mit großer finanzieller Hilfe von Stiftungen entstandene Naturwerkstatt auf dem Priwall öffnet ihre Pforten. Das zukünftige Betreuungs- und Informationszentrum hat sich zwei große Projekte vorgenommen: Die Regeneration der Großen Salzwiese auf dem südlichen Priwall sowie die Schaffung einer Düneninsel in der Pötenitzer Wiek für die Küstenvögel.

21.Juni:
Es muss eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung für den B- Plan Waterfront geben, es wurden von Seiten der Stadt relevante Einwendungen des Landes MV nicht berücksichtigt

Eine Privatinitiative sammelt Unterschriften für den Bau von Erholungsstätten für Jugendliche auf dem Priwall. Doch die in früheren Zeiten beliebten Zeltlager, eine Jugendherberge u. ä. wird es wohl nicht mehr am Priwallstrand geben. Natur- und Hochwasserschutz und neue Bebauungspläne sprechen dagegen

Auf dem Priwall schließt aufgrund Nachwuchsmangels die Kindertagesstätte Arche Noah. Ursprünglich war sie im Pörtnerhaus des Priwall-Krankenhaus zuhause, zuletzt aber provisorisch am Priwallhafen /Halle 2 untergebracht. In der Kita spielte zuletzt nur ein Kind, das auch auf dem Priwall lebte

30. Juli:
Die Investoren der Waterfront auf dem Priwall und des Aja-Hotels mit Apartmenthaus neben der Verkehrsleitzentrale haben ein Kooperationsvereinbarung, um ihre Projekte besser zu vermarkten, damit gemeinsam in 2018 eröffnet werden kann.

Die umstrittene Immobilie Wiekstraße auf dem Priwall ist immer noch nicht freigegeben zur Anmietung von Flüchtlingsunterkünften. Der Käufer konnte bisher keinen Investitionsplan nachweisen, damit einem entsprechenden Mietvertrag mit der Stadt Lübeck zugestimmt werden kann.

04. Juli:
40 Jahre Deutsch-Französischer Segelclub. Etwas abseits gelegen sind die Steganlagen und das Clubhaus des Deutsch-Französischen Segelclubs Passat e.V. an der Pötenitzer Wiek auf dem Priwall.

05. August
Waterfront: Am 24. September soll die Bürgerschaft entscheiden. Investor schreibt an die Fraktionen und wehrt sich gegen BiP-Zeichnungen Acht Jahre lang plant Sven Hollesen schon am Projekt »Priwall Waterfront«, jetzt ist er kurz vorm Ziel: Am 24. September soll die Lübecker Bürgerschaft den Bebauungsplan absegnen, schon am 25. September will er zum offiziellen ersten Spatenstich laden.

07. August:
Aufpassen am Priwall-Strand. Der Sog der Fähren kann unvorsichtigen Badegästen zum besonders am Priwall – Strand zum Verhängnis werden

24. August:
BiP präsentiert neues Waterfront-Modell . Am 24. September 2015 sind Lübecks Gemeindevertreter gefragt: In der Bürgerschafts-Sitzung sollen sie über den Bebauungsplan für »Priwall-Waterfront« entscheiden. Eine Mehrheit zeichnet sich ab.

31.August:
»Kampfmittelverdachtsfläche« an der Südermole. Der Kampfmittelräumdienst des Landes Schleswig-Holstein hat die oben genannte Fläche als Kampfmittelverdachtsfläche erklärt«. Das kleine Gelände beim Dünenweg soll im Sep-tember untersucht werden.

09. September:
Die BIP wird 7 – und zeigt das neueste Modell von Waterfront!

21. September:
Waterfront: Auch der Bauausschuss gibt grünes Licht Bei Kaffee und Keksen tagte am Montagnachmittag in Lübeck der Bauausschuss. Man war guter Stimmung, nur eine einsame TV-Kamera sorgte für Irritationen: Der NDR wollte in der öffentlichen Sitzung ein paar Aufnahmen machen, wenn es um das Thema »Priwall geht, sie wurden "ausgesperrt"t

21./24. Sept.:
Der Bauausschuss stimmt mit großer Mehrheit für das Priwall-Waterfront-Projekt; Teilbereich 1. Die Bürgerschaft der Stadt Lübeck hat Baurecht für das 126-Millionen-Projekt geschaffen

06./09. Okt.:
Die Pläne für ein neues Hafenmeistergebäude am Passathafen liegen vor. Die Stadt wird ein mit sandfarbenen Ziegeln verkleidetes Gebäude errichten. Baustart Frühjahr 2016.

10. Oktober:
Die Planet- Hause AG hat bisher kein Modell des Waterfront-Projekt veröffentlicht, dies geschah nun von Seiten der BIP. Das Modell wird im Bauausschuss – und beim Ortsrat präsentiert. Die Verwaltung moniert geringe Einzelheiten des Modells, die Platzierung der Häuser und Anzahl der Bauten sind richtig.

10./11. Okt.
Das Waterfront-Projekt , Teilbereich 1, beinhaltet auch ein Tagungszentrum mit Passatblick. Die Ferienapartments sollen vielseitig nutzbar sein. Der Gestaltungsbeirat der Stadt befasst sich mit den problematischen vier Sonderbauten am Wasser und den Parkpaletten. Beides passt noch nicht ins Bild und muss schöner werden.

12. Okt.:
Der Grundstein für das 128-Millionen-Projekt Waterfront auf dem Priwall ist gelegt.

30./31. Okt.:
Die 50 Jahre alte Personenfähre „Priwall IV“ fährt zum letzten Mal zwischen der Nordermole und dem Priwall.

Dezember:
Der einsame Abschied der Barkasse Priwall IV nach 50 Jahren. Die Blaue Stunde war schon zur schwarzen Nacht geworden, als die Personenfähre Priwall IV gegen halb sechs Uhr am Festland-Anleger auf der Travemünder Seite noch am Festmachertampen leise vor sich hin tuckerte.

Dezember:
Kleiderkammer bei DO IT auf dem Priwall eröffnet. Zur Zeit leben 80 Flüchtlinge, darunter 24 Kinder auf dem Priwall. Im November soll es ein öffentliches Ehrenamtstreffen der Diakonie geben, wo sich interessierte Bürger informieren können, wie sie den Flüchtlingen helfen können

09. Dezember :
Weihnachtsmärchen Priwall Waterfront. Käufer investieren bereits 17,3 Millionen Euro in die Ferienwohnungen und damit in den Tourismus von Travemünde.

2016

Auf dem Priwall wurden nachts mehrere Scheiben eines Hauses durch Steinwürfe beschädigt. Es besteht ein Verdacht, zu dem sich die Polizei aber noch nicht äußert

Die Bürgerschaft lehnt weiterhin den Abschluss eines Mietvertrages des umstrittenen Gebäudes in der Wiekstraße auf dem Priwall ab. Erst solle der Käufer 40 000 Euro nachzahlen.

Käuferansturm auf Waterfront. Erste Ferienwohnungen auf dem Priwall sind verkauft.

2016
Schreiben Stadt Zustand der ML, Antwort

19.Januar:
Sonderbauten in der Bauverwaltung Ausstellung des Ergebnisses des Wettbewerbes zum Sonderbau 1 im Rahmen des Projektes Priwall Waterfront, Teilbereich 1

13. Januar
Erster schwebender Sonderbau für Priwall Waterfront Architektenwettbewerb für Sonderbau 1 in Priwall Waterfront entschieden

11. Januar:
Priwall: Pläne für das Krankenhausgelände Wo einst das Priwall-Krankenhaus stand, sollen Stellplätze für Segler und Wohnmobilisten entstehen. Außerdem soll die Grundlage für die Ansiedlung eines Nahversorgers (Lebensmittelmarktes) geschaffen werden.

11. Februar:
»Was passieren wird, wissen wir nicht« Nach mehr als 80 Jahren hat der Traditionsbetrieb »Siemer« auf dem Priwall geschlossen

16. Februar:
Neues vom Priwall: Bagger eingesackt, die Arbeiten an dem Projekt Waterfront gehen zügig voran. Ab und zu wird das Projekt aber von der Geschichte des Priwalls eingeholt. Statt einer Promenade gab es hier früher einen U-Boot Hafen. Und der ist nicht mehr besonders stabil.

02. Februar:
Fassade aus gefaltetem Kupfer: Weitere Details zum ersten Waterfront-Sonderbau im Gestaltungsbeirat diskutiert
Dass ein Entwurf im Gestaltungsbeirat diskutiert wird, nachdem der Architektenwettbewerb schon entschieden ist (TA berichtete), kommt nicht allzu oft vor. Doch immerhin ging es am Freitagnachmittag im Foyer der Bauverwaltung um den ersten der »Sonderbauten«

8.März:
»Dreimal hip hip hip sagen« Schiffstaufe in Travemünde, für maritim Interessierte gehört sie längst zum gewohnten Bild auf der Trave: Die »Priwall VI«, die neue Fußgängerfähre. Doch das waren nur Übungsfahrten. Richtig in Dienst geht die Fähre erst nach der Taufe.

17. März:
Dank niedriger Spritpreise: Priwallfähre schreibt wieder schwarze Zahlen. Nach gut einem Jahrzehnt haben die Priwallfähren im Jahre 2015 erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben. Allein auf gutes Wirtschaften ist das allerdings nicht zurückzuführen: Die niedrigen Spritpreise haben erheblich dazu beigetragen.

17.März
Schiffstaufe der neuen Norderfähre, Abschied von der alten Barkasse

02.März
Baumaterial für Waterfront: Hält die Mecklenburger Landstraße das aus? Wer die Mecklenburger Landstraße entlangfährt weiß was für ein Gefühl es sein muss, einen Presslufthammer zureiten zu wollen: Die Straße auf dem Priwall ist Travemündes schlimmste Schlagloch-Piste.

26..März
Waterfront: Grundstein beschädigt, ein knappes halbes Jahr ist es her, dass mit zahlreichen geladenen Gästen feierlich der Grundstein für das touristische Großprojekt »Priwall Waterfront« vergraben wurde.

31.März
»Ich mache es mal ganz kurz: Das haben wir ja gleich gesagt.«, erklärt Siegbert Bruders, Vorsitzender der BI behutsame Priwallentwicklung e.V. (BIP) zu den deutlich gestiegenen Kosten der Uferbefestigung. »Und so wird es jetzt weitergehen.

29. März:
Ambiente sucht neuen Pächter Vor fünf Jahren übernahm Peter Rene Horak das Restaurant »Ambiente« auf dem Priwall . Zum 1. April wird das Restaurant mit dem tollen Ausblick auf die Trave geschlossen. Die Eigentümer suchen nun nach einem neuen Pächter.

19. März:
BIP berät über weiteres Vorgehen In einer Mitgliederversammlung der BiP wurde über den derzeitigen Stand des Waterfrontprojektes und das weitere Vorgehen beraten. Eine Klage gegen den 1. Bauabschnitt ist nicht mehr möglich. Der klageberechtigter Verein Dummersdorfer Ufer e.V. hat sein Klagebereitschaft kurzfristig zurückgezogen.

04. Mai:
Priwall Waterfront:
Erste Arbeiten an Südermole beginnen Montag, Passat während erster Bauphase für Fußgänger über Straße »Am Priwallhafen« erreichbar. Am kommenden Montag, 9. Mai 2016, beginnen erste Arbeiten des Projektes Priwall Waterfront. Der erste Bauabschnitt dient zur Umsetzung einer umlaufenden Travepromenade und erfolgt auf dem Priwall im Bereich der Südermole. Der genaue Teilabschnitt erstreckt

12. Mai
Waterfront: Entwürfe für die Sonderbauten sind komplett ab Samstag in der öffentlichen Ausstellung im Passathafen sichtbar.

26. Mai:
»Der Fahrplan sollte eingehalten werden« Priwaller wünschen sich verlässlichere Zeiten bei der Fähre. Es ist nicht die große Revolution wie vor Jahren bei den Fährpreis-Demonstrationen und das wollen die Anwohner auch gar nicht. Aber sie möchten schon mal auf Probleme mit der Priwall-Fähre aufmerksam machen.

31. Mai /03.Juni
Wieder geht es um die Fähren.
Priwall VI wegen Ruderschadens außer Betrieb. Die Stadtverkehr Lübeck GmbH ist um eine schnelle Reparatur bemüht. Am vergangenen Samstag war die Priwall VI nicht mehr manövrierfähig. Sie musste den Fährbetrieb zwischen Travemünde und der Südermole/Priwall einstellen. Sie konnte aus eigener Kraft ihren Liegeplatz erreichen.
Die Fähre wird auf der Böbs-Werft repariert und ist ab dem 03. Juni wieder im Betrieb.

14.Juni/16. Juni
Diskussionen auf dem Priwall, das Bündnis90/Die Grünen laden ein..
Eine Beteiligung der Priwaller an Gesprächen der Verwaltung, Hrn. Hollesen, der LTM, der Unteren Naturschutz-behörde und dem Kurbetrieb zu den Themen: Tourismus, Naturschutz gibt es nicht.
In letzter Instanz erklärt der neue Innensenator,die Gespräche seien reine Routineaufgaben der Verwaltung, eine Bürgerbeteiligung gibt es nicht.
Nur soviel am Rande der Kurdirektor Hr. Kirchhoff wird in einem Workshop nach Abschluss der Gespräche informieren.
Anmerkung: In einem Workshop werden gemeinsame Ergebnisse erarbeitet und nicht vorgestellt, vielleicht hat sich Hr. Kirchhoff auch nur versprochen.

30. Juni
»Priwall-Affäre«:
Bürgerschaft setzt Rückmietungs-Versuch für Wohnheim erneut Riegel vor
Folgt man den Argumenten des Sonderausschusses, dann wurden die Politiker in der Lübecker Bürgerschaft von der Verwaltung getäuscht: In der Verkaufsvorlage für ein Wohnheim auf dem Priwall sei verschwiegen worden, dass es mehrere Interessenten gegeben hatte, dass es Verhandlungen zur Rückmietung gegeben hatte, ein Ausschreibungsverfahren abgebrochen worden sei und die Stadt die Immobilie selbst brauche.
Die Lübecker Bürgerschaft stimmte mehrheitlich gegen einen Antrag, der den Beschluss des Sonderausschusses unterlaufen sollte.

05. Juli
Schwimmendes Schwalbennest
Ungewöhnliche Passagiere befördert derzeit die Priwallfähre »Travemünde«: An Bord hat ein Schwalbenpärchen sein Nest gebaut. Und brütet nun, während die Fähre den ganzen Tag die Trave überquert. Mit dieser Fähre pendeln die brütenden Schwalben den ganzen Tag zwischen Priwall und Stadtseite von Travemünde.Stamm-Passagiere kennen das Schwalbennest schon. Für die Fahrgäste ist das Nest allerdings eine kleine Besonderheit, die für Gesprächsstoff auf der kurzen Fährfahrt sorgt.

12.Juli
Eis Klaus ist wieder da
Aufgrund der Bauaktivitäten auf dem Priwall hat Eis-Klaus jedes Jahr einen neuen Standort – und feiert somit jedes Jahr Neueröffnung. Dieses Mal vor dem Gelände der Kanuten. Eis-Klaus öffnet täglich ab 13:00 Uhr (sonntags auch mal so ab elf / halbzwölf) seinen Gastronomiebetrieb auf der Priwall-Promenade Diskutiert wird jedes Thema, auch die Frage nach einem Namen für den neuen Standort: »Platz der schönsten Aussicht« soll er heißen, darüber war sich die Runde schnell einig.

20. Juli
Lebensmittelmarkt auf dem Priwall ??
Auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses soll ein Lebensmittelmarkt für die Priwaller und Touristen entstehen um die Nahversorgung auf dem Priwall zu verbessern.

08. September
Fähre ausgefallen
Das Problem ist nicht neu: »Verlässlichere Zeiten bei der Fähre« wünschten sich Priwallbewohner zuletzt bei einer Versammlung im Mai. Am Donnerstagmorgen war zeitweilig nur eine Fähre im Einsatz. Aufgrund eines technischen Defekts trieb am Donnerstagmorgen gegen 8:30 die Fähre »Berlin« ohne Steuerung auf der Trave. Die Fähre »Travemünde« musste den Havaristen zurück zum Fähranleger bringen
Kleiner Trost: Eine Tariferhöhung soll es zum Januar nicht geben


09. September
Stadtverkehr äußert sich zur aktuellen Situation an der Priwallfähre
Die anhaltende Kritik in den Medien zur den Wartezeiten/Staus an den Fähren veranlasst den Stadtverkehr sich in einer Pressemitteilung vom 08.09.2016 dazu öffentlich zu äußern.
Hier die wichtigsten Punkte: Damit der Fahrplan ab sofort planmäßig eingehalten werden kann, werden folgende zusätzliche Maßnahmen vom Stadtverkehr ergriffen:
•Abordnung von 3 MitarbeiterInnen aus dem Ratekauer Weg für Kassierdienste bis Ende Oktober, so dass die Fährführer komplett für Fährdienste eingesetzt werden können.
• Vollendung der Ausbildung von 3 weiteren Fährführern bis Ende Oktober.
• Stärkerer Fokus auf einen bedarfs- und saisongerechten Personaleinsatz im Sommer wie Winter.
• Generelle Abdeckung von saisonbedingten Spitzen und Ausfallzeiten durch geplante zusätzliche Ausbildung und Gestellung von Kassierern
• Weitere Projektierung digitaler Systeme zur Beschleunigung der Abfertigung.
Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat haben beschlossen, sich beim Wort nehmen zu lassen. Deshalb wird ein Qualitätsversprechen hinsichtlich Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit erarbeitet und ab dem 01.01.2017 eingeführt. Sollte es dann zu Verspätungen kommen, die der Stadtverkehr zu vertreten hat, wird die Rückzahlung von Fährgeld (Fahrpreiserstattung) möglich.«


Oktober
Priwall – Waterfront
Die Planet Haus AG vertreten durch Hrn. Hollesen startet eine breite Pressekampagne in den lokalen Medien zur Vermarktung seines Projektes auf dem Priwall.

02. Oktober
Priwall: Endspurt für die Sommer-Gastronomie.
Ein Stück echter Priwall findet sich noch im Dünenweg der Wochenendhaussiedlung. Die Gastronomiebetriebe »Dünenpavillon« und »Juttas Eck«, beide seit Jahrzehnten Familienbetriebe. Wer in diesem Jahr noch mal vorbeischauen möchte, muss sich sputen: Am 23. Oktober geht es in die Winterpause. Denn die beliebten Treffpunkte waren und bleiben Saisonbetriebe.

18. Oktober
Interessenbekundungsverfahren für den Verkauf eines Grundstückes auf dem Priwall zur Errichtung eines Lebensmittelmarktes wird in der Stadtzeitung bekanntgegeben.
 
18. Oktober
Wird „Küstenwald Priwall“ unter Schutz gestellt?
Für das Großprojekt Waterfront wurde viel Wald gefällt der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer fordert, den Rest zum Landschaftsschutzgebiet zu erklären.
 
09. November
Die Gal – Fraktion stellt Anträge für die Bürgerschaftssitzung November mit den Inhalten; besondere PKW-Spur für Priwaller an der Fähre einzurichten.
Desweiteren soll geprüft werden ob die Passat bis zur Fertigstellung der Bauvorhaben Priwall - Waterfront an einen anderen Standort verlegt werden kann. Die reduzierten Erlöse durch die Beeinträchtigungen Priwall- Waterfront sowohl auf der Passat als auch im Hafen belaufen sich auf 663.000 €
 
November/Dezember 2016
Wieder verliert der Priwall ein Teil seiner Identität, der Abriss der Traditionsgaststätte/Pension Siemer hat begonnen. Im Jahr 1932 eröffnete Rudolhf Siemer das Restaurant, 2012 wurde das 80zigjährige Jubiläum gefeiert. Nach dem Tod von Reinhold Siemer und der anschließenden Veräußerung an Hamburger Investoren bedeutete dies das Ende des Restaurant/Pension.
 
Dezember
Wie schon im Oktober/November angekündigt, hat der Aufsichtsrat der Holding Stadtverkehr beschlossen, die Fährpreise zum 01.04.2017 zu erhöhen. Die Jahreskarte für die das KFZ soll 641.00 € betragen. Die Reaktion auf die angekündigte Erhöhung in der Öffentlichkeit war überraschend .So äußerten sich erstmals der Kurdirektor, die Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft, die LTM, der Ortsrat und Parteien kritisch zu den Erhöhungen. Die wichtigsten Argumente sind wirtschaftliche Nachteile für den Travemünder Mittelstand, die Kaufkraft wandert nach ML ab. Der Besuch des Priwalls durch Tagesgäste wird zuteuer. Gespräche mit Hollesen über eine mögliche Rabattierung bei den Fährkosten für seine Gäste laufen schon. Der Verein wird für eine Gleichbehandlung der Priwaller eintreten. Ist eine Ende der Preisspirale in Sicht ?
Die Fährpreiserhöhungen der letzten 25 Jahre betrugen für das KFZ 1078 % !!
 
 
2017
So das alte Jahr endete beginnt das neue Jahr wieder mit dem Thema : Fährpreise.
Der Verein der Wochenendhausbesitzer und die Gemeinschaft der Priwallbewohner äußerten sich im Offenen Kanal  Lübeck zum Thema der Fährpreise.
 
04/05.Januar
Das schwerste Hochwasser seit über 10 Jahren läßt den Priwall zeitweise zur Insel werden. Rückstauventile  funktionieren nicht, es kommt zu massiven Überflutungen im Bereich der Fähranlieger und der vorderen Mecklenburger Landstr. Bürgersteige stehen unter Wasser, einige Bewohner können ihr Grundstück nicht mehr verlassen bzw. betreten.
 
08.Januar
Kritische Bericht in der LN vom 08.01. zum Hochwasserschutz in Lübeck, hier auch speziell zum Priwall. Äußerungen aus der Politk beziehen sich auf die touristischen Projekte auf dem Priwall, die nicht hochwassergefährdet sind, die Bewohner werden nicht erwähnt.
Schreiben an die EBL zum Punkt Rückstauventile.
Die kritischen Punkte in der Anfrage in der Bürgerschaft 2005 zum Thema "Hochwasserschutz auf dem Priwall" haben erneut gezeigt, dass es Handlungsbedarf gibt. Sämtliche Experten gehen von weiter steigenden Hochwasserpegeln aus.
Genauere Informationen gibt es auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Priwall
 weitere Infos zu dem Thema HOCHWASSER finden sie auf der Homepage des Vereins !
 
15.Januar
Antwortschreiben der EBL erhalten,sie melden sich unaufgefordert !!!
In der nächsten Werkausschusssitzung der EBL, am 09.Februar,soll es zu dem Thema einen  Bericht geben, da es eine entsprechende Anfrage aus der Politik gab.

17. Januar
Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung vom 17.01.2017
Ag- Besucherlenkung Priwall
Herr Müller berichtet über die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Besucherlenkung und Besucherinformation auf dem Priwall und möchte gern mehr Informationen dazu.
Antwort: Kurbetriebe Travemünde
Im Jahr 2016 wurde eine AG „Besucherlenkung und Besucherinformation auf dem Priwall“
zunächst unter der Federführung der LTM gegründet. Mitglieder der AG sind
Herr Braun Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer
Herr Hollesen Priwall Waterfront
Frau Lenz/Herr Lukas- LTM
Herr Kirchhoff Kurbetrieb Travemünde
Herr Nagel Bereich Naturschutz
Herr Walter Ostseestation
Frau Lorenzen  Bereich Stadtplanung.
Ziel der AG ist es, Vorschläge für infrastrukturelle Verbesserungen zur Besucherlenkung und Information für die zukünftigen Besuchergruppen aus dem Bereich der Feriendörfer und Priwall Waterfront zu erarbeiten. Die geplanten Maßnahmen sollen etwaige negative
Einflüsse durch zunehmende Tourismusströme auf das Naturschutzgebiet auf dem Priwall vermeiden.
Die geplanten Maßnahmen beziehen sich auf den Rundweg „ Südlicher Priwall“,
den Waldbereich oberhalb der Mecklenburger Landstraße sowie den Strand und
Dünenbereich.
Folgende Maßnahmen wurden z.B. angedacht:
Sanierung der Wegoberflächen
Abzäunung der Weiden (Hundeschutz)
Sitzgelegenheiten
Wegweiser und Infotafeln
Aussichtsplattform
Aussichtsturm
Bolzplatz
Dünenschutzmaßnahmen
Derzeit werden die angedachten Maßnahmen zwischen einem beauftragten
Landschaftsarchitekten und dem Pflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V. abgestimmt. Ist die Abstimmung erfolgt werden die Pläne den politischen Gremien und den Bürgern vorgestellt.
Die von der Gemeinschaft de Priwallbewohner eingeforderte Beteilung der Bevölkerung wurde von Seiten des Innensenators abgelehnt, siehe dazu  14./16.Juni 2016
26.Januar 

Auf der Bürgerschaftssitzung im Januar wird mehrheitlich die Ausweisung des 13ten Landschaftsschutzgebietes der Hansestadt Lübeck "Küstenwald Priwall " beschlossen. Umweltsenator Hinsen sieht sich jetzt selbstverständlich in der Pflicht, ,, den Beschluss der Bürgerschaft umsetzen, zumal wir die Initiative ja grundsätzlich begrüßen“. Er müsse jetzt abwarten, bis der städtische Haushalt von der Kieler Kommunalaufsicht genehmigt sei. Hinsen: ,,Dann werde ich mit dem Thema in den Senat zur Abstimmung ins Detail gehen, wahrscheinlich werden wir uns mit einem externen Gutachten behelfen.“ Aber das Thema werde durch den Bereich Umwelt bearbeitet und nicht auf die lange Bank geschoben, verspricht der Umweltsenator.

30.Januar
Rückruf der EBL vorerst einmal mündliche Informationen, die schriftliche Begründung wird, sobald sie vorliegt veröffentlicht
 Wir informieren weiter.
 
Ende Januar/Anfang Februar
Die Abrißarbeiten an der Halle 2 im Passathafen beginnen.
Die Ostseestation ist in Containern an der Südermole untergebracht,sie zieht dann neben dem neuen Hafenmeistergebäude ein.
 
07. Februar
In den Printmedien und Online ist das Thema der Fährpreise hoch aktuell. Der Ortsrat behandelt das Thema am 08.Februar.
 
10. Februar
Das Interessenbekundungsverfahren ist abgeschlossen. Das Auswahlverfahren ist durchgeführt. Die Verwaltung wird der Bürgerschaft voraussichtlich im März einen Käufer des Grundstückes für eine Bebauung mit einem Lebensmittelmarkt vorschlagen. Die Vorlage wird im nichtöffentlichen Teil behandelt. Vor einem Beschluss der Bürgerschaft können wir auch keine Namen nennen.
 
15.Februar
Hochwasser Januar 2017
Die Entsorgungsbetriebe Lübeck prüfen derzeitig für verschiedene Bereiche in Lübeck und Travemünde die konkreten Ursachen und Abläufe der aufgetretenen Überschwemmungen. Ausschließen können wir aber Ihre Vermutung, dass die Ursache in nicht funktionierenden Rückstausicherungen bestand
Die Ursache für die Überschwemmungen im Bereich der Mecklenburger Landstraße liegt aller Wahrscheinlichkeit darin, dass der Fährvorplatz überschwemmt wurde, da die geringste Höhe im Zufahrtsbereich nur eine Höhe von ca. 1,60 m über dem Mittelwasserstand hat. Dadurch war es möglich, dass Travewasser über Schächte, die hinter dem Tideflex-Ventil angeordnet sind, in die Kanalisation eindringen und in Geländebereichen, die unter dem Hochwasserpegel liegen, wieder austreten konnte. Das Hochwasser hatte die Mecklenburger Landstraße noch nicht auf der gesamten Länge vom Vorplatz bis zur Straße Zur Alten Werft überflutet, dies wäre erst bei einem Stand von über 1,80 m eingetreten.
 
28. Februar
Schreiben an Hrn.Nibbe. Dem Verein geht es um die Verhandlungen mit Hrn . Hollesen, wie sich die Fährgebühren für die Nutzer des Waterfront-Projektes darstellen.In diesem Zusammenhang wurde von Studenten-tickets/Semestertickets für die Nutzer des Waterfront-Projektes gesprochen

Auszug aus dem Protokoll der Ortsratssitzung vom 08.02.2017

Eine Pauschalierung der Preise für Feriengäste werde analog zur bestehenden Gruppenpauschale für Studentinnen und Studenten, die mit dem ASTA vereinbart worden sei, überlegt. Es sei eine Frage der Vertragsgestaltung, wie und in welchem Umfang eine Pauschale für Feriengäste erfolgen können (z.B. als ein Bestandteil der Mietkosten für die Ferienunterkünfte).

Können Sie bitte dies für den Verein nochmals darlegen.

28. Februar
Ein EDEKA-Markt für den Priwall

Im Herbst hatte die Stadt ein Grundstück auf dem ehemaligen Krankenhausgelände an der Mecklenburger Landstraße ausgeschrieben (TA berichtete). Auf dem Priwall sollte sich ein Supermarkt ansiedeln. Das hat knapp geklappt: Es gab einen einzigen Bewerber. Einer nicht öffentlichen Vorlage der Verwaltung zufolge soll ein etwa 5840 Quadratmeter großes Gelände an der Mecklenburger Landstraße für gut 906.000 Euro verkauft werden. Käufer ist ein Inhabergeführtes Unternehmen von der Insel Fehmarn im Kreis Ostholstein.

Der Käufer bekommt nach Vertragsabschluss 48 Monate Zeit, seinen Lebensmittelmarkt zu errichten. Erfahrung hat er genug: Er soll bereits acht EDEKA-Märkte in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern betreiben.

Der Priwall-Markt soll 1.200 Quadratmeter Verkaufsfläche bekommen. Die Fassade wird modern mit Klinkern und Lärchenholz gestaltet.

Die Priwall-Bewohner können sich auf einen Markt mit großem Frischebereich für Obst und Gemüse, mit Bedientheke für Fleisch, Wurst und Käse, eine Salatbar mit frischem Angebot, regionale Lebensmittel und sogar einen Bäcker freuen. Weiter soll es ein Urlaubergerechtes Sortiment sowie einen Lieferservice für Haus und Hafen geben.

Das Projekt wurde bereits in den Ausschüssen beraten und muss jetzt noch am 30. März von der Lübecker Bürgerschaft beschlossen werden.

März
Auf dem Priwall wird im Sommer asphaltiert. Dort ist die Mecklenburger Landstraße vom Fähranlieger bis zum Ortsausgang dran-hundert Meter vor der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Für 277 000 Euro werden 10300 Quadratmeter Straße erneuert."
Vom Fährvorplätz bis ca. 100 m vor der Landesgrenze wird ein ca. 2 cm starke Asphaltschicht aufgetragen. Es handelt sich um eine Instandhaltungs-maßnahme,für die Anlieger entstehen keine Kosten.
Die Lebenszeit dieser Maßnahme kann bis zu 8 Jahre sein. Nach Abschluß der Waterfrontbaumaßnahmen muss erneut geschaut werden, in welchem Zustand ist die Mecklenburger Landstraße.
Entsprechend der Klassifizierung der ML entstehen bei einer Sanierung für die Anlieger nur die Kosten für Nebenanlagen,d.h. Fußweg. Fahrradweg usw.
Dies kann natürlich im Einzelfall mit erheblichen Kosten verbunden sein.
 
24.März

Auf den Brief an den Innensenator Hinsen zum Thema Hochwasserschutz/Klimawandel auf dem Priwall gibt es die ersten Rückmeldungen. Der Vorschlag der Freiwilligen Feuerwehr des Priwalls die Siele so abzudichten,dass kein Wasser eindringen kann wird von der Feuerwehr in HL geprüft.

Die Bereiche Stadtplanung,Port authority und Umwelt-,Natur und Verbaucherschutz,die sich mit demThema Hochwasserschutz beschäftigen, haben Ihr Schreiben mit der Bitte um Stellungnahmen erhalten.

01. April
Die Jahreskarte für das Auto kostet 641.00 €, Laufzeit der Preiserhöhung 18 Monate
 
07. April
Richtfest Waterfront
 
15.April
Ein Vierteljahrhundert ist eine sehr ordentliche Zeit in der Gastronomie, zumal auf dem Priwall. Am Freitag feierte der beliebte »Priwall-Treff« mit zahlreichen Gästen 25. Geburtstag. Gut gelaunt stand Chefin Andrea Grube hinter dem Tresen des »Priwall-Treff«.
 
23. April
Antwortschreiben zum Thema Hochwasser Priwall/Klimawandel des Innensenators Hrn. Hinsen und des Minister D. Habeck liegen vor. Am 10.Mai findet die nächste Otrsratsitzung statt, Hauptthema Hochwasser/Klimawandel, der Verein wird dort seine Fragen anbringen.
 
10.Mai
Das vom Verein eingebrachte Thema Hochwasser/Klimawandel wurde auf der Ortsratssitzung vom 10. Mai von den Referenten sachlich und ausführlich behandelt.
Es wurden Absprachen mit dem BÜ-Mitglied Hr. Th. Thalau getroffen, die Problematik des Priwalls bei einem Vororttermin mit dem Innensenator Hinsen und der Freiwilligen Feuerwehr zu besprechen. Verschiedene Fraktionen sind in den Prozeß eingebunden.
Das Problem mit dem Niedrigwasserfähranleger,hier läuft das Wasser bei
einer Sturmflut auf die Mecklenburger Landstr., soll im Aufsichtsrat des Stadtverkehrs besprochen werden.
 
16.Mai
Beginn der Instandsetzungsarbeiten an der Mecklenburger Landstraße und dem Pötenitzer Weg. Der KFZ – Verkehr hält sich nicht an die Geschwindig-keitsbegrenzung Tempo 30 KM/H. Die zuständige Verkehrsabteilung ist informiert.
Mitte Mai
Juni
Mehrere Briefe an den Kurdirektor Hrn. Kirchhoff, zum einen die Unfallgefahr von der Straße Kohlenhof in den Wald,dort ist ein hoher Absatz. Fußgänger, Fahrradfahrer, Menschen mit Rollatoren sind gefährdet.Desweiteren der mangelhafte Zustand des Rundwanderweges "Südlicher Priwall", es fehlen Bänke und Tische.
 
08. Juli

Neues Gebäude des Seglervereins SVH im Passathafen in Betrieb genommen, nach der vereinsinternen Inbetriebnahme des neuen Gebäudes folgt nun die offizielle Neueröffnung der Seglermesse am Samstag, 15. Juli 2017, mit einem Empfang von 12:00 bis 16:00 Uhr.

Ende Juli
Die Waterfront - Bebauung ist in den Printmedien zu einem Top-Thema geworden. Der neue Wirtschaftsminister des Landes SH äußert sich positiv über das Waterfront-Projekt.Herr Hollesen beklagt die ungenügende Internetversorgung. Herr Stolzenberg,als ein Bürgermeisterkandidat außert sich sehr kritisch,ablehend zum Fortgang der Bebauung des Teilbereiches 2 (Kohlenhofspitze, Hotelbebaung und Bebauung Richtung Bunkerstation). Frau Weiher, Bürgermeisterkandidatin ist erschrocken über die wahre Größe des bisherigen bebauten Bereiches Water- Front.Die FDP begrüßt das Waterfront-Projekt uneinschränkt weiterhin,so Herr Misch Bürgermeisterkandidat.Herr Lindenau Bürgermeisterkandidat streicht heraus, dass auf Drängen der SPD die Bauhöhen im B- Plan reduziert wurden.

 

Die letzte alte Halle, Halle 2, im Passathafen ist abgerissen worden.
Die wahren Dimensionen des Waterfront - Proktes werden mit Fortgang der Bebauung für die Öffentlichkeit immer deutlicher, das Modell der Bebauung, das die Bip erstellt hat,spiegelt die Dimensionen 1 zu 1 ab.

 

Im Laufe des Monates kommt es zu vermehrten Staus auf der Priwallseite an der Fähre, gleiches gilt auch für den Bereich Baggersand in Travemünde. Der massive Personalabbau bei den Beschäftigen der Fähre in Travemünde, und das nicht erfolgte Vorhalten von Personal im Krankheitsfall usw., führte zu massiven Behinderungen an den Fähren. Dies mußte auch der Bürgermeister Saxe erleben,ob er als Vertreter der Stadt im Aufsichtsrat der Holding die Fährprolematik thematisiert ist fraglich,zumal er nicht wieder für das Amt des Bürgermeisters kandidiert.

August

ZDF,RTL sendeten nur sehr kurz über Waterfront, Tendenz Waterfront eher Relikt aus den 70zigern, Architektur mehr als fragwürdig.

 

 

September

Der Antrag der Travenmünder CDU sich gegen einen Weiterbau Teilbereich 2 Priwall- Waterfront auf der Ortsratssitzung September zu entscheiden wird durch die CDU-Lübeck ausgebremster Antrag der Travenmünder CDU sich gegen einen Weiterbau Teilbereich 2 Priwall- Waterfront auf der Ortsratssitzung September zu entscheiden wird durch die CDU-Lübeck ausgebremst.

 

 

Durch den Ausfall einer Fähre stehen die Fahrzeuge bis weit hinter dem Fliegerweg auf dem Priwall !!

Wattwanderung auf dem Priwall durch das extreme Flachwasser am 14.09. haben wir die Nordsee/Ebbe direkt vor der Tür.

Oktober
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November
01.November

Stau bis zur Feuerwehr

Am Mittwoch kam es zu langen Staus an der Priwallfähre. Zeitweise soll die Autoschlange bis zur Feuerwache auf dem Baggersand gereicht haben. Schuld sind eine defekte Fähre und Allerheiligen. An der Fähre stauten sich die Fahrzeuge auch am Abend noch. Fotos: TA Eigentlich sollen für die Verbindung von der Travemünder Stadtseite zur Halbinsel Priwall ja drei Fähren zur Verfügung stehen. Doch die »Pötenitz« ist derzeit zur Reparatur in einer Hamburger Werft. Am Mittwoch fiel dann auch noch die »Travemünde«. Das führte zu langen Wartezeiten. Bis zu einer Stunde sollen Autofahrer im Stau gestanden haben. Nicht nur Einheimische, denn es waren am Mittwoch auch zahlreiche Touristen besonders aus katholischen Ländern im Ort, die den Feiertag »Allerheiligen« nutzten. Der verhinderte dann allerdings auch die Reparatur der Fähre: Der Hersteller war aufgrund des Feiertags nicht erreichbar. Zur Zeit fährt nur die Fähre »Berlin«. Auch bei Einbruch der Dämmerung gab es noch Wartezeiten. 

 

 

02.November
Wie teuer wird die Priwall-Promenade?

Kritik an den Kosten der Promenade am Passathafen auf dem Priwall. „Sie halten die Kosten nicht ein“, kritisiert Carl Howe (GAL). Insgesamt kostet die Promenade 9,2 Millionen Euro. 2012 sollte sie mit 6,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Doch die Baukosten sind seither gestiegen. 9,2 Millionen Euro soll die neue Priwall-Promenade kosten. Geplant waren 6,5 Millionen Euro. Das Land übernimmt den größten Anteil mit 5,7 Millionen Euro. Die Politik hatte den Zuschuss der Stadt auf 1,8 Millionen Euro gedeckelt. Doch jetzt wird die Stadt wahrscheinlich fast doppelt so viel zahlen müssen – 3,5 Millionen Euro. Die Kostenexplosion war schon im Mai bekannt geworden. „Wir haben bereits erklärt, dass wir die Kosten nicht einhalten werden“, sagt Matthias Drever, kommissarischer Bereichsleiter Verkehr. Allerdings werde es Fördergelder vom Land geben – möglicherweise auch für die gestiegenen Kosten. Drever: „Wir werden am Ende sehen, wo wir mit den Kosten landen.

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Dezember
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2018
Januar
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Februar
13.02.2018
Handwerkskammer plant Neubau der Berufsbildungsstätte Travemünde

Die Handwerkskammer Lübeck will in den kommenden Jahren rund 95 Millionen Euro in einen Neubau ihrer Bildungseinrichtungen in Lübeck investieren. Bis 2025 sollen auf einer Fläche von rund fünf Hektar moderne Werkstätten und Theoriearbeitsplätze für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung sowie für die Weiterbildung entstehen. Der Baubeginn ist für 2022 geplant. An einem neuen Standort an der Kronsforder Landstraße sollen gleich drei Einrichtungen zusammen untergebracht werden: die Berufsbildungsstätte Travemünde, die Landesberufsschulen der Handwerkskammer Lübeck, soweit sie sich in Travemünde auf dem Priwall befinden, und das Fortbildungszentrum der Handwerkskammer.

16.02.2018
Priwall-Treff ist Geschichte» Da habe ich im Sommer noch ein Bier getrunken«, meinte ein Passant. Bereits am vergangenen Dienstag (13.02.2018) wurde der Gastronomiebetrieb »Priwall-Treff« auf der Travemünder Halbinsel abgerissen. Allzu viel Arbeit hatte der Bagger des Abbruchunternehmens Grabowski nicht: Das Gebäude war in die Jahre gekommen, hatte auch schon den einen oder anderen Brand hinter sich. Die im Jahre 1932 errichtete Gaststätte hieß ursprünglich »Seeblick«, wurde dann später in »Priwall-Treff« umbenannt.Am Ende des Seeweges bei der Wochenendhaussiedlung gelegen war der Priwall-Treff zu DDR-Zeiten der letzte Gastronomie-Betrieb vor der Grenze.
20.02.2018

Am Dienstagnachmittag wurde der Presse auf dem Priwall der Sonderbau 2 in seiner neuen Form präsentiert. Eingeladen hatte dazu der Investor Sven Hollesen. Als Vertreter der Hansestadt Lübeck war Karsten Schröder, Leiter des Bereichs Stadtplanung und Bauordnung vor Ort. Georg Konermann vom beteiligten Architekturbüro Konermann Sigmund Architekten mit Sitz in Hamburg und Lübeck unterstützte die Präsentation. Nachdem der ursprüngliche Entwurf des Sonderbaus 2 in seiner Funktion als Mikrobrauerei wegen extrem hoher Tiefgründungskosten nicht umgesetzt werden konnte, wurde ein neues sogenanntes Craft Beer Konzept mit alten aufgestapelten Schiffscontainern von Konermann Sigmund Architekten entworfen. Dieser Vorschlag wurde aber vom Gestaltungsbeirat der Hansestadt Lübeck ausdrücklich abgelehnt. Daraufhin musste ein zweites Mal umgeplant werden. Der neue Sonderbau umfasst nun zwei einzeln stehende Gebäude, die wie auch die anderen Sonderbauten mit rötlich gefaltetem Blech verkleidet sind. In diesen beiden Gebäuden befinden sich nun acht exklusive Ferienwohnungen und Gewerbeflächen. Die Fläche dazwischen wird als lockere Außengastronomie/ Biergarten in Hanglage geplant – ein idealer Platz direkt am Wasser mit garantierter Sonnenuntergangsromantik.

21.02.2018
Auf einer Infoveranstaltung im Gesellschaftshaus in Travemünde stellt der Geschäftsführer, Herr T. Walter,die neue Ostseestation vor, Standort ist weiterhin im Passathafen Priwallpromenade.
 
13. März
Der Priwall Bekommt Ein Naturerlebniszentrum.Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer Erhält Fördergelder Von Über 645ooo Euro.Baubeginn Soll Noch Im März 2018 sein.
27.März
SPD Bürgergespräch auf dem Priwall: Vorrang für Wohnen - Kein neues Hotel
April
Ab Mitte April Beginnen Die Gespräche Mit Der Verwaltung Über Ein Verkehrskonzept Für Den Priwall.

 


 

 

 

 

Die Chronik wird fortlaufend aktualisiert



Quellen:
Wolf Rüdiger Ohlhoff
Travemünder Notizen
Travemünde Aktuell
Lübecker Nachrichten
HL – Live
Möwenpost
Dokumentation des Verein


Letzte Änderung: 2 Wochen 1 Tag her von Eckhard Erdmann.

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